Klaus Neumann

Studiogast

Klaus Neumann

Der Landschaftsarchitekt engagiert sich leidenschaftlich für die "Grüne Stadt" und eine sinnvolle Urbanisierung der Landwirtschaft. 2011 hat er dafür sogar das Bundesverdienstkreuz am Bande bekommen. "Urban Farming" ist eines der großen Zukunftsthemen aus Sicht von Klaus Neumann.

Gast Klaus Neumann

Klaus Neumann

Er engagiert sich in Kindergärten für das Thema Ernährung und führt Kinder an die Natur heran. Außerdem unterrichtet er im Studiengang Landschaftsarchitektur und Urbanes Pflanzen aufstrebende Landschaftsarchitekten. Für seine Professorentätigkeit war Klaus Neumann viel unterwegs, von Johannesburg über Nairobi bis Rio de Janeiro oder Korea.

Seit Jahren beschäftigt er sich intensiv mit der "Urbanen Landwirtschaft" und gilt als fundierter Experte auf dem Gebiet. Er glaubt fest daran, dass die Ziege auf dem Stadtdach oder der Gemüsegarten zwischen Stadthäusern in Zukunft in den Städten vollkommen normal sein werden. Nicht nur, damit der Verbraucher am Ende des Tages auch genau weiß, woher Gurke oder Tomate stammen, sondern auch aufgrund der sozialen Wirkung. Die urbane Landwirtschaft fördere eine Gemeinschaftskultur, davon ist Klaus Neumann überzeugt.

Natur hat immer auch eine soziale Komponente. Zum ersten Mal stellte er das vor über 30 Jahren fest. Damals engagierte er sich gemeinsam mit Nelson Mandela in Südafrika für mehr Grün in den Städten. Damals war er im Auftrag der evangelischen Kirche vor Ort und sollte die ehemalige Goldmine von Soweto in Naturflächen umwandeln. Schon damals wollte er vor allem grüne Naturflächen für die ärmeren Teile der Bevölkerung anpflanzen und nicht schicke Parks für die Reichen. Weil die Apartheid noch herrschte, wurden ihm viele Steine in den Weg gelegt. Das Projekt scheiterte letztlich am Widerstand der reicheren Bevölkerungsschichten. Damals wurde ihm klar: Wenn man sich mit Garten und Natur beschäftigt, ist man immer im Spannungsfeld zwischen den Gesellschaften.

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