Gefährdete Korallenriffe
Südostafrika
Die vor der Südostküste Afrikas gelegenen Riffe sind zwar mit nur 200 Quadratkilometern verhältnismäßig klein, aber dicht mit verschiedenen Korallenarten besiedelt. Die größte Gefahr droht hier durch Abfälle und teilweise giftige Abwässer, die direkt und ungeklärt ins Meer geleitet werden. Diese Stoffe sind zum Teil giftig und trüben das Wasser. Das Sonnenlicht, das für die Korallen lebenswichtig ist, erreicht dadurch nicht mehr die tiefer liegenden Korallenkolonien. Ein weiteres Problem ist der Massentourismus. Neben dem zusätzlichen Abfall, den die Tourismusbranche erzeugt, werden die Riffe durch Tauchgänge von Urlaubern geschädigt. Besonders an Stellen, die nur knapp unter der Wasseroberfläche liegen und Schnorchlern zugänglich sind, ist das Riff bedroht.
Das Sterben der Korallenriffe (3'29'')
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Philippinen
Die Riffe in der Region rund um die Philippinen sind rund 22.000 Quadratkilometer groß. Sie gehören zu den artenreichsten Riffen der Welt. Die Dynamit- und Giftfischerei ist hier die größte Gefahr für die Riffe: Bei den Sprengungen wird das Korallenmassiv verwüstet, das Gift tötet nicht nur die Fische, sondern auch die Polypen der Korallen und andere Riffbewohner.
Nordindischer Ozean
Die rund 10.000 Quadratkilometer Korallenriffe in dieser Region sind durch die Folgen der globalen Klimaerwärmung bedroht. In Teilen der Riffe sind bereits bis zu 90 Prozent der Korallen abgestorben.
Südjapan, Taiwan, Südchina
Die Landgewinnung entlang der Küstenstreifen und eine Überpopulation des Korallen fressenden Seesterns "Crown of Thorns" sind die größten Gefahren für die Korallen in dieser Region. Ähnlich wie im Great Barrier Reef in Australien taucht die Seestern-Epidemie in unregelmäßigen Abständen auf, ohne dass bislang ein Grund dafür gefunden wurde. Auch die auf zusammengerechnet 3000 Quadratmeter lebenden Korallen im japanisch-chinesischen Raum sind durch die globale Erderwärmung bedroht.
Götz Bolten, Stand vom 17.01.2011






