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Apfelblüten-Tagebuch 2012

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Apfelblüten-Tagebuch 2012

Im Apfelblütentagebuch finden Sie alle Informationen zum aktuellen Stand der Frühlingsentwicklung in Deutschland und auch im europäischen Ausland, soweit mir von dort Berichte und Meldungen vorliegen. Apfelblütenmeldungen können Sie am einfachsten über das Apfelblütenformular an mich schicken. Ausführlichere Berichte gerne per Mail an Uwe.Gradwohl@swr.de.

Uwe Gradwohl leitet die Redaktion Planet Wissen. (Rechte: SWR)

Planet Wissen Redaktionsleiter Uwe Gradwohl

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Apfelblüten-Tagebuch 2012
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Apfelblüten-Tagebuch 2011
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An dem Apfelbaum, den Sie beobachten, zeigen sich die ersten Blüten? Dann füllen Sie einfach unser Formular aus und klicken auf "Absenden". Wir leiten Ihre Beobachtung an die wissenschaftlichen Experten weiter.

Hier geht es zu unserem E-Mail-Formular!

Und hier können Sie sich per Smartphone mit unserer SWR2-App "1000 Antworten" bei uns melden!



Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 21.05.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 21.05.2012

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21. Mai: Das große Verblühen

Unsere Landkarte wird immer dunkler - die Apfelblüte 2012 ist nahezu vorbei. In den Mittelgebirgen fallen die Blütenblätter nun auch in den höheren Lagen und im Nordwesten dehnt sich die Zone, in der die abgeblühten Bäume in der Mehrzahl sind, bis an die Küste aus.

In voller Blüte stehende Apfelbäume findet man jetzt auch in den Marschen und auf den Inseln Schleswig-Holsteins und auf Rügen. Na, und dann steht da noch oben auf dem Schliffkopf im Nordschwarzwald ein Bäumchen, das auf fast 1050 Meter gerade erst Höhe anfangen will zu blühen - und das in den vergangenen Tagen doch noch Frostschäden erleiden musste. Mehr dazu finden Sie unter dem Menüpunkt "Murgtal 2012", wo durch meine Ko-Autorin Ruth Baumann von der Landesanstalt für Umwelt die Höhenwanderung der Apfelblüte im Schwarzwald dokumentiert wird.

Unser kleiner Baum auf 1050 Meter Höhe wäre sicherlich beeindruckt von der Meldung, die mich gerade aus Leutasch in Tirol erreicht: Blühbeginn auf 1136 Meter Höhe! Kein Zweifel: Mancher Apfelbaum ist hart im Nehmen. Danke für die Meldung!

Ein erster kleiner Apfel aus Großkrotzenburg (Rechte: NN.)

Ein erster kleiner Apfel aus Großkrotzenburg

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17. Mai: Abschied vom 50. Breitengrad

Die Apfelblütenzone verlässt Süddeutschland nun komplett. Erst oberhalb des 50. Breitengrads gibt es noch Regionen, in denen aufblühende oder vollblühende Bäume in der Mehrzahl sind. Darunter überwiegt der Anblick abgeblühter Bäume. Das schöne Foto eines ersten kleinen Apfels stammt aus Großkrotzenburg, südlich von Hanau, und dieser Ort liegt ziemlich nahe am 50. Breitengrad.

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 17.05.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 17.05.2012

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Nahe dem 63. Breitengrad dagegen liegt Trondheim, und ich bin gespannt, ob ich auch in diesem Jahr von dort eine Meldung bekomme - oder auch aus Finnland. Von dort erreichten mich vergangenes Jahr zwei Meldungen. Also, falls Sie Freunde in Nordeuropa haben, die sich für meine Apfelblütendatensammlung gewinnen lassen könnten, dann zögern Sie nicht zum Telefon zu greifen oder eine Mail zu schreiben, damit auch nördlich des 60. Breitengrads ein paar Daten zur Apfelblüte gesammelt werden können :)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 15.05.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 15.05.2012

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15. Mai: Grüße an die Inseln!

Heute schicke ich mal herzliche Grüße nach Föhr und Texel! Von diesen beiden Nordseeinseln kamen dieses Jahr wunderbare Apfelblütenmeldungen - herzlichen Dank! Von Wyk auf Föhr traf die Meldung bereits vor ein paar Tagen ein und ist in der Landkarte bereits berücksichtigt. Aus dem Ort De Koog auf der niederländischen Insel Texel öffnen sich jetzt die ersten Apfelblüten. Da die Europameldungen auf unserer Karte nicht sichtbar werden, werde ich in den kommenden Tagen mal eine Europakarte anfertigen. Allerdings werden die Daten nicht ausreichen, um einen Blühverlauf zu dokumentieren - trotzdem wir es ganz interessant sein zu sehen, von wo überall Meldungen an das Apfelblütenprojekt abgeschickt wurden. Von Andalusien und Istanbul bis nach Trondheim wird sich die Karte schon erstrecken müssen - toll! Danke!

Apfelblüte in 980 Meter Höhe in Andeer in der Schweiz (Rechte: N.N.)

Apfelblüte in 980 Meter Höhe in Andeer in der Schweiz

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13. Mai: Ganz weit oben und ganz weit im Norden

Die Apfelblütenzone erreicht jetzt extreme Höhenlagen, in denen Apfelbäume gerade noch so ihr klimatisches Auskommen finden: Im Südschwarzwald stehen zwei Bäume auf 1080 bzw. 1090 Meter Höhe im Weiler Althütte oberhalb des Schluchsees. Sie öffnen jetzt ihre Blüten. Dasselbe gilt für einen Baum auf 1200 Meter Höhe in Seefeld/Tirol. Bereits in Vollblüte, das Foto zeigt es, steht ein Apfelbaum auf 980 Meter Höhe in Andeer, einem Ort im schweizerischen Kanton Graubünden.

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 13.05.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 13.05.2012

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Auf unserer Landkarte breitet sich das Blühende immer weiter aus. Im Süden und Südwesten Deutschlands sind kaum noch blühende Bäume zu finden. Wer noch schöne Apfelblütenfotos schießen möchte, muss im Norden Deutschlands zuhause sein oder dorthin oder gar darüber hinaus reisen. Aus dem Süden Schwedens wurde mir auch bereits von zwei Orten die Vollblüte gemeldet. An dieser Stelle vielen Dank für die Europa-Meldungen, die immer sehr interessant sind und beim heutigen Tagebucheintrag auch eine zentrale Rolle spielen!

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Ein herzliches Dankeschön! (2'03'')
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Ein herzliches Dankeschön!

Uwe Gradwohl bedankt sich bei allen Apfelblütenmeldern, die in diesem Jahr bislang geholfen haben, den Verlauf der Apfelblüte über Deutschland zu dokumentieren. Außerdem gibt es einen ersten Zwischenstand der Apfelblüte 2012.

Mehrere dick geschwollene Apfelblüten an einem Zweig. (Rechte: SWR/Karola Kolbe)

Kurz vor dem Aufbrechen: Apfelblüte auf Rügen (Fernlüttkevitz)

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11. Mai: Komplett!

Fernlüttkevitz auf Rügen war die erste Meldung, die mich aus dem restweißen Streifen im Nordosten erreichte. Ganz nah am Kap Arkona! Super! Und wenig später blinkte mir auch die Postleitzahl 25826 aus einem Meldeformular entgegen. Genau: St. Peter-Ording! Blühbeginn auch im letzten weißen Fleckchen an der Nordseeküste! Und um noch eins draufzusetzen: Heute Vormittag meldete sich dann auch noch Putbus auf Rügen, ebenfalls mit Foto. Vielen, vielen Dank!

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 11.05.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 11.05.2012

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Und der Dank geht auch an alle anderen Melder, denn so weiß ich jetzt, dass auch das Sauerland, die Eifel, das Erzgebirge, der Thüringer Wald, das Fichtelgebirge und der Frankenwald die Vollblüte-Phase erreicht haben. Dasselbe gilt im Norden für einen breiten Streifen von Naturräumen zwischen Flensburg und Berlin.

Europameldungen kamen aus Mauterndorf in Österreich und Courtelary im Berner Jura in der Schweiz. Auch dafür Danke! Die Anzahl der Apfelblütenmeldungen bewegt sich langsam in Richtung der 4000er Marke - das könnte ein neuer Teilnehmerrekord werden. Denn die Hauptblühzeit scheint immer noch nicht zu Ende zu sein. Auch heute tickern noch laufend neue Meldungen in unseren Account. Toll!

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 08.05.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 08.05.2012

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8. Mai: Nie denken, da kommt nix mehr

Ich habe ja hier eine ganz außergewöhnliche Arbeit zu verrichten: Apfelblütenmeldungen zählen und sortieren. Das ist nicht nur außergewöhnlich und interessant, es ist wirklich spannend. Vor allem, wenn die Hauptblütezeit jetzt schon über vier Wochen dauert (unser Rekordjahr in dieser Hinsicht) und immer noch einige Gebiete weiß oder nur in hellem Orange auf der Karte verzeichnet sind. Da kommen in mir dann auch Zweifel auf: Meldet sich noch jemand aus diesen Gebieten? Reichen die Daten, um den Status des Gebiets wenigstens abschätzen zu können?

Und dann diese erlösenden Momente: Der Hunsrück, lange nur dünn mit Meldungen versehen, wird in den vergangenen Tagen regelrecht zugepflastert. Dasselbe gilt für das Sauerland. Im Nordosten lässt sich das Einsetzen der Vollblüte rund um Neubrandenburg prima verfolgen. Fehlen nur noch diese beiden weißen Küstenstreifen an der Nord- und Ostsee. Aber auch hier gilt: Nie denken, da kommt nix mehr. Manchmal kommt die Apfelblüte eben nicht so schnell voran.

Weiße Apfelblüte an einem Zweig. (Rechte: SWR)

Apfelblüte aus Nesselwang im Allgäu (870 Meter )

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Der Schnellüberblick über Bemerkenswertes aus den vergangenen 48 Stunden: Vollblüte auf 1070 Meter (!) in Südtirol (gut, da ist es auch ein wenig wärmer als bei uns), und noch zwei Meldungen aus Österreich und eine aus Belgien. Das Sauerland schafft es immer noch nicht in die Vollblüte. Der Hunsrück gerade so. Erste Meldung einer Vollblüte aus der nördlichsten deutschen Stadt: Flensburg. Blühbeginn im Südschwarzwald auf 850 Meter (Sorte Holzapfel, das ist doch ein Wildapfel oder?), in der Oberpfalz auf 700 Meter und in Nesselwang im Allgäu auf 870 Meter - mit Fotonachweis. Danke!

So, und jetzt mal schauen, welche Meldungen mich in den nächsten 48 Stunden überraschen. Nie denken, da kommt nix mehr...

Ein Baum in Vollblüte in Berchtesgaden (Rechte: Schwab)

Vollblüte in Berchtesgaden

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6. Mai: Vollblüte auf 1024 Meter bei Berchtesgaden!

Uii, das war eine echte Überraschung, und ohne Foto hätte ich mich auch schwer getan, es zu glauben. Es scheint sich aber in der Tat um einen Apfelbaum zu handeln, der in der Nähe von Berchtesgaden auf 1024 Metern über dem Meer seine Blüten geöffnet hat. Damit ist er augenblicklich der Spitzenreiter bei der Suche nach Deutschlands höchstgelegenem, blühenden Apfelbaum. Bei Jonsdorf im Zittauer Gebirge an der tschechischen Grenze liegt das Vollblüte-Niveau mit 549 Meter fast einen halben Kilometer tiefer.

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 06.05.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 06.05.2012

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Auf unserer Landkarte ist jetzt auch der Harz in Orange eingefärbt. Die Vollblüte klettert kräftig weiter in die Mittel- und Hochgebirge. Das warme Wetter der kommenden Tage führt dazu, dass die Vollblüte bald auch an anderen Orten außer Berchtesgaden die 1000-Meter-Marke knackt - am Schliffkopf im Nordschwarzwald beispielsweise (siehe dazu auch den Menüpunkt "Murgtal 2012"), oder oberhalb des Schluchsees im Südschwarzwald, wo vergangenes Jahr zum ersten Mal ein Baum auf circa 1090 Meter Höhe gemeldet wurde. Das Ende der Blüte weitet sich ebenfalls aus und ist jetzt auch im Münchner und Berliner Umland die dominierende Phase.

Europa-Meldungen kommen heute aus Bech in Luxemburg und aus Kampen in den Niederlanden, von wo mir noch nachträglich der Blühbeginn am 29. April gemeldet wurde. Vielen Dank, denn auch diese mit ein paar Tagen Verzögerung übermittelten Daten sind natürlich genauso wertvoll für unsere Statistik wie die schnell und aktuell gemeldeten Bäume!

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 04.05.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 04.05.2012

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4. Mai: 90-Jähriger in voller Blüte

An den Küsten sind nur noch ganz kleine Streifen blütenlos. Und im Binnenland fehlt nur noch der Harz, aber hier liegen bereits mehrere Meldungen vom Blühbeginn in den niedrigeren Lagen vor. Bis in zwei Tagen dürfte es im Harz auch in den mittleren Lagen blühen - und dann verschwindet der weiße Fleck auf der Karte. Augenblicklich haben wir vermutlich die flächenmäßig größte Ausdehnung der Vollblütenzone in diesem Jahr zu verzeichnen. Die Erstblüte-Fläche wird immer kleiner und das Ende der Blüte kommt von Südwesten nur langsam voran. Mich erreichen auch immer noch Meldungen von aufblühenden oder vollblühenden Bäumen aus dem Kölner Umland und vom Niederrhein - solange hier die Meldungen vom Blühende noch in der Minderheit sind, bleiben diese Räume noch auf Vollblüte markiert.

Auf der nächsten Karte werden sich erste "Ende"-Regionen auch im Osten ausdehnen. Leipzig, Berlin und Potsdam sind hier aktuell die ersten Kandidaten.

Geöffnete Blüte an einem Apfelbaum, der in einem Garten steht. (Rechte: SWR/Katrin Krabbes)

Apfelblüte in Treseburg (Harz) auf 300 Höhenmeter

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Bei manchen Meldungen ist auch noch eine Notiz zum Alter des Baumes beigefügt. Aufgefallen ist mir da ein Exemplar in der Eifel. Dort steht in Zerkall ein 90 Jahre alter jetzt gerade vollblühender Baum. Das klingt nach Altersrekord unserer diesjährigen Beobachtungskampagne!

Auf der europäischen Ebene hat heute die Schweiz die Nase vorn: Zwei Meldungen kommen von dort, zum einen aus Reinach im Kanton Basel und aus Arni, wo die Blüte auf 580 Metern Höhe zu Ende ist. Aus Österreich habe ich eine "Beginn"-Meldung aus Oberweiden erhalten. Dankeschön an alle Melder in Deutschland und Europa! Und falls sich jemand von Ihnen in diesen noch weißen Küstenstreifen an der Nord- und Ostsee aufhält, dann bitte machen Sie lange Spaziergänge, nehmen Sie Ihren Foto mit und schicken Sie mir schöne Apfelblütenbilder :) Ich selbst werde in den kommenden Tagen mal mit der Videokamera in die Hochlagen im Südwesten aufbrechen und dort auf Apfelblütengeschichtensuche gehen.

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 02.05.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 02.05.2012

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2. Mai: Wo liegt das Elstergebirge?

Ich gebe es ehrlich zu, ich hab´s nicht gewusst: Zwischen Erzgebirge und Fichtelgebirge liegt noch das Elstergebirge als Teil des Sächsischen Vogtlands. Dort blühen auf 554 Meter Höhe die ersten Apfelbäume. Und dasselbe gilt auch für das Erzgebirge und das Fichtelgebirge und auch den Thüringer Wald, weshalb nun diese Naturräume in Orange auf der Karte zu finden sind. Im Harz beginnt die Apfelblüte nun bei ca. 400 Meter - noch drei, vier Tage, und auch dieser weiße Fleck auf unserer Landkarte wird verschwunden sein.

Junge Schüler haben sich um einen blühenden Apfelbaum für ein Foto aufgestellt. (Rechte: SWR)

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a an der Realschule in Bessenbach

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Nun aber zu den besonderen Meldungen der letzten 24 Stunden: Ein herzlicher Dank und Gruß an die Klasse 6a der Realschule in Bessenbach! Deren Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen ihres Projekts "Rund um den Apfelbaum" auch die Apfelblüte dokumentiert und mir ein wunderbares Gruppenbild mit Baum geschickt! Danke, und vergesst nicht das Blühende dieses wunderschönen Baumes zu melden! :)

Im Norden setzen wir nun langsam Kurs Richtung Skandinavien: Die Apfelblüte ist im dänischen Nordborg angekommen. Die Bäume dort öffneten ihre Knospen zeitgleich mit Bäumen im Südschwarzwald auf 700 Metern und am bayerischen Königssee auf 650 Meter. Viele Meldungen kommen auch aus dem Nordosten - bitte immer daran denken, dass ich sehr an Meldungen zur Vollblüte und zum Ende der Blüte interessiert bin! Also trotzdem weiter melden, denn auch wenn unsere Karte jetzt schon so komplett aussieht, so sind wir doch noch lange nicht am Ende der Apfelblütenkampagne 2012. Der Blühbeginn in der Eifel wurde übrigens durch eine weitere Meldung bestätigt. Und von der belgischen Grenze erreichte mich eine Meldung aus Raeren-Lichtenbusch. Danke auch dafür!

Zwei geöffnete Apfelblüten an einem Zweig. (Rechte: SWR)

Höhenrekord: Apfelblüte auf 845 Metern aus Altenmarkt (Österreich)

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Nun zum aktuellen fotografisch nachgewiesenen europäischen Höhenrekord: Das Bild stammt aus Altenmarkt im österreichischen Pongau und wurde in einer Höhe von 845 Metern aufgenommen. Chapeau! Aber ich vermute mal, dass das Allgäu und der Südschwarzwald nicht dahinter zurückstehen wollen und ich auch von dort demnächst erste Fotos aus dieser Höhenlage bekomme - oder?

Geöffnete Apfelblüte an einem Zweig. (Rechte: SWR/W. Klemer)

Die Apfelblüte hat jetzt die Ostsee (Wismar) erreicht

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1. Mai: Vollblüte breitet sich schnell aus! Blühbeginn jetzt auch in Polen.

Es gab in den vergangenen Stunden ein paar Regionen, aus denen auffällig viele Meldungen über den Blühbeginn bei mir eintrafen. Dazu gehört der Norden zwischen Kiel und Husum. Ein weiteres Erstblüten-Epizentrum lag in der Region Lübeck, Schwerin und Rostock. Eine erste Fotomeldung von der Ostseeküste war auch dabei, und die kam aus Wismar. Danke!! Im Westen hat eine Melderin die Lücke in der Eifel gefüllt - prima, herzlichen Dank! Und im Süden und in der Mitte breitet sich flott die Vollblüte aus.

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 01.05.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 01.05.2012

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Am Alpenrand und im Schwarzwald-Baar-Region liegt die Obergrenze des Blühbeginns jetzt bei über 700 Meter. Da vertraue ich mal auf die reinen Textmeldungen, denn Fotos liegen aus dieser Höhenlage noch nicht vor. Aus dem Allgäu kam eine Meldung gar aus 900 Meter Höhe. Im Thüringer Wald, dem Fichtelgebirge und dem Erzgebirge nähert sich die Blütenzone der 500-Meter-Marke. Sobald die erreicht ist werden auch diese Naturräume auf der Karte in Orange eingefärbt.

Besonders gefreut hat mich die Meldung des Blühbeginn aus Piechowice in Polen! Und Danke auch für mehrere Meldungen aus Österreich! In Dölsach in Osttirol ist die Blüte sogar bereits zu Ende und in Nassereith steht ein Baum nun in voller Blüte - auf gemeldeten 800 Metern. Nachdem sich gerade im Norden viel tut, dürfte auch die erste Meldung aus Dänemark nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Dicke, aber noch geschlossene rötliche Apfelblütenknospen an einem Zweig. (Rechte: SWR/Maren Arndt)

Noch 2 Tage bis zum Blühbeginn in Kiel?

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30. April: Noch zwei Tage bis Kiel?

Zwei Meldungen aus Kiel und Umgebung haben mich erreicht. Eine davon auch mit Foto - und diese Aufnahme lässt vermuten, dass es tatsächlich bis in zwei, drei Tagen auch an der Ostseeküste die ersten Apfelblüten geben könnte. Doch wer schickt mir das erste Foto einer bereits geöffneten Blüte aus dieser Region?

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 30.04.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 30.04.2012

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Im Süden bedeckt die Apfelblütenzone jetzt den Südschwarzwald ebenso wie den deutschen Alpenraum. Und sogar aus dem Bayerischen Wald kamen so viele Meldungen aus Bereichen oberhalb des 500-Meter-Niveaus, dass dieser Naturraum jetzt ebenfalls Orange eingefärbt ist. Am Südrand des Hunsrück wurden Blüten in einer Höhe von 450 Metern gemeldet. Auch hier wechselt die Farbe der Mittelgebirgsregion auf der Landkarte in Orange. Unsere Regel lautet nämlich, dass ein Höhenzug dann eingefärbt wird, wenn die Apfelblütenzone die Hälfte seiner maximalen Höhe erreicht hat. Bei Gebirgen über 1000 Meter Gipfelhöhe gilt das Erreichen der 500-Meter-Marke als Auslöser für das Einfärben. Im Fall des 800 Meter hohen Hunsrück reichen also 400 Meter für die "Blühbeginn"-Markierung des Naturraums. Im Südschwarzwald mit 1500 Meter hohen Gipfeln muss die Blütenzone es dagegen auf 500 Meter schaffen bevor wir den orangefarbenen Pinsel in die Hand nehmen.

An das Erzgebirge ist die Blütenzone mittlerweile von allen Seiten herangerückt, und der knapp 200 Meter hohe Fläming hat jetzt ebenfalls Farbe bekommen. Hier fehlte es bislang an Meldungen, aber mit der Meldungsflut der vergangenen 24 Stunden ist auch ein Bericht aus Riesdorf im Niederen Fläming bei mir eingetroffen. Herzlichen Dank!

Geöffnete Apfelblüten an einem Zweig. (Rechte: SWR/Lothar Blank)

Auch in Klockow haben sich die ersten Apfelblüten geöffnet

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Aus dem Nordosten kamen erstaunlich viele Meldungen (eine auch mit Foto) aus jenem streifenförmigen Naturraum, der sich auf unserer Karte von der Oder bis fast an die Ostsee zieht. Dieser Streifen wird aber nicht lange so isoliert auf der Karte stehen bleiben. Mal schauen, wie schnell die milde Witterung die Blütenlücke hin zur Elbe schließt.

Noch ein Blick auf Europa: Je eine Meldung kam aus Maasbree/Niederlande und Eupen/Belgien. Gleich dreimal wurde mir ein vollblühender Baum aus Österreich gemeldet, und zwar aus Vöcklabruck, Neu Purkersdorf und Höhnhart. Vielen Dank an alle Melder im In- und Ausland!

Geöffnete Apfelblüte an einem Zweig. (Rechte: SWR/Schröder)

Dieses Foto erreichte uns aus Bremerhaven

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29. April: Nordsee erreicht! Alpengipfel in Sicht!

Im Nordwesten hat die Blütenzone jetzt definitiv die Küste erreicht. Das Beweisfoto stammt aus Bremerhaven. Gleichzeitig ist ganz im Süden, bei Burgberg im Allgäu ebenfalls ein Beobachter mit der Kamera losgezogen und hat mir ein Foto aus 740 Meter Höhe geschickt - und auch hier sind die Blüten bereits geöffnet. Die höchstgelegenen Apfelbäume stehen übrigens im Allgäu bei der 1000-Meter-Marke - ganz auf die Alpengipfel werden wir es also nicht schaffen. Im Nordosten hat die Blütenzone jetzt die Elbe überquert und nistet sich gerade im Brandenburgischen ein. Die Apfelblüte, die uns mit Foto aus Klockow gemeldet wurde, trennen gerade noch 50 Kilometer von Stettin in Polen.

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 29.04.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 29.04.2012

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Derzeit erreichen mich über 300 Meldungen pro Tag. Um die alle durchzuarbeiten sind auch Nachtschichten notwendig (mach' ich in dem Fall aber gerne), doch wo mir augenblicklich noch ein wenig der Überblick fehlt, das sind die Höhenzüge Hunsrück, Eifel, Fläming und Harz. Sollten Sie in diesen Gegenden einen blühenden Apfelbaum sichten, dann nichts wie ran an den Computer und eine Meldung an mich geschickt!

Aus Dänemark wurden am Samstag übrigens 7 Grad und fest verschlossene Blütenknospen gemeldet - während der Südwesten Deutschlands bei 30 Grad Freibadgefühle bekam. Ebenfalls am Samstag erreichte mich eine Meldung aus Nospelt/Luxemburg, eine aus Hochburg-Ach an der deutsch-österreichischen Grenze, unweit von Altötting, und eine weitere aus Nassereith - das liegt ebenfalls grenznah in Tirol. Vielen Dank dafür!

Noch eine kleine Bitte: Melden Sie auch abgeblühte Bäume - diese Phase wird sich jetzt von Südwesten kommend immer stärker ausbreiten.

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 28.04.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 28.04.2012

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28. April: Außerirdische und die Apfelblüte

Die Datenaufzeichnungen der letzten sechs Planet-Wissen-Apfelblütenjahre zeigen: Die Tage, an denen es in Deutschland mit höchster Wahrscheinlichkeit Apfelblüten anzuschauen gibt, sind die Tage zwischen dem 26. und 29. April. Außerirdische, die weder Apfelbäume noch deutsche Gastfreundschaft kennen, sollten sich also jetzt schnellstens auf den Weg machen, denn auch dieses Jahr sind die letzten Apriltag jener Zeitabschnitt, in dem die Apfelblütenzone nach und nach ihre größte Ausdehnung erreicht.

Unsere Landkarte zeigt das gut. Während im Südwesten die Vollblüte immer mehr Raum einnimmt, setzt die Blütenzone nun zwischen Magdeburg und Hamburg zum Sprung über die Elbe an. Für den zum Sprung nötigen Schwung sorgen die recht hohen Temperaturen dieses Wochenendes. Am Montag werden nur noch wenige Regionen apfelblütenfrei sein.

Apfelblüten an Zweigen. (Rechte: SWR/Maria Tapper)

In Redefin hat die Apfelblüte den Sprung über die Elbe bereits geschafft

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Nach und nach werden auch mehr Apfelblüten oberhalb der 500-Meter-Marke gesichtet. In einer Meldung aus dem Allgäu sind 740 Meter als Höhe notiert - nun, da bin ich skeptisch, ob sich diese Nachricht tatsächlich auf bereits geöffnete Blüten bezieht. Wahrscheinlicher ist, dass in dieser Höhe die Knospen zwar zu sehen aber noch geschlossen sind. Vielleicht kommen aber auch noch Fotos, die mich eines besseren belehren. Die Meldungsanzahl liegt jetzt deutlich über 200 Meldungen pro Tag. Ich muss immer häufiger über den Tag verteilt Zwischenauswertungen machen, damit ich in der Meldungsflut nicht untergehe und den Überblick behalte. Das soll Sie aber nicht davon abhalten mir weiterhin Ihre Meldungen zu schicken! Und denken Sie daran: Auch die Vollblüte und das Ende der Blüte sind für unser Projekt interessante Stadien, die Sie melden können. Und die besten Fotos bekommen einen Platz in unserer Bildergalerie!

Wunderschöne Nahaufnahme einer geöffneten Apfelblüte. (Rechte: SWR/André Zapieranski)

Die Apfelblüte hat jetzt Uelzen erreicht

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26. April: Wühle mich durch einen Berg von Meldungen!

Über 200 Meldungen treffen jetzt pro Tag bei mir ein. Deren Verarbeitung und Bewertung braucht etwas Zeit, deshalb bin ich auch noch nicht so weit mit der aktuellen Landkarte. Aber bald werde ich mich durch den Berg an Meldungen durchgewühlt haben. Eine Tendenz ist aber schon jetzt klar zu erkennen: Wir nähern uns im Süden der 600-Meter-Marke und im Nordosten dehnt sich die Zone allmählich bis zur Nordsee aus. Bislang hatten wir hier nur einige Einzelmeldungen ohne Fotonachweis, aber das wird sich nun wohl bald ändern. Auch nördlich von Berlin werden erste Apfelblüten gesichtet. Aus dem Ausland kamen vier Meldungen aus Österreich (Feldkirchen, Salzburg, St. Andrä/Kärnten und Wien) und eine aus Roermond in den Niederlanden. Übrigens: Sie können Meldungen auch per Smartphone an mich schicken. Mehr dazu finden Sie unter dem Menüpunkt "Meldeformular". Und einen Hinweis möchte ich noch loswerden auf einen ganz besonderen Film: Für Planet Schule haben wir das Leben im Apfelbaum im Film porträtiert, den Sie unter dem folgenden Link finden: Das versteckte Leben im Apfelbaum

Herzlichen Dank für die vielen Meldungen! Bleiben Sie dran!

Eine leicht geöffnete Apfelblüte umgeben von noch geschlossenen Blütenknospen. (Rechte: SWR/Lutz Richter)

Die momentan nordöstlichste Apfelblüte in Neuhardenburg

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24. April: In 440 Tagen auf den Mount Everest

Für einen Bergsteiger wäre die Bewältigung von 30 Höhenmetern pro Tag nicht der Rede wert - für die Ausbreitung der Apfelblüte dagegen schon. 30 Höhenmeter pro Tag ist, über die Jahre gemittelt, die normale Ausbreitungsgeschwindigkeit der Blütenzone von den Tallagen in Richtung der Gipfelregionen.

An einem Zweig sind mehrere geöffnete Apfelblüten zu erkennen. (Rechte: SWR/Müller)

Blüte auf 450 Meter Höhe am Rand der Schwäbischen Alb

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Doch machen wir schnell mal die Rechnung für dieses Jahr auf: Die ersten Blüten am unteren Ende des Murgtals auf ca. 120 Meter Höhe im Rheintal wurden am 10. April gesichtet - also vor knapp zwei Wochen. (siehe dazu auch Menüpunkt "Murgtal 2012"). Die bislang höchstgelegenen Bäume mit offenen Blüten wurden mir bislang aus Höhen um 450 Meter gemeldet. Im Murgtal liegt die Obergrenze derzeit bei 420 Metern. Macht also in knapp 14 Tagen eine Höhendifferenz von 300 Meter oder gerade mal 20 Meter pro Tag. Oder 440 Tage vom Rheintal auf den Gipfel des Mount Everest. Fehlen nur noch die Apfelbäume dort. (Gibt es eigentlich Apfelbäume im Himalaya?) ´

Diese rekordverdächtig niedrige Klettergeschwindigkeit von 20 Meter pro Tag kann sich aber in den kommenden Tagen deutlich erhöhen. Denn von unseren eigenen Aufzeichnungen im Jahr 2007 wissen wir, dass die Blütenzone bei trockenheißem Wetter bis zu 60 Meter pro Tag (!) in die Höhe wandern kann. Mal schauen, ob wir am kommenden Wochenende wieder diese hohen Werte erreichen.

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 24.04.2012 (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 24.04.2012

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Noch ein paar Worte zur Apfelblütenlandkarte: Hier schließen sich langsam die orangenen Flächen im Süden. Klar, das ist eine Folge der Ausbreitung der Apfelblüte in den Mittelgebirgslagen um die 500-Meter-Marke herum. Ganz weiß dagegen bleiben noch die Flächen nordöstlich einer Linie Hamburg-Berlin. Entlang des Rheins dominiert die Vollblüte.

Derzeit erreichen mich weit über 100 Meldungen pro Tag. Dafür herzlichen Dank, insbesondere auch für die Meldungen aus dem Ausland, die wir demnächst in einer gesonderten Landkarte im Überblick darstellen werden. Und Danke auch für die vielen Fotos. Die helfen mir einzuschätzen, wie es vor Ort tatsächlich um die Bäume bestellt ist. Viele der Bilder finden Sie in unserer "Apfelblüten-Dauerausstellung" unter dem Menüpunkt "Bildergalerie"!

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 22.04.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 22.04.2012

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22. April: Der Frühling erreicht die Mittelgebirge

In den Mittelgebirgen im Südwesten ist die Blütenzone jetzt über die 400 Meter Marke geklettert. Ab dieser Marke werden beispielsweise der Taunus und Pfälzerwald in unserer Karte auf "Beginn der Blüte" eingefärbt. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen aus dem Gebiet zwischen der Donau und den Alpen. Klar, auch diese Region liegt im Bereich der 400-Meter-Höhenmarke und darüber. Ich schätze mal, dass auf der nächsten Landkarte, die Mitte der Woche erscheint, die dort befindlichen Naturräume schon komplett in Orange markiert werden können.

Eine geöffnete Apfelblüte umringt von noch geschlossenen Blütenknospen. (Rechte: SWR/Renate Räuschel)

Auch in Leipzig beginnen die Apfelbäume zu blühen

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Im Nordosten sind einige Quadratkilometer Blütenland entlang einer Linie Dresden-Magdeburg-Hannover-Bremen dazu gekommen. Das dazu passende Foto kommt aus Leipzig. Einzelne Meldungen kommen bereits aus der Küstenregion an der Nordsee. Im Osten hat der Vollfrühling bei Cottbus den Spreewald und Frankfurt an der Oder erreicht.

Aus Österreich liegt mir eine Meldung vor - und zwar aus Kritzendorf bei Klosterneuburg an der Donau. Die kommenden Tage wird das Wetter deutlich besser. Viele Bäume werden vom Beginn der Blüte ins Vollblütestadium wechseln. Nicht vergessen, auch die Meldung der Vollblüte ist für unser Projekt interessant!

Eine geöffnete Apfelblüte ist von einem Kranz noch geschlossener Blüten umgeben. (Rechte: SWR/Reinhold)

Apfelblüte am Rand des Taunus in Hofheim-Wallau

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20. April: Istanbul!

Herzlichen Dank für die Apfelblütenmeldung aus Istanbul! Die hat mich wirklich sehr gefreut! Aber auch in den deutschen Ballungsräumen tut sich was: Berlin, Hannover, München, Nürnberg, Dresden - das sind die Stadtregionen, aus denen in den letzten 48 Stunden diverse Meldungen eingetroffen sind. Sobald sich auch im weiteren Umland dieser Städte etwas tut, werden wir die entsprechenden Naturräume komplett einfärben - zunächst bleibt es aber noch beim kleinen orangenen Fleck.

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 20.04.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 20.04.2012

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Über das Wochenende könnte die Blütenzone langsam die 500-Meter-Höhenmarke erreichen - dann werden auch die ersten Mittelgebirge im Südwesten auf unserer Landkarte farbig aufscheinen, denn unsere Regel ist, dass wir ein Gebirge dann als "in Blüte" markieren, wenn die Blütenzone die Hälfte der maximalen Gebirgshöhe überschritten hat. Das dürfte dann im Nordschwarzwald, Pfälzer Wald und auf der Schwäbischen Alb bald der Fall sein. Und wenn es tatsächlich in ein paar Tagen richtig warm wird, werden sich die orangenen Flächen auf der Landkarte sowieso explosionsartig ausbreiten. Würde mich über eine schönwetterbedingte Flut von Apfelblütenmeldungen bestimmt nicht beschweren :)

Bild einer geöffneten Apfelblüte, zwischen halbgeöffneten Blütenknospen. (Rechte: SWR/Joachim Muffler)

Apfelblüte in Nenzingen - und das auf 460 Meter Höhe!

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18. April: Höhenrekord bei 460 Meter

Der frühe Start der Blüte in Freiburg Anfang April war ja wieder rekordverdächtig, doch nun unterscheidet sich der Blühverlauf deutlich von den Vorjahren. Selten hat sich die Blütenzone so schneckenlangsam ausgebreitet. Wenigstens tut sich etwas bei der Höhenwanderung der Blütenzone. Bei Nenzingen, in der Nähe des Westufers des Bodensees, wurde der Blüten-Fotobeweis auf 460 Meter Höhe über dem Meer (nicht über dem Bodensee, das wäre dann doch zu viel) geschossen. Unser Sonderbeobachtungsprojekt im Murgtal meldet derzeit ebenfalls eine Annäherung an die 400-Meter-Marke. Mehr dazu finden Sie unter dem Navigationspunkt "Murgtal 2012". Weitere schöne Fotos finden Sie übrigens in unserer Bildergalerie.

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 18.04.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 18.04.2012

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Neu eingefärbt auf der Landkarte haben wir die Naturräume "Donau-Iler-Lech-Platten" (in diesem Bereich liegt beispielsweise Augsburg) und "Mitteldeutsches Schwarzerdegebiet". Dazu gehört beispielsweise das Saaletal flussabwärts von Halle. Weitere Einzelmeldungen, bei denen aber nicht klar ist, ob es sich hier noch um geschlossene oder geöffnete Blüten handelt, haben wir als kleine orangene Flecken markiert. Hier warte ich noch weitere Meldungen und Bestätigungen ab, bevor der Naturraum komplett als blühend markiert wird. Im Oberrheintal sind jetzt viele Bäume bereits in Vollblüte - die dunklere Farbe auf der Karte zeigt das an.

International kann ich aus drei Ländern berichten: Österreich ist mit Weinburg /Südsteiermark und Leimersdorf in Niederösterreich dabei. Die Schweiz meldet Blüten in 450 Meter Höhe bei Grenchen und aus den Niederlanden kommt eine erste Meldung aus Grubbenvorst. Herzlichen Dank an alle Melder! Ich werde mal schauen, ob wir nicht auch eine Europakarte erstellen können, auf der man zumindest erkennen kann, aus welchen Regionen uns Meldungen bereits erreicht haben :)

Apfelblüte in Waldshut-Tiengen (Rechte: Bernd Schlenkrich)

Blüte auf 324 Meter Meereshöhe: Waldshut-Tiengen

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16. April: Doch zu kalt für eine schnelle Blütenausbreitung

Richtig kalt da draußen. Selbst der traditionell wärmegünstigte Südwesten meldet häufig nur einstellige Temperaturen. Ein Trost sind die außerordentlich zahlreichen Meldungen aus den bereits in Blüte befindlichen Regionen. Vielen Dank dafür! Und bitte melden Sie auch die Vollblüte Ihrer Bäume, denn auch dieses Stadium wird von uns dokumentiert.

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 11.04.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 16.04.2012

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Eine kleine Veränderung gibt es auf der Landkarte: Aus dem Odenwald und dem Spessart sind jetzt mehrere Meldungen vom Blühbeginn eingetroffen, deshalb ist dieser Naturraum jetzt Orange eingefärbt. Noch mehr Orange wird in den kommenden Tagen dazukommen: Würzburg oder auch Paderborn werden demnächst von der sich ausdehnenden Blütenzone erreicht. Die Insel Reichenau im Bodensee hat bereits erste blühende Apfelbäume gemeldet. Am Rand des Taunus blühen Bäume in Oberursel. Bei Waldshut-Tiengen ist die Apfelblütenzone auf eine respektable Meereshöhe von 324 Metern geklettert. Erste Meldungen erreichten mich auch aus den Räumen Coburg, Günzburg, Augsburg. Zwickau, Hannover, Hildesheim und Emden. Da warte ich mal ab, ob diese Erstmeldungen durch weitere Beobachtungen offener Blüten bestätigt werden.

Kurz vor der Apfelblüte in Diepholz (Rechte: Ulrich Schlaugk)

Liegt gerade noch außerhalb der Apfelblütenzone: Diepholz.

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Von jenseits der deutschen Grenze kommen heute zwei Meldungen aus Österreich, und beide stammen aus dem Donautal: Nummer Eins stammt aus Hausleiten in der Nähe von Tulln. Nummer Zwo kommt aus dem nur wenige Kilometer stromabwärts gelegenen Klosterneuburg.

Zahlreiche rosa Apfelblüten sind noch geschlossen an einem Zweig mit jungen Blättern. (Rechte: SWR/Cilli Rieth)

Apfelblüte in Kinheim-Kindel im Moseltal

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13. April: Start in Richtung Rügen

Die Blütenzone weitet sich vom Niederrhein Richtung Münster und Hamm aus. Das sind die ersten Kilometer auf dem langen Weg, der in den kommenden Apfelblütenwochen über die Norddeutsche Tiefebene bis nach Rügen führt. Den Mittelrhein und seine Seitentäler haben wir jetzt auch als "in Blüte" gemeldet bekommen, wobei sich die Apfelblütenregion im Lahntal noch auf den unteren Teil des Tals beschränkt. Auch aus dem Gutland wurden erste Blüten gemeldet.

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 13.04.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 13.04.2012

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Im Süden dehnt sich die Apfelblütenzone entlang des Neckartals ein wenig weiter aus. Ansonsten habe ich im Süden noch ein paar "hot spots" auf der Karte ausgewiesen - also Stellen, an denen sich wohl etwas tut, die aber nicht aussagekräftig genug sind, um gleich den ganzen Naturraum auf der Karte als blühend einzufärben. Zwei "hot spots" finden sich auch bei Magdeburg bzw. Halle - mal schauen, ob hier in den kommenden Tagen weitere Meldungen den Verdacht auf geöffnete Blütenknospen bestätigen. Die Meldungszahl pro Tag dürfte demnächst die 100er-Marke übersteigen.

Aus den vielen Meldungen stechen drei besonders hervor: Sie stammen aus den Regionen um Garmisch-Partenkirchen, um Selb/Fichtelgebirge und um Memmingen im Allgäu. Die Höhenlagen sind mit über 500 Metern eigentlich zu hoch, als dass dort schon Apfelbäume offene Blüten haben könnten. Ich gehe mal davon aus, dass dort die ersten Blütenblätter zu sehen sind und es noch ein paar Tage dauern wird, bis sich die Blüten tatsächlich öffnen. Natürlich akzeptiere ich jederzeit Fotos als Gegenbeweis :) aber das wäre, wie gesagt, schon eine sehr frühe Blüte in dieser Höhenlage.

Teilweise geöffnete Apfelblüten zwischen zartem frischen Blattgrün. (Rechte: SWR/Gerold Sturm)

Auch aus Raaba bei Graz (Österreich) erreichte uns eine Meldung mit Foto

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Im internationalen Blütenmeldewesen hat Österreich augenblicklich die Nase vorn: Drei Meldungen stammen von dort. Eine aus dem Rheintal, zwei weitere aus der Grazer Gegend, von wo auch das Foto links stammt. Eine Meldung kam aus Bozen im italienischen Südtirol. Danke an alle Melder und bleiben sie dran! Im Oberrheintal wird demnächst die Vollblüte überwiegen, auch deren Meldung ist für mich interessant!

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 11.04.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 11.04.2012

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11. April: Der Datenstrom schwillt an

Zugegeben, ich genieße es schon sehr, von Ihnen, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Aktion, mit all den präzisen Apfelblütendaten versorgt zu werden. Jetzt zum Beispiel beginnt wieder diese tolle Phase, in der ich um 15.35 Uhr darüber nachgrübele, dass es doch nun bald auch am Hochrhein losgehen müsste und um 15.39 Uhr kommt prompt die erste Meldung aus Bad Säckingen (Danke!) Der Datenstrom über blühende Apfelbäume schwillt jetzt enorm an und ich kann den Verlauf der Blütenzone dank der vielen Angaben gut ermitteln. Die Apfelblüte verlässt nach und nach den schmalen Streifen des Rheintals und breitet sich in der Fläche aus. Zum Stand der Dinge:

Vom Oberrheintal weg geht´s Richtung Mühlacker, Heilbronn, Stuttgart bis nach Metzingen am Rand der Schwäbischen Alb, wo die Apfelblüte auf 355 Meter Höhe beginnt (!) Im Maintal hat die Blütenzone Wertheim erreicht.

Apfelbäume an denen sich zahlreiche geöffnete Blüten befinden. (Rechte: SWR/Sunny und Heinz Rosenhauer)

In Freiburg hat bereits die Vollblüte begonnen

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Bonn, Leverkusen, Dormagen, Ratingen, Krefeld - nur ein paar Ortsnamen der jetzt sehr zahlreich aus dem Rheinland eintreffenden Meldungen. Am Mittelrhein müsste es jetzt auch losgehen - ich kann das aber derzeit nur aufgrund einer einzigen Meldung abschätzen und warte auf weitere Bestätigungen.

In Saarbrücken und dem Umland blühen ebenfalls die Apfelbäume. Hier kamen noch weitere Meldungen aus Saarlouis und Saarwellingen. Wir haben die von der Apfelblütenzone erreichten Naturräume auf unserer Karte in Orange kenntlich gemacht, erwarten hier aber noch erste Meldungen in der Fläche nordöstlich von Saarbrücken.

In Freiburg am südlichen Oberrhein stehen einzelne Bäume jetzt in Vollblüte, es überwiegen aber noch die Meldungen vom Blühbeginn. Einen "hot spot" haben wir am Bodensee eingefärbt. Dort öffnen sich die Blüten an den Bäumen im Raum Singen/Konstanz.

An einem Zweig ist eine einzelne Apfelblüte geöffnet. Die anderen Blütenknospen sind kurz davor. (Rechte: SWR/Heinz Schwalb)

Diese Apfelblüte stammt aus Heilbronn

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Ein Blick auf Europa: Eine Meldung erreichte mich aus Fontenay-le-Comte tief im Westen Frankreichs, keine 50 Kilometer von der Atlantikküste entfernt. Dem gegenüber steht eine Meldung aus den Alpen, genauer aus Dölsach in Osttirol, wobei ich mal vermute, dass dort die Bäume noch keine geöffneten Blüten haben aber erste Blütenspitzen zeigen. Weiter im Südosten blühen die Bäume jetzt auch in Ungarn: Beobachtet wurde das in Szeged, wo Theiß und Donau zusammenfließen, und in Kaposvár, 50 Kilometer südlich des Plattensees, wo allerdings heute morgen minus 5 Grad gemessen wurden.

Während ich diese Zeilen geschrieben haben sind zehn neuen Meldungen eingegangen. Vielen Dank! Ich habe also weiter zu tun :)

Weit fortgeschrittenes Knospenstadium in Pirmasens (Rechte: Burkhard)

Überraschung aus Pirmasens

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9. April: Frankfurt! Und etwas Saarland-bedingtes Kopfzerbrechen

Der Fotonachweis für den Blühbeginn im Frankfurt ist eingetroffen! Wir liegen also mit unserer Landkarte vom 7. April durchaus richtig. Und aus Pirmasens kam ein Foto, das einen für diese Höhenlage (immerhin 387 Meter) schon recht weit fortgeschrittenes Knospenstadium zeigt. Diese Pirmasenser Fotomeldung zusammen mit der seltsamen Häufung an bildlosen Meldungen aus der Region Saarbrücken macht mir etwas Kopfzerbrechen: Blühen dort, entgegen aller Erfahrung und Erwartung, dieses Jahr jetzt schon die Apfelbäume?

Apfelblüte in Frankfurt (Rechte: Manuella Thomsen)

Der Beweis: In Frankfurt hat die Blüte begonnen

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Morgen soll warme Luft aus Südwesten die Temperaturen in die Höhe treiben. Vermute mal, dass dann die Apfelblüte vom Rhein weg in die Seitentäler hineinkriecht - und vielleicht auch eine erste Fotomeldung aus dem Saarland den endgültigen Beweis für den Blühbeginn dort liefert.

Noch erwähnenswert ist die Häufung der Meldungen von Köln weg Richtung "Nordeingang" zum Mittelrheintal, beispielsweise aus Siegburg und Troisdorf. Und ganz sicher erwähnenswert ist die Auslandsmeldung des Tages: Blühbeginn auf 300 Meter Höhe in Grottaferrata/Rom. Danke und Grüße nach Italien!

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 07.04.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 07.04.2012

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7. April: Am Niederrhein tut sich was

Jetzt hat uns doch das Aprilwetter erwischt. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn der warme März nahtlos eine Fortsetzung in einem sommerlichen April gefunden hätte. Und der Regen ist ja Landwirten und Gartenbesitzern durchaus willkommen. Auf die Ausbreitung der Apfelblüte wirkt die Abkühlung wie ein kräftiger Tritt auf die Bremse. Auf unserer Landkarte tut sich trotzdem was, weil ich noch die Meldungen der vergangenen beiden Tage aufarbeite. Bei mir ist ein fotografischer Nachweis der Apfelblüte am Niederrhein eingegangen. Aus Wassenberg kommt der, und deshalb färben wir nun diesen Naturraum auf der Karte in Orange ein. Aufgrund der Vielzahl an Meldungen werden auch die Kölner Bucht und der Großraum Frankfurt eingefärbt - ein echtes Beweisfoto fehlt allerdings noch.

Apfelblüte in Wassenberg (Rechte: NN)

Apfelblüte in Wassenberg

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Erstmeldungen, aber leider noch ohne Foto, kommen vom Mittelrhein, aus Saarbrücken/Völklingen, Konstanz und auch aus Halle. Da warte ich mal noch die weitere Entwicklung ab bzw. hoffe auf aussagekräftige Bilder.

Noch ein paar Neuigkeiten aus Europa: Das Wallis meldet eine flächendeckende Apfelblüte und eine erste Meldung aus Österreich kommt aus Stetten bei Wien. Bitte behalten Sie Ihre Bäume weiter im Blick, aber vertreiben Sie dabei nicht den Osterhasen. Meine Kinder würden es Ihnen nicht verzeihen :) Frohe Ostern!

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 04.04.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 04.04.2012

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4. April: Im Rheintal gen Norden

Die Zahl der Meldungen nimmt zu, deshalb hier eine Zusammenfassung der interessantesten Neuigkeiten: Die Apfelblüte zieht augenblicklich im Rheintal von Freiburg aus gen Norden. Aus dem Raum Rastatt/Baden-Baden/Bühl kommen einige Meldungen, darunter auch ein Fotobeweis. Der nördlichste Fotonachweis kommt derzeit aus Ludwigshafen. Am Hochrhein finden sich weit entwickelte Knospen aber noch keine offenen Blüten. Aus dem Raum Köln kommen einzelne Meldungen, aber bislang noch ohne aussagekräftige Fotos. Im Neckartal werden sich die ersten Blüten wohl über die Osterfeiertage öffnen. Im Lahntal finden sich zwar noch keine blühenden Apfelbäume aber dafür wunderschöne Aprikosenbäume in voller Blüte.

Apfelblüte in Ludwigshafen (Rechte: Gregor Quarz)

Apfelblüte in Ludwigshafen

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Einige Fotos aus den oben genannten Regionen finden Sie in unserer Bildergalerie. Erste Fotos von unserem Sonderbeobachtungsprojekt entlang des Murgtals im Nordschwarzwald sind inzwischen auch online, und auf einem davon hat sich für alle, die ungeduldig auf Ostern warten, der Osterhase versteckt :)

Noch ein Blick auf die Situation in Europa: Die Blüten in Südspanien habe ich ja schon in meinem vorangegangenen Tagebucheintrag erwähnt. Ergänzen kann ich noch, dass in Südtirol die Apfelblüte bereits seit mehr als einer Woche in vollem Gang ist. Aus der Schweiz kommt eine Blütenmeldung, an der Mittleren Donau in Ungarn tut sich dagegen noch nichts. In Dänemark beginnt gerade die Blüte der Osterglocken und Tulpen. In Schweden flattert bereits der ein oder andere Zitronenfalter, die Apfelblüte ist dort freilich noch in weiter Ferne.

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 01.04.2012. (Rechte: SWR)

Die "phänologische Naturraumkarte" mit dem Stand vom 01.04.2012

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1. April: Frühling erreicht Südwestdeutschland und Südspanien

Dass der phänologische Vollfrühling in Südbaden und Südspanien gleichzeitig einsetzt erlebt man auch nicht alle Jahre. Dieses Jahr existiert diese seltene Gleichzeitigkeit, darauf lassen die bei uns eingehenden Apfelblütenmeldungen schließen. Aber der Reihe nach:

Was Deutschland betrifft, sind die Bäume in Freiburg und Umgebung dieses Jahr wieder die schnellsten. Gratulation nach Südbaden! Dort haben sich heute die ersten Apfelblüten geöffnet und wir haben das auch gleich auf unserer Apfelblütenlandkarte dokumentiert.

Eine einzelne geöffnete Apfelblüte umringt von noch geschlossenen Blütenknospen. (Rechte: SWR)

Das erste Foto einer Apfelblüte im Jahr 2012 stammt aus Freiburg

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Der fotografische Nachweis stammt aus Freiburg-Herdern. Vielen Dank an unsere Beobachter dort! Als nächstes sollte die Apfelblüte auch bald im Raum Köln einsetzen, um dann nach und nach entlang des gesamten Rheintals. Interessant ist auch, dass der Blühbeginn trotz der superkalten Februarwochen nur einen Tag später einsetzte als im sehr warmen Jahr 2011.

Geöffnete Apfelblüte mit dicken Zweigen im Hintergrund. (Rechte: SWR/Thomas Neukirch)

Auch in Almeria hat sich die Apfelblüte geöffnet

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Fast zeitgleich mit dem Blühbeginn in Südbaden öffneten sich auch die ersten Blüten an einem Apfelbaum in der Nähe von Almeria in Südspanien. Unser Beobachter dort berichtet von einem kalten Spätwinter und einem frischen Frühjahr - vielleicht der Grund dafür, dass sich das schon märzwarme Baden, was den Einzug des Vollfrühlings betrifft, so nahe an Südspanien heranschleichen konnte.

Am Dienstag ab 16 Uhr ist unsere Aktion übrigens Thema in der Nachmittagssendung "Kaffee oder Tee" des SWR Fernsehens. Schauen Sie doch mal rein und suchen Sie bitte weiter nach den ersten Apfelblüten in Ihrer Region!

Eine geöffnete weiße Apfelblüte an einem Zweig. (Rechte: SWR/Leonhard Teveßen)

Die erste geöffnete Apfelblüte 2012

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30. März: "Topf-Apfelblüte" hat begonnen

Die ersten Tage der Apfelblütenkampagne 2012 bringen gleich ordentlichen Ertrag: Zu bestaunen gibt es heute den fotografischen Beweis einer Apfelblüte aus Köln - aber hier blüht ein im Topf wachsender Baum der Sorte Jonathan, und Blüten an Topfgewächsen reichen leider nicht aus um unsere Apfelblütenlandkarte zu aktivieren. Gleichwohl geht der Glückwunsch für Platz 1 in der Kategorie "Topfblüte" dieses Jahr nach Köln-Longerich! :)

Pralle rote Apfelblütenknospen, ragen noch geschlossen zwischen zartgrünen Blättern hervor. (Rechte: SWR/Rosenhauer)

Kurz vor dem Öffnen - Apfelblüten in Freiburg

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In der Kategorie "Erste Freilandblüte" hat Freiburg im Breisgau gestern eindrucksvolles Bildmaterial geschickt. Die Blütenknospen dort sind sehr weit entwickelt, und auch wenn das Wetter nun etwas kühler wird haben wir hier einen ersten Kandidaten für den Blühbeginn in der kommenden Woche.

Zahlreiche pralle Apfelblütenknospen zwischen hellgrünen Blättern an Zweigen, die sonst weitgehend kahl sind. (Rechte: SWR/Thomas Neukirch)

Auch in Südspanien: pralle Blütenknospen

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Interessant ist sicherlich der Vergleich mit einer Foto-Meldung aus Südspanien (Gracias!): An einem Baum in der Nähe von Almeria sind die Blüten in einem vergleichbaren Stadium wie in Freiburg. Der Winter dort war zunächst sehr warm, dann sehr kalt und trocken und augenblicklich herrscht laut unserem Beobachter "frischer Frühling". Vielleicht blühen ja dieses Jahr die Apfelbäume in Süddeutschland früher als jene in Südspanien?

Mit dem ersten, sprießenden Blättern bewachsene Zweige eines Apfelbaumes vor einer Hauswand. (Rechte: SWR/Otto Pleuß)

Grün wie die Blätter und daher schwer zu erkennen: die Blütenknospen

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28. März: Blütenknospen in Ratingen

Eigentlich dachte ich, dass wir aufgrund der superkalten Wochen im Februar dieses Jahr keinen so frühen Frühling wie in den vergangenen Jahren erleben werden - aber das sonnige Wetter gibt den Pflanzenwachstum ordentlich Schub. Sogar in Berlin sind immerhin schon kleine Blattspitzen zu sehen Im Südwesten sind die Blütenknospen der Süßkirschen bereits verdächtig prall. Die Apfelbäume im Badischen haben erste Blättchen und die Knospen sind schon ganz klein zu sehen. Das Foto heute stammt jedoch aus dem Westen der Republik, aus Ratingen, nördlich von Düsseldorf. An einer geschützten Stelle steht hier ein Apfelbaum mit Blütenknospen, die blattfarben und daher nicht so leicht zu erkennen sind. Gut möglich, dass sich dort in diesem Jahr die Apfelblüten zuerst in Deutschland öffnen, denn im Westen endete die Frostperiode ja auch etwas früher als im Süden. Interessieren würde mich freilich, wie es augenblicklich in Frankreich, Italien und Spanien oder auch an der Mittleren Donau im Südosten Europas ausschaut. Falls Sie mir von dort eine Apfelblüteninfo zuschicken wollen - gerne!

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Osterglocken im Januar (1'53'')
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Mitte Januar

In unserem "Schneeglöckchenvideo" hatte ich zum Schluss ja eher scherzhaft geargwohnt, dass in diesem milden Winter vielleicht sogar die Osterglocken an Weihnachten blühen. Was als Scherz gemeint war, wurde von der Wirklichkeit schnell eingeholt: Mitte Januar war ich zu Besuch bei leicht verwirrten Osterglocken, die laut Aussage ihrer Besitzerin schon um die Weihnachtstage zu blühen begonnen hatten, und die dies wohl Jahr für Jahr tun. Aber schauen Sie selbst!

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Blühende Schneeglöckchen im Dezember (2'31'')
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Vorweihnachtlich verwirrte Pflanzen

Ist es der Klimawandel? Oder sind diese Blumen einfach nur vom bislang milden Herbst verwirrt? Oder verläuft im Untergrund eine schlecht isolierte Fernwärmeleitung? Fakt ist jedenfalls, dass in einem Karlsruher Stadtteil seit einigen Tagen Schneeglöckchen blühen - gut 80 Tage vor dem normalen Blühbeginn. Wir haben uns mal mit der Kamera die bemerkenswerten Glöckchen genauer angeschaut und zufällig auch einen der Hausbewohner angetroffen. Aber schauen Sie selbst :)

In gewisser Weise ist diese kleine Reportage auch unser Auftakt für die nächste Apfelblütenbeobachtungskampagne - denn wie in den vergangenen sechs Jahren werden wir auch im Frühjahr 2012 mit Hilfe unserer Zuschauer und Internetnutzer den Verlauf der Apfelblüte in Deutschland dokumentieren, um daraus Rückschlüsse auf die Veränderung des Klimas ziehen zu können. Alle Details zur Aktion werden wir im Lauf des März 2012 veröffentlichen.

Uwe Gradwohl, Stand vom 21.05.2012

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