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Bio-Lebensmittel

Bio und Öko ist allgegenwärtig. Doch was bedeutet das eigentlich? Was steckt hinter Lebensmitteln aus ökologischem Anbau? Der Verbraucher will mehr und mehr wissen woher seine Lebensmittel stammen und greift zu Bioprodukten. Bio-Supermärkte schießen in den Städten aus dem Boden, die großen Discounter machen sich Konkurrenz mit ihren eigenen Bio-Marken.

Bio- und Öko-Etikettierung (4'13")

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Ein regelrechter Boom ist um Bio-Lebensmittel entstanden, das zeigen die Zahlen. Betriebe, die Bioerzeugnisse sowohl verarbeiten als auch importieren, nahmen gegenüber 2007 um 20 Prozent zu. Reine Handelsunternehmen verzeichneten einen Zuwachs von 32 Prozent. Ende 2007 bewirtschafteten 18.700 Bio-Bauern rund 865.000 Hektar Land nach ökologischem Landbau, das sind 5 Prozent aller Äcker und Wiesen in Deutschland.

Mann steht vor Auslage im Billig-Discounter mit Bio-Produkten. Über ihm hängen Preisschilder mit großen EU-Bio-Siegeln. (Rechte: Das Bio-Siegel im Discounter: Auslagen voller Bioprodukte.)

Selbst im Discounter sehr gefragt

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Der Bio-Boom

Mit 6.970 waren 2008 13,9 Prozent mehr Betriebe in der Verarbeitung von Ökoprodukten tätig als noch 2007. Und es werden immer mehr. In den Anfangsjahren der Bio-Bewegung waren die Anhänger noch als Spinner, als Körnerfresser verschrien war. Doch längst ist hier ein Trend entstanden, der auch viel mit Genuss und Life Style zu tun hat.

Eine Frau haelt in einem Supermarkt Bio-Salat in der Hand, sie steht beim Bio-Gemüse. (Rechte: ddp)

Der höhere Preis lohnt sich

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Sind Bio-Lebensmittel gesünder?

Viele Verbraucher fragen sich ob Bio-Produkte nun auch wirklich die gesünderen sind. Skepsis macht sich breit, spätestens wenn wieder einmal ein Bio-Skandal offenbar wird. Zudem unterliegen auch konventionelle Lebensmittel strengen Kontrollen. Ausserdem sind Bio-Produkte teurer und den Aufpreis will man nur zahlen, wenn man sicher ist, dass die Bio-Lebensmittel die bessere Wahl sind. Der Infodienst aid des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gibt darüber eine eindeutige Auskunft: Bio-Lebensmittel sind gesünder. Sie enthalten weniger Nitrat, mehr Nährstsoffe und sind geeigneter für Allergie empfindliche Menschen.

Frau bezahlt in einem Wochenmarkt die Händlerin am Gemüse- und Obststand. (Rechte: mauritius images)

Biokunden machen sich Gedanken

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Bio und die Umwelt

Doch Bio ist nicht nur gut für die Gesundheit. Bei vielen Verbrauchern steckt hinter ihrem Bio-Einkaufsverhalten ein ökologisches Bewusstsein. Ob der bewusste Umgang mit dem eigenen Konsumverhalten oder ein Umweltbewusstsein, Bio-Verbraucher machen sich Gedanken über die Herkunft ihrer Lebensmittel. Denn nicht nur die geringeren Rückstände in den Bio-Lebensmitteln sind ein wichtiges Argument für Bio. Die Nachhaltigkeit einer Tier- und Umweltfreundlichen Landwirtschaft entlastet unsere Ressourcen und die kommender Generationen. Viele Bio-Verbraucher wollen als gesunde Menschen in einer gesunden Umwelt leben.

Landwirt pflügt Acker mit einem Traktor um. (Rechte: newspixx vario images)

Landwitschaft im Einklang mit der Natur

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Was ist anders bei Bio?

Bio bedeutet ökologische Landwirtschaft und Erzeugung. Der ökologische Landbau wirtschaftet im Einklang mit der Natur. Die Achtung und Erhaltung des natürlichen Kreislaufes vom Boden zur Pflanze, zum Tier zum Menschen steht im Vordergrund. Die Mindestrichtlinien der Bio-Landwirtschaft beinhalten eine artgerechte Tierhaltung, die angemessen im Hinblick auf die Betriebsfläche ist, die Verwendung bewährter Kultursorten und Zuchtrassen, Futter vom eigenen Hof oder anderen Bio-Betrieben, keine Duldung tierquälerischer Tiertransporte, keine Gentechnik, möglichst regionale Vermarktung, Schonung des Grundwassers, Zwei- bis Vierfelderwirtschaft und keine Verwendung von Kunstdünger oder chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel.

Die Weiterentwicklung der Nahrungsmittel darf ebenfalls nur mit zulässigen Zutaten geschehen. Auch hier ist keine Chemie erlaubt. Die Lagerung der Rohstoffe muß ebenso ökologisch korrekt sein wie der Ökofluss eingehalten werden: am Ende sollte die entsprechende Menge Ökoware gemäß den Zutaten vom Anfang heraus kommen. Diese genannten Mindestrichtlinien garantieren ein Mindestmaß an Bio. Die einzelnen Siegel von EU, Staat und Anbauverbände verfolgen dann noch ihre eigenen Richtlinien, die sich in Strenge und letztlich Qualität voneinander unterscheiden.

Almut Röhrl, Stand vom 01.03.2011
Sendung: Der Bio-Boom - Produzieren wie im Paradies?, 04.03.2011

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