Wissensfrage
Wie lange kommt ein erwachsener Hund ohne Nahrung aus, vorausgesetzt, er bekommt genug zu trinken?
Ein gesunder erwachsener Hund kann problemlos 25 Tage ohne Mahlzeit auskommen. Ohne einen Schluck Wasser wäre er allerdings schon nach sechs bis sieben Tagen dehydriert. Die Physiologie von Hunden, egal ob von Wild- oder Haushunden, ist auf unregelmäßige Ernährung ausgerichtet. In freier Wildbahn steht nun mal nicht jeden Tag der große Fang auf der Speisekarte.
Anders ist das bei den Haushunden. Da sorgen Herrchen und Frauchen regelmäßig für das leibliche Wohl - und tun hierbei oft des Guten zu viel. Denn auch beim Thema Hunde geht der Mensch in der Regel von sich aus, besonders wenn es ums Essen geht. Da greift er gerne mal in die Nasch-Schublade - und das nicht nur für sich. Hier und da ein Leckerchen und die Pfunde wachsen. Viele Hunde sind einfach zu dick. Dabei kann Übergewicht auch für das Tier zu einem echten Problem werden.
Die Tatsache, dass der Hund so lange ohne feste Nahrung auskommen kann, bedeutet natürlich nicht, dass er zum Abnehmen auf eine radikale Nulldiät gesetzt werden sollte und die nächsten drei Tage in einen leeren Futternapf schaut. Der Hund sollte langsam an kleinere Portionen gewöhnt werden. Ratsam ist es auch, das Futter beispielsweise mit Reis zu mischen, so dass der Hund ein Sättigungsgefühl bekommt, aber nicht so viele Nährstoffe aufnimmt. Außerdem hilft auch beim Tier viel Bewegung, damit die Pfunde purzeln. Aber auch das sportliche Programm sollte man - wie beim Menschen - nicht gleich übertreiben, sondern langsam steigern.
Wie lässt sich das Pfötchengeben beim Hund erklären?
Das Pfötchengeben geht auf eine Angewohnheit des Hundes aus der Zeit als Welpe zurück. Genau gesagt ist es eine Bettelgeste, mit der die zunächst noch blinden Welpen gegen die Zitzen der Mutter treten. Diese angeborene, intuitive Bewegung wird gemeinhin auch als Milchtritt bezeichnet. Während der Hund heran wächst, verändert sich die Geste des Pfötchengebens. Der junge Hund versucht nun mit den Pfoten das Futter aus dem Maul der Mutter zu reißen. Die Form des Pfötchengebens hat sich für unser Empfinden sogar noch weiter entwickelt und ist zum Männchenmachen geworden, das letztendlich eine Bitthaltung des Hundes ausdrücken soll.
Sabine Kaufmann, Andrea Wengel, Stand vom 12.05.2010
Sendung: Die Tricks der Tiertrainer - Wie Vierbeiner zu Filmstars werden, 14.05.2010





