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Die besten Apfelgeschichten

Lange Zeit war der Apfel ein Symbol für Reichtum, Verführung und Macht. Kein Wunder also, dass er in vielen Geschichten eine entscheidende Rolle spielt: als paradiesisches Gewächs, als Preis für die schönste Frau, als Zankapfel, lebensraubender Giftapfel der Märchen oder Unsterblichkeit verleihender Goldapfel aus den griechischen Mythen. Wir haben Geschichten rund um das sagenumwobene Obst zusammengetragen.

Die Buntstiftzeichnung zeigt einen jungen Isaac Newton, der unter einem Baum sitzt und konzentriert auf einen Apfel in seiner Hand blickt. Ein weiterer Apfel fällt gerade vom Baum. (Rechte: AKG)

Newton wird das Gesetz der Schwerkraft klar

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Die Entdeckung der Schwerkraft

Isaac Newton, englischer Physiker, Astronom und Philosoph, wurde auf das allgemeine Gesetz der Schwerkraft gestoßen, als ihm während eines Mittagsschläfchens unter einem Apfelbaum eine der Früchte auf den Kopf fiel - so berichtete es zumindest Henry Pemberton 1728 in seiner Newton-Biografie "A View of Sir Isaac Newton's Philosophy". Ob die Geschichte nun stimmt oder nicht, sie ist ausgesprochen einprägsam und plastisch genug, um die Wirkung der Schwerkraft deutlich zu machen.

Die Zeichnung zeigt eine große Menschenmenge, in deren Mitte sich der Landvogt Geßler auf einem Pferd und Tell in grüner Jägerkluft befinden. (Rechte: dpa)

Wilhelm Tell - Held mit Armbrust

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Der Apfelschuss

Man muss Friedrich Schillers berühmtes Drama Wilhelm Tell nicht gelesen haben, um die Szene zu kennen: Der Jäger Wilhelm Tell schießt seinem Sohn Walter mit einer Armbrust einen Apfel vom Kopf. Aber warum? Schillers Drama beschreibt den Freiheitskampf der Schweizer in den Kantonen Uri, Schwyz und Unterwalden gegen die Tyrannenherrschaft der Landvögte des Kaisers im 14. Jahrhundert.

Der berühmte Apfelschuss kommt zustande, als der tyrannische Landvogt Geßler auf einem Dorfplatz einen Hut auf einer Stange aufpflanzt, den jeder Vorbeigehende grüßen soll. So will er seinen Herrschaftsanspruch deutlich machen. Als Wilhelm Tell und sein Sohn Walter den Gruß verweigern, zwingt Geßler Wilhelm Tell zum Apfelschuss. Der Schuss gelingt, doch Tell wird dennoch gefangen genommen: Freimütig hatte er zugegeben, dass er Geßler mit einem weiteren Pfeil erschossen hätte, wenn sein geliebter Sohn verletzt worden wäre.

Eine breite Straße mit vielen gelben Taxis. Auf jeder Seite ragen Hochhäuser in den Himmel, die große Werbetafeln tragen. (Rechte: WDR)

Der Broadway in Manhattan

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Der "Große Apfel"

Der größte Apfel liegt am Hudson River in den USA: "Big Apple", New York. Eine sonderbare Bezeichnung für eine Stadt, erstmals erwähnt 1909 in Edward S. Martins Buch "The Wayfarer in New York" ("Der Reisende in New York"). New York, der Big Apple, bekäme einen unausgewogen großen Anteil des nationalen Saftes (Reichtum), hieß es dort. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts trat der Begriff seinen Siegeszug an und wurde auf der Rennbahn und durch die Jazz-Szene verbreitet. Heute ist "Big Apple" ein internationaler Kosename geworden, der auch von New Yorkern selbst gerne gebraucht wird.

Die Aufnahme zeigt einen silbrig glänzenden Apple-Computer. Deutlich ist das Apple-Logo, der angebissene Apfel, zu sehen. (Rechte: dpa)

Apfel im Computerzeitalter

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Apple-Computer

Wie der knackige Firmenname des Computerherstellers "Apple" entstand, weiß heute niemand mehr mit Sicherheit zu sagen. Aus Verehrung für die Beatles, die 1968 ihr Plattenlabel Apple Records gegründet hatten? Weil die Firmengründer Steve Jobs und Steve Wozniak sich vorgenommen hatten, im Telefonbuch vor ihrem ehemaligen Arbeitgeber Atari zu stehen? Oder schlicht, weil Steve Jobs’ Lieblingsfrucht zur Zeit der Namensfindung Macintosh-Äpfel waren und niemandem ein besserer Name einfiel? Es gibt viele Theorien. Sicher ist nur, am Ende kam "Apple" dabei heraus.

Das erste Firmenlogo war eher ein Bild. Es zeigte Isaac Newton unter dem Apfelbaum. Weil sich das Logo wegen seiner vielen Details jedoch schlecht auf Broschüren drucken ließ und auf dem Bildschirm kaum zu erkennen war, wurde es bald wieder verworfen. Der Designer Rob Janoff erdachte 1979 das Logo, das heute noch in Gebrauch ist: der angebissene Apfel. Der Biss aus dem Apfel (englisch: bite), war eine Anspielung auf die Maßeinheit der Computertechnik "Byte" und sollte Wissenszuwachs symbolisieren: einen Biss vom Baum der Erkenntnis. Bis 1997 war das Logo regenbogenfarben, heute ist es einfarbig.

Ein Mann mit Bartschatten hat den Kopf weit zurückgelehnt. Wasser rinnt seinen Hals entlang. (Rechte: Mauritius)

Man sieht ihn noch, den Apfel

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Apfel im Hals

Die verbotene Frucht des Paradieses wird in der Bibel nicht namentlich bezeichnet. Erst spätere Deutungen haben aus der Frucht der Erkenntnis einen Apfel gemacht. Adam soll ein Bissen der verbotenen Frucht im Hals stecken geblieben sein: daher der Adamsapfel. Medizinisch betrachtet ist der Adamsapfel ein Schildknorpel, der größte vorspringende Knorpel des Kehlkopfes. Er ist nur bei Männern sichtbar, weil sich bei ihnen in der Pubertät der Kehlkopf vergrößert und eine tiefere Stimme erzeugt.

Das alte Gemälde zeigt zwei ausgetretene alte Schuhe, in denen Nikolausgaben stecken: Äpfel, Nuss- und Mandelkern sowie Lebkuchen. (Rechte: WDR)

Nur die braven Kinder bekommen Äpfel

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Glücks- und Todesäpfel

Der Apfel kommt in vielen deutschen Märchen vor, am prominentesten bei Schneewittchen, dessen böse Stiefmutter die rote Seite eines Apfels vergiftet und das schöne Mädchen damit töten will. Auch die Geschichte des heiligen Nikolaus ist eng mit dem Apfel verknüpft. Er wird oft mit drei goldenen Äpfeln dargestellt, weil er der Legende nach jedes Jahr zur Weihnachtszeit dick vermummt durch Myra zog und vergoldete Äpfel und Nüsse vor die Hütten der Armen legte.

In vielen deutschen Regionen war es früher üblich, an Heiligabend einen Apfel zu essen. Dieser sollte im kommenden Jahr Glück bringen. In Westfalen war es Brauch Äpfel zu verschenken, die sofort verzehrt werden mussten: So ließ sich Reichtum für das nächste Jahr erzielen.

Christine Buth, Stand vom 01.06.2009

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