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Isaac Asimov

Isaac Asimov ist einer der bekanntesten Science-Fiction-Autoren der Welt. Mit seinen Werken dehnte er den Lebensraum der Menschheit literarisch ins Universum aus und entwarf das Bild einer ganzen Galaxie. Aus 25 Millionen bewohnten Planeten besteht Asimovs Imperium. Besonders intensiv beschäftigte er sich in seinen Romanen und Erzählungen mit der Beziehung zwischen Mensch und Roboter.

Der berühmte Science-Fiction Autor Isaac Asimov hält eine Kristallkugel in den Händen. (Rechte: dpa)

Isaac Asimov

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Erste literarische Gehversuche während des Studiums

Geboren wurde der "Gute Doktor", wie Asimov später von seinen Fans genannt wurde, am 2. Januar 1920 im russischen Petrowitschi in der Nähe von Smolensk. Im Alter von nur drei Jahren wanderte seine Familie in die USA aus. Er wuchs im New Yorker Stadtteil Brooklyn auf. Schon während seines Chemiestudiums an der Columbia University kam der junge Akademiker mit der amerikanischen Science-Fiction-Szene in Berührung, die in den 30er Jahren immer mehr Anhänger fand. 1939 veröffentlichte Asimov seine erste Kurzgeschichte im Science-Fiction-Magazin "Amazing Stories". Es sollte allerdings noch eine Weile dauern, bevor er das Schreiben zu seinem Hauptberuf machte.

Vom Wissenschaftler zum Fulltime-Autor

Nachdem er 1948 seinen Doktor in Biochemie gemacht hatte, erhielt Asimov eine Stelle als Dozent an der Boston University. Doch allzu lange hielt es ihn nicht in den heiligen Hallen der Wissenschaft. Im Jahr 1958 gab er seine Lehrtätigkeit auf und widmete sich ganz der Literatur. Berühmtheit erlangte Asimov unter anderem durch seine Trilogie "Foundation", eine galaktische, wissenschaftsbegeisterte Science-Fiction-Serie, die er bereits im Alter von 22 Jahren begonnen hatte. Die erste Veröffentlichung des Zyklus in Buchform wurde zu einem Bestseller, der regelmäßig neu aufgelegt wurde. Insgesamt publizierte Asimov über 500 Bücher, darunter auch zahlreiche wissenschaftliche Werke zum Thema Physik, Chemie und anderen Naturwissenschaften. Ein wichtiger Grund für seinen Erfolg war auch Asimovs einfache und eindeutige Sprache, mit der er selbst komplizierte Zusammenhänge für jeden verständlich darstellen konnte.

Eine menschliche Hand schüttelt eine größere Roboterhand, an der viele Kabel und Mikrochips befestigt sind. (Rechte: dpa)

Frieden zwischen Mensch und Maschine

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Asimovs Robotergesetze

Neben dem Zyklus "Foundation" waren es besonders Asimovs Robotergeschichten, die ihm zu Weltruhm verhalfen. In diesem Zusammenhang entstanden auch seine Robotergesetze, die bis heute immer wieder in einschlägigen Filmen, Büchern und Fernsehserien zitiert werden. Das erste Mal tauchten diese Gesetze 1942 in der Geschichte "Runaround" auf. Auch der Begriff der "Robotik", der heute die Wissenschaft der Roboterentwicklung bezeichnet, wurde in "Runaround" erstmals erwähnt. Die ursprünglichen Grundregeln der Robotik lauteten:

1. Ein Roboter darf einem menschlichen Wesen keinen Schaden zufügen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
2. Ein Roboter muss den Befehlen gehorchen, die ihm von Menschen erteilt werden, es sei denn, dies würde gegen das erste Gebot verstoßen.
3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange solch ein Schutz nicht gegen das erste oder zweite Gebot verstößt.

Später ließ Asimov den Roboter R. Daneel Olivaw in "Das galaktische Imperium" ein weiteres, das sogenannte nullte Robotergesetz aufstellen: "Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch Untätigkeit zulassen, dass der Menschheit Schaden zugefügt wird." Die anderen drei Regeln wurden diesem nullten Gesetz untergeordnet.

Der Schauspieler Will Smith steht mit gezogener Pistole zwischen humanoiden Robotern. (Rechte: 20th Century Fox)

Mörderische Maschinen? Will Smith in 'I, Robot'

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Große Wirkung auf die Nachwelt

Asimov bemühte sich in seinen späten Schaffensjahren, seine Romane in eine chronologische Reihenfolge zu bringen und bestehende Lücken zu füllen. Er wollte so eine vollständige Science-Fiction-Geschichte der Menschheit von 1982 bis in eine mehrere tausend Jahre entfernte Zukunft schaffen. Am 6. April 1992 starb er in Folge einer HIV-Infektion, die er sich durch eine Bluttransfusion zugezogen hatte.

Doch Asimovs Ideen dauerten fort und inspirierten auch viele Forscher auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz. Seine Robotergesetze dienen vielen Roboterentwicklern als Leitfaden. Dies wird umso wichtiger, je mehr Fähigkeiten und Autonomie moderne Roboter erwerben.

Natürlich inspirierte Asimov auch zahlreiche Serien und Filme. So übernahmen Roboter zum Beispiel in einer Folge der TV-Serie "Raumschiff Orion" (noch zu Lebzeiten Asimovs) die Kontrolle in einem Bergwerk, um die Menschen nach einer Auseinandersetzung davon abzuhalten, sich weiter gegenseitig zu schaden. Auch der von Asimovs gleichnamiger Kurzgeschichtensammlung inspirierte Blockbuster "I, Robot" mit Will Smith in der Hauptrolle stellt Verbindungen zu den Grundregeln der Robotik her. In dem Film untersucht der Polizist Del Spooner (Smith) den angeblichen Selbstmord eines Roboterforschers. Bald hat Spooner einen Roboter namens Sonny im Verdacht, den Wissenschaftler getötet und damit gegen das erste Robotergesetz verstoßen zu haben.

Julia Lohrmann/Johannes Eberhorn, Stand vom 27.10.2009

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