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Quarzuhr

In den 1980er Jahren waren sie schwer in Mode: LCD-Quarzarmbanduhren. Anfangs kosteten sie noch einige hundert Mark, später waren sie dann für ein paar Mark auf dem Krabbeltisch zu haben. Die Technik der Quarzuhr ist jedoch wesentlich älter.

Großaufnahme auf das Zifferblatt einer digitalen Quarzuhr. (Rechte: Mauritius)

In den 80er Jahren hochmodern

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Der piezoelektrische Effekt

Bereits im Jahr 1928 machten die beiden deutschen Physiker Adolf Scheibe und Udo Adelsberger Versuche, die Schwingungen eines Quarzes als Zeitgeber zu nutzen. Wenige Jahre später konstruierten sie die ersten Quarzuhren. Da die Mikroelektronik zu diesem Zeitpunkt noch nicht existierte, waren die Uhren so groß wie Kleiderschränke. Die technische Grundlage entdeckten jedoch 1880 die Brüder Pierre und Paul Curie aus Frankreich. Der sogenannte piezoelektrische Effekt (griechisch piezein = drücken, pressen) beschreibt die Reaktion bestimmter Kristalle wie Quarz oder Turmalin. Bei diesen speziellen Kristallen führt das Anlegen einer elektrischen Spannung zu einer Verformung des Kristalls (Schwingung). Umgekehrt führt eine erzwungene Verformung zu einer Spannung im Kristall. Dieser Effekt wird bei Mikrofonen, Lautsprechern und elektrischen Feuerzeugen (Piezozünder) genutzt.

Mehrere Kinder stehen vor einem großen Holzkasten, in dem verschiedene Geräte aufgebaut und über Drähte miteinander verbunden sind. (Rechte: dpa)

Groß wie ein Schrank: Die älteste Quarzuhr der Welt

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Genauer als mechanische Uhren

Quarzuhren benötigen elektrische Energie, die sie über eine Batterie oder eine Photovoltaik-Anlage (Solarzelle) erhalten. Der Quarzkristall wird durch Anlegen einer Spannung in Schwingungen versetzt. Die Schwingungsfrequenz liegt bei 32768 Hertz (Schwingungen pro Sekunde). Diese wird in der Quarzuhr durch eine elektronische Schaltung auf eine Schwingung pro Sekunde reduziert. Ein Mal pro Sekunde erzeugt der Quarz einen Impuls, der eine LED-Anzeige oder einen Schrittschaltmotor steuert. Der Schrittschaltmotor entspricht dabei dem eines analogen Zeigerwerks in einer mechanischen Uhr. Dieser Motor treibt den Sekundenzeiger an, der mechanisch mit den anderen Zeigern verbunden ist. Quarzuhren sind wesentlich genauer als mechanische Uhren. Die Abweichung einer mechanischen Uhr kann bei vier bis sechs Sekunden pro Tag liegen, eine Quarzuhr hat in der Regel nur eine Abweichung von einer Sekunde pro Woche. Ein Quarzuhr mit digitaler Anzeige hat noch einen weiteren Vorteil: Aufgrund der fehlenden Mechanik ist sie resistenter gegen Beschädigungen.

Frank Endres, Stand vom 29.07.2009

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Bildcollage zum Thema Werkstoffe. (Rechte: WDR)

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