Kreativität – eine unersetzliche Kraft

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Kreativität – eine unersetzliche Kraft

Ohne Kreativität keine Weiterentwicklung. Sie ist wichtig für die persönliche Entfaltung und das gesellschaftliche Wachstum. Viele Menschen wünschen sich, kreativer zu sein. Eine gute Nachricht: Kreativität lässt sich trainieren!

Die Schule als Kreativitätskiller

Kreativität ist uns in die Wiege gelegt, das können wir an Kindern beobachten. Sie werden nicht müde, sich immer neue Spiele auszudenken, können sich mühelos in andere Rollen hineindenken, müssen sich nicht anstrengen, kreativ zu sein, denn sie sind es einfach.

Doch schon in der Schule wird die Kreativität in Nischen abgedrängt – in den Fächern Musik und Kunst gilt sie als hoher Wert, in den Kernfächern geht oft es in erster Linie ums Pauken. Wer den Schulabschluss in der Tasche hat, ist zwar in vielen Bereichen gut qualifiziert  – ob auch die Kreativität gut trainiert wurde, hängt ganz von der Schule ab, die besucht wurde.

An vielen Regelschulen gibt es hier ein klares Defizit. Damit Schüler neben all dem Stoffes, den sie bewältigen müssen, auch noch lernen, innovativ und quer zu denken, brauchen Schulen ausreichend Personal, neue Konzepte und entsprechende Räumlichkeiten. Oft geht das nur, wenn Eltern Schulgeld zahlen.

Ein auf den Kopf-gestellten Zwerg.

Kreativität eröffnet neue Perspektiven

Mit Kreativität die besten Lösungen finden

Der Begriff Kreativität wird oft viel zu eng gefasst. Es geht dabei nicht nur um künstlerische Fertigkeit, sondern um die Fähigkeit, bei allen Erfordernissen des Lebens beweglich zu denken und auf diese Weise zu den besten Lösungen zu kommen – nicht unbedingt zu den am längsten bewährten, sondern auch zu ungewohnten und überraschenden Ansätzen.

Ob Musiker oder Maschinenbauer – Kreativität ist eine Ressource, die für jeden eine entscheidende Größe ist. Ohne Kreativität würden wir immer nur wiederholen, was andere tun und schon seit Jahrtausenden getan haben, die gesamte Menschheit würde auf der Stelle treten und jeder einzelne hätte das Gefühl, nur noch ein Abziehbild des anderen zu sein.

Gerade deshalb lohnt es sich, die eigene Kreativität zu trainieren – sie eröffnet neue Optionen, das eigene Leben virtuoser und damit auch glücklicher zu gestalten. Überholte Gewohnheiten müssen nicht länger beibehalten werden, wenn es ein Leichtes ist, neue Lösungen zu finden.

Tricks, die Ideen zum Sprudeln bringen

Menschen, die einen überdurchschnittlichen Output an Kreativität für ihren Beruf brauchen, wenden meist ganz selbstverständlich bestimmte Techniken an, die ihren Kopf frei machen.

Von Ludwig van Beethoven ist bekannt, dass er spazieren ging und auch im Gehen komponierte. Der Schriftstellerin J.K. Rowling kam die Idee zu Harry Potter beim Zugfahren, und Regisseur Woody Allen stellt sich unter die Dusche und wartet auf spritzige Filmideen.

Bei manchen Menschen sprudeln die Ideen von alleine, andere müssen etwas mehr Augenmerk darauf richten, ihre Quelle zu finden. Aber es wäre falsch, Kreativität an einige wenige zu delegieren, denn jeder hat kreatives Potenzial.

Woody Allen.

Woody Allen duscht lange, um auf gute Ideen zu kommen

Wirtschaftunternehmen setzen auf Kreativräume

Viele Firmen leben von Innovationen. Wer als erstes Unternehmen neue Technologien auf den Markt bringt, hat einen entscheidenden Vorsprung. Unaufhörlich muss deshalb an der kreativen Erneuerung gearbeitet werden.

In einigen Firmen gibt es spezielle Kreativetagen – besondere Räumlichkeiten, wo zum Beispiel schräge Möbel stehen oder sperrige Kunstwerke irritieren. Denn die Erfahrung zeigt: Ist der äußere Rahmen gesprengt, hilft das auch, im Denken aus gewohnten Muster ausbrechen und auf neue Ideen zu kommen.

In der Start-up-Szene gibt es oft keine klassischen Büroetagen mehr, sondern stattdessen viele Sitzecken und neue Begegnungsräume. Viele Köpfe haben viele Ideen – florierende Kommunikation ist deshalb in jedem Unternehmen eine entscheidende Voraussetzung für kreative Leistung.

Jeder Mensch kann die Welt kreativer machen

Innovative Lösungen sind Tag für Tag in allen Bereichen der Gesellschaft gefragt, aber Erneuerungsprozesse sind mitunter träge. Dennoch kann jeder einzelne Mensch jederzeit etwas dazu beitragen, dass die Welt kreativer wird.

Die Lösung: Öfter mal Neues auszuprobieren! Zum Beispiel einen ungewohnten Weg zur Arbeit nehmen, eine Fremdsprache lernen, sich an einem Flashmob beteiligen oder auch nur ein leeres Blatt nehmen und irgendetwas zu Papier bringen, ganz ohne Vorgabe. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, den eigenen Geist zu beleben und seine Kreativität zu trainieren.

Autorin: Angelika Wörthmüller

Stand: 24.10.2018, 09:15

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