• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Wellensittiche

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Natur & Technik
  • Vögel
  • Wellensittiche

Wellensittiche

Nur rund 200 Jahre hat der Wellensittich gebraucht, um sich über die ganze Welt zu verbreiten und zu einem der beliebtesten Haustiere zu werden. Der Grund dafür ist neben seinem schönen Federkleid seine hohe Intelligenz. Als britische Forscher im Jahr 1800 auf weiten Grasebenen in Australien Schwärme von Wellensittichen entdeckten, dürften sie nicht schlecht gestaunt haben, als die Mini-Papageien schon nach wenigen Wochen ihre Worte imitierten und den Anschein erweckten, als wollten sie mit ihnen sprechen.

Zwei Wellensittiche beim Schmusen (Rechte: dpa)

Schmusende Wellensittiche

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Wellensittiche
Rat & Tat
Sprechen beibringen
Sind Vögel dumm?
Lebenserwartung

Der Wellensittich und sein Name

Vom Zeitpunkt seiner Entdeckung in Australien dauerte es aber noch eine Weile, bis der Wellensittich in Europa als "in" galt. Der englische Forscher John Gould (1804-1881) war so fasziniert von den kleinen Vögeln, dass er die ersten Exemplare 1840 von Australien mit nach Europa brachte. Wegen des Musters auf dem Gefieder nannte er die Art "Melopsittacus undulatus", was übersetzt "gewellter Singpapagei" heißt, woraus der deutsche Name "Wellensittich" abgeleitet wurde. Gould war es auch, der das erste wissenschaftliche Buch über die neu entdeckte Vogelart verfasste.

Dasselbe Foto eines Wellensittichs zweimal: Links mit natürlichen Farben, rechts mit umgekehrten Farben (Rechte: dpa)

Sittich-Federn fluoreszieren

Vergrößern

Der lange Weg nach Europa

Schon bald erfreute sich der Wellensittich in Europa großer Beliebtheit. Die Importeure, Besitzer und Züchter machten dem kleinen Vogel das Leben jedoch zur Hölle. Viele Tiere überlebten nicht einmal die Überfahrt. Es galt als Erfolg, wenn zwei Drittel der Vögel durchkamen. In der neuen Heimat angekommen, gingen viele ein, weil sie falsches Futter bekamen, in zu engen Käfigen oder isoliert gehalten wurden. Millionen von Wellensittichen wurden importiert, bis die australische Regierung um die Jahrhundertwende das bis heute geltende Importverbot verhängte, um die Vogelart vor der Ausrottung zu retten.

Das Bild zeigt den Sieger eines Wellensittich-Schönheitswettbewerbes. (Rechte: dpa)

Stolz auf seine Welle

Vergrößern

Gemeinsam ist Brüten am schönsten

Die heute gängigsten Wellensittiche, die mit hellblauen und gelblichen Federn, wurden schon 1872 beziehungsweise 1878 gezüchtet. Bereits wenige Jahre nach dem australischen Exportverbot galt der Bestand der Vögel als gesichert. Sie haben es den Züchtern auch nicht allzu schwer gemacht: Schon kurz nach der Geburt sind Wellensittiche geschlechtsreif und können sich fortpflanzen. Dies machen sie gerne und oft. Mehrere Male im Jahr können die Weibchen brüten und das zu fast jeder Zeit. Andere Vögel sind dagegen an bestimmte Zyklen oder Schlüsselreize gebunden. Sobald eine geeignete Stelle zum Brüten gefunden ist und ein Wellensittichpaar anfängt, zieht meist der ganze Schwarm nach. Wellensittiche sind sogenannte "Gesellschaftsbrüter".

Die australische Steppe aus der Luft fotografiert (Rechte: dpa)

Die australische Steppe

Vergrößern

Überleben in Australien

Der Grund für diese regelrechte Fortpflanzungswut liegt in der besonderen Anpassung des Wellensittichs an seine Heimat Australien. Bei Trockenperioden können ganze Schwärme von über Tausend Vögeln verenden. Nur eine im Vergleich zu anderen Vögeln hohe Geburtenrate sichert den Fortbestand der Art. Wellensittiche können dazu wochenlang ohne Wasser auskommen. Ihr Trick: Sie ziehen die Feuchtigkeit aus Samenkörnern. Wenn die Vögel auf der Suche nach einem neuen Revier oder Brutplatz sind, fliegen sie meist in riesigen Schwärmen um potentielle Angreifer abzuschrecken. Dabei können sie am Tag bis zu 100 Kilometer zurücklegen.

Papagei oder nicht?

Mittlerweile gilt es als erwiesen, dass die Wellensittiche direkt mit den Papageien verwandt sind. Zwar gehören sie nicht zu der Unterfamilie der sogenannten "echten Papageien", sondern sind eine Unterfamilie der Gattungsgruppe der "Plattschweifsittiche". Doch ganz oben in der Abstammungskette steht der Papagei. Mit ihm haben die Wellensittiche eins gemein, was die Menschen früher wie heute fasziniert: Sie ahmen Geräusche und die menschliche Stimme nach und sind darin wahre Meister.

Älterer Herr, auf dem viele Wellensittiche sitzen (Rechte: dpa)

Nur etwas für wahre Liebhaber

Vergrößern

Wellensittich und Mensch

Der kleine Stimmakrobat ist für den Menschen meist eine Bereicherung - andersherum ist dies eher selten der Fall. Oft sind Wellensittiche einem enormen Stress ausgesetzt: Laute Kinder, die den Sittich gegen seinen Willen anfassen, weil er nicht schnell genug zahm wird. Zu wenig "Freiflug" in der Wohnung oder jahrelange Einzelhaft ohne Partner.

Bevor man sich einen Wellensittich zulegt, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass dies eine langfristige Entscheidung ist. Zwar sinkt die Lebenserwartung - meist wegen der oben genannten Faktoren - in der Gefangenschaft um die Hälfte, aber als Richtwert sollte man mit neun Jahren rechnen. Der Wellensittich ist ein Gruppentier mit einem ausgeprägten Sozialverhalten, das bei falscher Behandlung leidet wie ein Mensch.

Götz Bolten, Stand vom 01.06.2009

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Vögel (Rechte: dpa)

Vögel


  • Tauben
  • Störche
  • Zugvögel
  • Eulen und Käuze
  • Hühner

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/natur_technik/voegel/wellensittiche/index.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.