• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Greifvögel

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Natur & Technik
  • Vögel
  • Greifvögel

Greifvögel

In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts waren Greifvögel in Deutschland fast ausgestorben. Mittlerweile sieht man sie wieder in allen Bundesländern, wo sie ihrer Jagdbeute nicht nur in Wäldern und auf Feldern auflauern, sondern auch in den Großstädten. Und sogar der Fischadler, der kleinste aus der Familie der Adler, konnte im Osten der Republik wieder angesiedelt werden.

Seitliche Aufnahme eines auf einem Ast sitzenden Seeadlers mit typisch weißem Kopf. (Rechte: dpa)

Der Seeadler ist ein habichtartiger Greifvogel

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Greifvögel
Mythos Adler
Von Zeus zum Euro
Sehen Greifvögel besser als der Mensch?
Greifvögel in Deutschland
Der Malteser Falke
Gefahr beim Joggen

Greifvögel als Zeichen der Macht

Für den Menschen sind die weltweit vorkommenden Greifvögel seit Urzeiten von Geheimnissen umwittert. In vielen Kulturen dienten Greife als mythologisches Symbol oder als Wappentier. Der Adler wird auf Grund seiner Größe als König der Lüfte angesehen und gilt als Zeichen für Macht, Kraft und Überlegenheit. In Deutschland ist er als Bundesadler ein Symbol für die Stärke und Souveränität des Staates.

Polnisches Wappen mit rotem Hintergrund, auf dem ein weißer Adler und in weißer Schrift das Wort Polska. (Rechte: picture-alliance)

Auch das polnische Wappen ziert ein Adler

Vergrößern

Doch lange Zeit wurden die im Volksmund als Raubvögel bezeichneten Tiere gejagt und getötet, da ihnen viele negative Eigenschaften angedichtet wurden. Bei manchen Menschen lösen sie nämlich Unbehagen aus. Das mag mit ihrer lautlosen Art sich fortzubewegen zusammenhängen, aber auch damit, dass sie lebende Beute erjagen und auch gelegentlich Aas nicht verschmähen. Dabei sind dies durchweg positive Eigenschaften, denn Greifvögel halten den Bestand vieler Schädlinge - wie Wühlmäuse und Insekten - klein. Zudem erbeuten sie oft kranke oder schwächliche Tiere und beseitigen Tierleichen und tragen so zum biologischen Gleichgewicht bei.

Die Gefahr der Ausrottung mancher Greifvögel, die noch vor wenigen Jahrzehnten bestand, ist heute gebannt, denn alle in Deutschland vorkommenden Arten genießen ganzjährig Schonzeit, sie dürfen also nicht mehr gejagt werden.

Nahaufnahem eines jungen Fischadlers mit ausgebreiteten Schwingen und geöffnetem Hakenschnabel. (Rechte: dpa)

Der Hakenschnabel ist typisch für Greifvögel

Vergrößern

Biologische Fakten

Die Ordnung der Greifvögel (auch Falconiformes) zeichnet sich dadurch aus, dass die Tiere sich vorwiegend von fleischlicher Nahrung ernähren und ihre Beute aus dem Flug mit ihren Krallen ergreifen. Da die früher geläufige Bezeichnung Raubvögel auch auf viele andere Vögel zutrifft, wird sie als Ordnungsname nicht mehr verwendet. Überwiegend gehen die Greifvögel tagsüber auf Jagd.

Einige Merkmale sind für alle Arten bezeichnend: ihr sehr gutes Sehvermögen, der nach unten gebogene Hakenschnabel, kräftige Beine und die mit scharfen Krallen ausgestatteten Füße. Häufig sind die Weibchen größer als die Männchen, wahrscheinlich um sich beim aggressiven Balzverhalten der Männchen diesen gegenüber besser wehren zu können. Die Körperlänge von Greifvögeln misst von 14 bis 115 Zentimeter.

Die Vögel nisten gerne auf Bäumen oder Felsen, aber manche errichten ihren Horst, wie man das Nest der Greifvögel nennt, auch im Röhricht oder auf dem Boden. Einige Arten, zum Beispiel viele Falken, übernehmen leer stehende Nester anderer Vögel oder benutzen schon vorhandene feste Unterlagen. Die Gelege bestehen aus mehreren Eiern, einige Arten ziehen jedoch nur ein Junges groß.

Die geschlüpften Jungen sind Nesthocker und werden zunächst von den Eltern versorgt. Sind sie flügge, müssen sie die Jagd erst erlernen. Dabei fangen sie zunächst mit leicht zu fangender Beute an. Der Lebensraum vieler Greifvögel gliedert sich in das Horstfeld und das Beutefeld, denn in der Umgebung des Nestes wird nicht gejagt. Die Größe des Jagdgebietes richtet sich nach der Beuteleistung.

Falkenartige und habichtartige Greifvögel

In Mitteleuropa unterscheidet man die Familie der Habichtartigen - mit etwa 24 sehr verschiedenen Arten, weltweit etwa 235 - und die der Falkenartigen - mit acht Falkenarten, weltweit etwa 52. Zur Familie der Habichtartigen gehören unter anderem Adler, Habicht, Bussard, Milan, Weihe und Geier. Eule und Uhu werden übrigens nicht zu den Greifvögeln gerechnet, sie bilden eine eigene Ordnung.

Ein Fischadler mit ausgebreiteten Schwingen verdeckt die Sonne über ihm. (Rechte: dpa)

Fischadler im Gleitflug auf Beutesuche

Vergrößern

Der Fischadler - ein erfolgreicher Jäger

Beachtenswert ist die Jagdtechnik des Fischadlers im Wasser. Hat er beim Beuteflug in bis zu 50 Metern Höhe einen Fisch gesichtet, setzt er aus dem Flug mit weit vorgestreckten Greiffüßen und angewinkelten Flügeln zum Tauchen an. In zwei Hundertstel-Sekunden schließen sich die mit langen Stacheln versehenen Krallen um die Beute.

Doch jetzt kommt Schwerstarbeit auf den Vogel zu, denn um sich und die Beute aus dem Wasser zu ziehen, muss er enorme Kräfte aufbringen. Mit Hilfe seines Schwanzes stößt er sich nach dem Auftauchen von der Wasseroberfläche ab, deshalb heißt seine Technik auch Stoßtauchen. Ist der Fisch zu schwer, muss er ihn loslassen. Bis zu einem Meter tief können Fischadler tauchen. Ihr Gefieder ist durch Fett vor der Nässe geschützt.

Die bei uns ansässigen Fischadler überwintern im Mittelmeerraum, in Südwestasien und Afrika. Beim Durchzug im Herbst und Frühjahr sind sie deshalb in ganz Deutschland jagend an größeren Seen und Flüssen zu beobachten.

Günter Wagner, Stand vom 31.08.2009
Sendung: Heimische Vögel in Gefahr, 31.08.2009

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Vögel (Rechte: dpa)

Vögel


  • Wellensittiche
  • Eulen und Käuze
  • Papageien
  • Hühner
  • Zugvögel

Wissen interaktiv

Bildcollage zum Multimedia Element Wald (Rechte: WDR/SWR)

Wald

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/natur_technik/voegel/greifvoegel/index.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.