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Rat & Tat - Internet für Einsteiger

Die Welt des Internets ist voller Fremdwörter und aus dem Englischen entlehnten Wortschöpfungen, die dem Unkundigen wie seltsames Kauderwelsch vorkommen. Doch im Grunde verbirgt sich hinter den Etiketten und Modewörtern nichts weiter als die recht simple Funktionsweise des Mediums Internet.

Mann und Frau sitzen an einem Computer. Im Hintergrund werden die Bilder eines Klassenzimmers mit Tafel, Tischen und Stühlen und eine Internetseite übereinander geblendet. (Rechte: IBM)

Das Internet - nur auf den ersten Blick verwirrend

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Online gehen

Schon das Wort Internet ist ein Anglizismus und bezeichnet nichts anderes als das weltweit umspannende Computernetzwerk, das aus vielen einzelnen Netzwerken besteht. Neben dem frei zugänglichen Internet gibt es auch abgeschirmte Netzwerke. Firmen, Behörden und Institutionen können zum Beispiel solche nur für Insider zugängliche Netzwerke bereitstellen. Ein Netzwerk, das auf eine Organisation und seine Mitarbeiter beschränkt ist, nennt man in Abgrenzung zum Internet auch Intranet. Damit ein Internetbenutzer, ein so genannter User, online gehen kann, also im Internet Informationen abrufen (surfen) kann, benötigt er einen netzwerktauglichen Computer. Über einen so genannten Provider, eine Firma, die ihm gegen Gebühr via Telefonleitung oder Kabelanschluss den Zugang zum Internet ermöglicht, wählt sich der User ein.

Großaufnahme auf eine weiße Box. Neben fünf grün leuchtenden Dioden stehen die Begriffe Power, T-DSL, Online, WLAN und LAN. (Rechte: Mauritius)

Welche Geschwindigkeit ist die beste?

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Bin ich schon drin?

Für die Einwahl benötigt der Internetnutzer ein sogenanntes Modem. Mit diesem Gerät wird der Computer mit dem Internet verbunden. Abhängig von der Leistungsfähigkeit des Anschlusses erfolgt die Verbindung über ein analoges Modem (langsame Surf-Geschwindigkeit), ISDN-Modem (mittlere Geschwindigkeit) oder DSL-Modem (hohe Geschwindigkeit).

Wurden noch bis vor wenigen Jahren die beim Surfen entstehenden Kosten ähnlich wie bei einem Telefongespräch über die Dauer der Einwahlzeit berechnet, verfügen die meisten Internetnutzer inzwischen über eine sogenannte Flatrate. Dabei handelt es sich um eine Standleitung ins Internet, die gegen eine pauschale Monatsgebühr freigeschaltet wird.

Daneben gibt es die Möglichkeit, dass sich Nutzer über ein W-Lan (englische Abkürzung für Wireless Local Area Network) ins Internet einwählen. Mit W-Lan ist der kabellose, über Funk gesteuerte Zugang zum Internet gemeint. Wer einen Laptop besitzt, einen tragbaren Computer, kann sich dann zum Beispiel mittels W-Lan überall im Haus ins Internet einwählen. Auch an Flughäfen, auf Bahnhöfen und Messen, in Universitäten und Cafés werden W-Lan-Zugänge, so genannte Hotspots angeboten, über die sich W-Lan-taugliche Laptops problemlos Zugang zum Internet verschaffen können. Neben W-Lan gibt es inzwischen auch andere Mögklichkeiten, drahtlos im Internet zu surfen, zum Beispiel über UMTS, auf das auch internetfähige Handys zugreifen können.

Internetdienste

Das Internet bietet so genannte Internetdienste an. Damit ist der Abruf von spezifischen Informationen und Daten gemeint. Wer über einen Computer mit Internetzugang verfügt, kann zum Beispiel mit einer vorher eingerichteten, persönlichen Mail-Adresse E-Mails abrufen und versenden, das sind elektronische Briefe oder Botschaften. Besonders interessant und ein weiterer zentraler Dienst des Internets sind die Milliarden verschiedener Webseiten, die unter anderem über das WWW (WorldWideWeb) empfangen und betrachtet werden können. Internetseiten sind Informationen, die dem Nutzer auf Millionen verschiedener Computer, so genannter Server bereitgestellt werden. Das WWW verknüpft diese Internetseiten und macht sie auffindbar.

Symbolische Darstellung von Datenbanken. Der Hintergrund besteht aus einer dunkelgrauen Steinwand. Im Vordergrund drei animierte Würfel mit vielen Zahlen darauf, ein animiertes Blatt Papier mit Zahlenreihen und eine Computermaus. Eine Lupe vergrößert einen Teil des Papiers. (Rechte: Mauritius)

Eine Fülle von Daten muss verarbeitet werden

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Wie ein dickes Buch voller Seiten

Wer sich die Planet-Wissen-Webseite ansehen will, muss in die Adresszeile des Browsers den Namen der Seite: http://www.planet-wissen.de eintippen. Das Kürzel http steht dabei für "HyperTextTransferProtocol" und bildet den Übertragungsstandard des WWW. HTTP arbeitet nach dem Frage-Antwort-Prinzip. Der Computer des Nutzers stellt eine Anfrage nach einer Seite an den Server des Providers. Der Provider schickt die Anfrage weiter über Knotenpunkte im Netz, die den genauen Weg zu dem Standort der Webseite vermitteln. Irgendwann trifft die Anfrage auf den Zielserver, auf dem die angeforderten Daten liegen und die von dort aus zurückgeschickt werden. Der Internetnutzer kann dann die angewählte Internetseite betrachten. Über sogenannte Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Fireball lassen sich gezielt Webseiten mithilfe spezifischer Suchbegriffe ermitteln. Eine Suchmaschine listet nach der Suchanfrage des Users die gefundenen Seiten wie ein Linkverzeichnis auf, von dem aus sich der Nutzer dann weiterklicken kann.

Informationen, Daten und Dateien

Außer dem Surfen, dem Betrachten von Internetseiten, kann ein User im Internet auch einkaufen gehen, entweder in Online-Shops oder auch bei Online-Auktionen. Auch Bankgeschäfte lassen sich im Netz erledigen. Sogar "Unterhaltungen" lassen sich im Internet mit Gleichgesinnten führen, und zwar im so genannten Chat, der Internetplauderei. Informationen lassen sich online aber nicht nur einsehen und austauschen, sondern auch auf den heimischen Computer herunterladen. Das nennt sich dann Download. Herunterladen lassen sich zum Beispiel Programme, Grafiken, Musikdateien, Videos oder auch Zugfahrkarten und Flugtickets. Die heruntergeladenen Dateien können dann auf dem eigenen Computer weiterverarbeitet oder, wie die Fahrkartendateien, auch ausgedruckt werden, um dann in der realen nicht-virtuellen Welt benutzt zu werden.

Gregor Delvaux de Fenffe, Stand vom 28.12.2012

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