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Geschichte der Fotografie

Die beiden Franzosen Nicéphore Niepce und Louis Daguerre gelten als die Entdecker der Fotografie. Sie entwickelten die ersten Techniken und chemischen Verfahren, die es ermöglichten, Bilder festzuhalten. Dann folgten Jahrzehnte der stetigen technischen Weiterentwicklung. Mit der Einführung der ersten Kodak-Kamera im Jahr 1889 erreichte die Entwicklung einen Stand, der sich im Wesentlichen bis heute halten konnte. Erst die Elektronik und schließlich die Digitalisierung haben neue fotografische Verfahren hervorgebracht.

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Daguerre (2'45")
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Die ersten Bilder von Niepce

Der Franzose Joseph Nicéphore Niepce (1765-1833) gilt als derjenige, der Bilder als erstes auf eine lichtempfindliche Schicht bannen konnte. Er nahm eine "Camera Obscura" zur Hilfe, einen lange bekannten Apparat, mit dem sich Bilder der Außenwelt auf Flächen projizieren ließen. Es gelang ihm, diese Bilder auf Chlorsilberpapier festzuhalten. Sie waren jedoch nicht lichtbeständig und verblassten schon nach kurzer Zeit. Erst 1826 schaffte es Niepce, das erste beständige Bild anzufertigen: Es zeigt den Blick aus dem Fenster seines Arbeitszimmers. Mit Belichtungszeiten von bis zu acht Stunden war es jedoch unmöglich, Menschen oder sich bewegende Gegenstände zu fotografieren. Louis Jaques Mandé Daguerre (1787-1851), ein erfolgreicher Theatermaler, erfuhr von den Arbeiten Niepces und war so fasziniert, dass er sein Partner wurde. Fieberhaft versuchten die beiden einen Weg zu finden, um die Belichtungszeiten zu verkürzen.

Das schwarz-weiß Foto zeigt Louis Daguerre. Er sitzt, leicht eingesunken auf einem Stuhl, stützt den rechten Arm auf die Rückenlehne und greift sich dabei mit den gestreckten Fingern ins Haar. (Rechte: dpa)

Louis Daguerre, Wegbereiter der Fotografie

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Kürzere Belichtungszeit und Mehrfachabzüge

Nach jahrelangen Versuchen entdeckte Daguerre, dass schon durch kurze Belichtung einer Jodsilberplatte ein latentes (nicht sichtbares) Bild entsteht, das sich durch Bedampfung mit Quecksilber fixieren lässt. Louis Daguerre belichtete eine Fotoplatte, brach den Vorgang dann aber ab, weil das Wetter nicht mitspielte. Er verstaute die Platte in seinem Chemikalienschrank. Als er sie später wieder herausholte, entdeckte er überrascht, dass sich auf ihr ein Bild abzeichnete. Irgendetwas in seinem Schrank musste also die Belichtungszeit der Platte verkürzt haben. Er entfernte Stück für Stück alle Chemikalien aus dem Schrank und legte immer wieder eine frische Fotoplatte hinein, um herauszufinden, welche der Chemikalien diesen Effekt hervorgerufen hat. Am Schluss blieben nur ein paar Tropfen versehentlich verschütteten Quecksilbers übrig. Das, so begriff Daguerre, war des Rätsels Lösung. Mit Quecksilberdämpfen behandelte Fotoplatten benötigen kürzere Belichtungszeiten als unbehandelte. Es gelang ihm n ach zahlreichen Versuchen, die Belichtungszeiten auf vier Minuten im Sommer und 15 Minuten im Winter zu reduzieren. Daguerre und Isidore Niepce, der Sohn des inzwischen verstorbenen Pioniers, schlossen 1839 einen Vertrag mit der französischen Regierung, die dadurch das Recht erhielt, die sogenannte "Daguerreotypie" der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Regierung hielt die Entdeckung für so bedeutend, dass sie sich davon einen Popularitätsschub versprach. Bilder, die mit der "Daguerreotypie" entstanden, waren allerdings Unikate. Dieses Problem beseitigte William Henry Fox Talbot mit der so genannten "Kalotypie", einem Papier-Negativ-Positiv-Verfahren. Qualität und Brillanz waren zwar nicht mit der "Daguerreotypie" zu vergleichen, aber dafür war es möglich, von einem Bild mehrere Abzüge zu machen.

Diese Zeichnung zeigt eine Plattenkamera aus dem Jahr 1866, neben der ein Fotograf steht. Das Erstaunliche ist der Größenvergleich: Die Kamera ist inklusive Stativ fast doppelt so groß wie der Fotograf. (Rechte: WDR)

Wer große Fotos wollte, musste 1866 noch eine große Kamera verwenden

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Die Plattenverfahren

Das Verfahren von Talbot hatte eine niedrige Auflösung und war grobkörnig. Auch die Maserung des Papiers war immer deutlich sichtbar. Frederick Scott Archer überwand dieses Manko 1851 mit seinem "Nassen Kollodiumverfahren". Der Name stammt von der in Äther aufgelösten Baumwolle (Kollodium), die dabei verwendet wurde. Damit trug man das lichtempfindliche Material (Silberhalogenid) auf Glasplatten auf. Die Auflösung war deutlich besser, doch der Aufwand blieb enorm. Kollodium ist eine farblose, klebrige Masse, die an der Luft schnell erhärtet. Belichtung und Entwicklung mussten deshalb erfolgen, bevor das Material getrocknet war. Der nächste Durchbruch gelang 1871 Richard Leach Maddox. Mit einer Bromsilber-Gelatine-Schicht schaffte er es, eine Trockenplatte zu entwickeln, die den Nassplatten an Empfindlichkeit in nichts nachstand.

Das schwarz-weiß Foto zeigt die erste Kodak-Kamera. Rechts daneben liegt die Halterung für den Rollfilm, die in die Kamera eingeschoben wurde. (Rechte: Kodak)

Die Kodak Nr. 1, rechts der Rollfilm inklusive Halterung

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Der Rollfilm

Die Platten, die in den frühen Jahren der Fotografie als Träger für die lichtempfindliche Schicht benutzt wurden, erschwerten die Handhabung wesentlich. Nicht nur das Gewicht war störend: Für jedes Bild musste auch eine neue Platte in den Fotoapparat eingelegt werden. George Eastman entwickelte deshalb zusammen mit einem Partner 1889 den Rollfilm. Jetzt war es möglich, mehrere Bilder hintereinander zu machen. George Eastman war es auch, der auf die Idee kam, den Fotografen den lästigen und aufwendigen Prozess des Entwickelns und Abziehens abzunehmen. Für seine ersten selbstentwickelten Kameramodelle bot er diese Arbeiten als Dienstleistung an. Wer seinen Rollfilm vollgeknipst hatte, konnte den ganzen Apparat an Kodak einschicken und bekam wenig später die Abzüge und eine mit einem frischen Film bestückte Kamera zurück. Das ist einer der wesentlichen Gründe, weshalb die Fotografie ab der Jahrhundertwende immer beliebter werden konnte.

Das Bild zeigt die sogenannte Ur-Leica. Sie war die erste Kleinbildkamera der Welt. Das Modell auf dem Foto zeigt zahlreiche Gebrauchspuren, wie abgeblätterten Lack, Kratzer, Dellen, die belegen, dass dies ein echter Gebrauchsgegenstand war. (Rechte: Leica)

Die Ur-Leica, Prototyp der Kleinbildkamera

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Kleinbildkameras und Farbfilme

Durch die verbesserte Lichtempfindlichkeit der Filme wurde es in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts möglich, Klein- und Kleinstbildkameras herzustellen. Schon 1905 hatte Oskar Barnack die Idee, das Negativ-Format zu verkleinern, um die Fotografien nachträglich zu vergrößern. Als Entwicklungsleiter bei Leica entwarf er zehn Jahre später die erste Kleinbildkamera der Welt. Der Erste Weltkrieg verzögerte allerdings die Weiterentwicklung. Erst in den 20er Jahren stellte Barnack die erste Leica-Kamera fertig, die 1925 offiziell vorgestellt wurde. Das war eine Sucherkamera mit einem Objektiv von 50 Millimetern Brennweite, ein Standard der später hundertfach kopiert wurde. Neben der Sucherkamera konnte sich ab den 50er Jahren die Spiegelreflexkamera etablieren. Das Prinzip: der Lichteintritt wird in den Sucher gespiegelt. Dadurch kann der Fotograf genau sehen, was später das Bild zeigen wird. Der Umlenkspiegel, der das Bild in den Sucher projiziert, klappt beim Auslösen beiseite, so dass der Lichtstrahl den Film belichten kann. 1936 gelang es dann der Firma "Agfa" als erste, einen Farbfilm zu entwickeln. Jetzt konnte jeder nahezu wirklichtstreue Fotos von seiner Umgebung machen.

Frauenfinger halten eine Digitalkamera. Der Bterachter kann auf dem Display verschwommen ein Foto sehen. (Rechte: dpa)

Digitalkameras - die neue Revolution

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Die digitale Revolution

Die Verwendung von immer mehr Elektronik ließ die Fotoapparate im Laufe der Zeit zunehmend komfortabler werden. 1963 stellte die Firma "Canon" die erste Kamera mit automatischer Schärfeeinstellung vor. Rund zehn Jahre später folgt eine vollelektronische Kamera von Rollei, die Blende, Verschlusszeiten und Schärfe selbsttätig einstellen konnte. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde die gesamte fotografische Technik dann noch einmal durch die Digitalisierung revolutioniert. Nun war es möglich, die Fotos nicht mehr auf Filmmaterial, sondern auf digitalen Datenträgern zu speichern. Das ist billig und vereinfacht den Umgang mit dem Bild. Es kann direkt betrachtet und gegebenenfalls sofort gelöscht werden. Bildbearbeitungssoftware erleichtert die nachträgliche Bearbeitung und ermöglicht es so, Fehler im Foto auszubessern. Heute kann jeder mit Hilfe geeigneter Software seine Bilder nachbessern oder manipulieren. Zudem vereinfacht das Internet den weltweiten Austausch von Bildern, die nun als Dateien vorliegen.

Salim Butt, Stand vom 01.06.2009

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