Datensicherung: Wie man's am besten macht

Archivierung: Tipps zur Datensicherung Planet Wissen 13.04.2018 02:50 Min. Verfügbar bis 13.04.2023 ARD-alpha

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Datensicherung: Wie man's am besten macht

Von Tanja Fieber und Boris Geiger

Private Daten kurzfristig zu speichern, ist kein Problem. Sie langfristig zu sichern, kann ein Problem werden. Speichermedien veralten immer schneller.

Speichermedien müssen immer so aktuell sein, dass die abgespeicherten Daten ausgelesen und aktualisiert werden können. Ein Wettlauf mit der Zeit, denn Speichermedien veralten immer schneller. Genauso wie Geräte-Anschlüsse. Man denke an Floppys, MiniDiscs, USB-Sticks der ersten Generation und alte Handys. Alle nicht so wahnsinnig alt, aber inzwischen nicht mehr zu gebrauchen.

Unser Härtetest für Speichermedien

Die wichtigsten Speichermedien auf dem Markt sind momentan der USB-Stick, die DVD und die externe Festplatte. Wir haben alle drei einem Härtetest unterzogen, am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik nahe München. Können sie Hitze, Kälte und einem Sturz trotzen? Hier unser Testergebnis:

Top 3 Speichermedien

  • Externe Festplatte: Die Temperaturschwankungen haben der externen Festplatte nichts ausgemacht, aber die Erschütterung. Nach dem Sturz vibriert sie mehr als vorher, läuft aber noch. Weil der Aufprall wahrscheinlich ihre Lebensdauer verkürzt hat, sollte sie sicherheitshalber ersetzt werden. Die externe Festplatte hat den meisten Speicherplatz und ist insgesamt robuster als gedacht. Daher kommt sie auf Platz 1 unserer Top 3.
  • USB-Stick: Auch der USB-Stick hat den Klimatest überstanden. Die Fotos lassen sich noch öffnen. Weil er sich tausendfach beschreiben lässt, kommt er auf Platz 2.
  • DVD: Die DVD fängt beim Hitzetest an zu riechen und beschlägt beim Kältetest. Nach dem Test funktioniert sie aber noch. Weil eine DVD weniger oft wiederbeschrieben werden kann als ein USB-Stick und eine externe Festplatte, belegt sie Platz 3 in unserm Test.
Top 3 Speichermedien: DVD, externe Festplatte, USB-Stick

DVD, externe Festplatte, USB-Stick: Hier sehen Sie, wo Daten am besten aufgehoben sind.

Tipps zur Datensicherung

  • Wichtige Daten nicht nur auf dem Computer speichern, sondern zusätzlich auf zwei externen Festplatten archivieren. Sie kosten weniger als 100 Euro. Wer auf Nummer sicher gehen will, lagert die zweite externe Festplatte (Backup) aus, zum Beispiel in einem Bankschließfach.
  • Da sich die Anschlüsse zwischen Festplatte und Computer immer wieder ändern, sollten auch externe Festplatten von Zeit zu Zeit erneuert werden. Im Schnitt alle drei bis fünf Jahre. Das hängt aber auch von der technischen Infrastruktur am (Heim-)Arbeitsplatz und den eigenen technischen Kenntnissen ab. Es gibt Festplatten, die zehn Jahre oder länger halten. Alarmzeichen sind: Eine externe Festplatte zeigt plötzlich Macken oder läuft deutlich langsamer / lauter. Zeit, sie auszuwechseln.
  • Fotos vom Handy oder vom Tablet sollte man ebenfalls auf Festplatte ziehen.
  • Fotobücher sind auch eine Art der Archivierung. Der Vorteil: Man braucht kein Gerät, um sie zu öffnen und man kann sie gemütlich blättern.
  • Steuerunterlagen und andere Dokumente können zwar mühelos auf dem PC archiviert werden, eine Kopie auf einem anderen Speichermedium ist aus Sicherheitsgründen aber sinnvoll.

Papier hat noch nicht ausgedient

Unser Test hat gezeigt, dass digitale Speichermedien etwas aushalten können. Für die Langzeitarchivierung sollte man sich aber nicht allein auf sie verlassen. Vor allem nicht bei Daten, die einem wichtig sind.

Das Problem: Die digitalen Speicher von heute sind entweder bezahlbar, halten aber nicht ewig oder sie sind langlebig, aber für Privatleute unbezahlbar. Und hier kommt das gute alte Papier ins Spiel: Dokumente und Fotos in Papierform zu sammeln, ist zwar altmodisch, aber derzeit noch sinnvoll.

Stand: 31.01.2018, 09:44

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