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Abkühlung der Erde

Durch den gewaltigen Einschlag, der zur "Geburt" des Mondes geführt hat, schmilzt das Erdgestein erneut bis in große Tiefen. Nach und nach kühlt die Oberfläche jedoch ab und es bildet sich eine steinerne Kruste, die aber von Asteroideneinschlägen immer wieder aufgerissen wird. Lava-Eruptionen verursachen zusätzliche Löcher. Mit der Lava entweichen vulkanische Gase: Wasserdampf, Kohlendioxid und Stickstoff – das Gemisch bildet eine Gashülle um den Planeten, die von seiner Schwerkraft gehalten wird - eine erste, dünne Atmosphäre, noch ohne Sauerstoff, entsteht.

Karge urtümliche Landschaft, mit offenen Wasserflächen, Nebelschwaden und grauem Himmel. (Rechte: SWR Freeze)

Entweichende Gase bilden eine erste, dünne Atmosphäre

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Schichtbildung

Vor 4,4 Milliarden Jahren beginnt die differenzierte Bildung der Schichten, aus denen sich die Erde bis heute zusammensetzt: Kern, Mantel und Erdkruste. Der innere Kern besteht aus Eisen und etwas Nickel, ist fest und hat einen Durchmesser von rund 2400 Kilometer. Der äußere Kern ist etwa 4000 Grad Celsius heiß und flüssig. Seine Dicke beträgt 2250 Kilometer und er enthält ebenfalls Eisen und Nickel.

Moderator Dennis Wilms hält eine Grafik, auf der der Schichtaufbau der Erde zu erkennen ist, in der Hand. (Rechte: SWR Freeze)

Die Erde setzt sich aus verschiedenen Schichten zusammen

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Den Kern umgibt der 2860 Kilometer dicke Erdmantel, ein flüssiger "Gesteinsbrei", der durch großen Druck und hohe Temperaturen immer in Bewegung ist. Der Mantel fließt mit einer Geschwindigkeit von einigen Zentimetern pro Jahr. Umhüllt wird das Ganze von der Erdkruste. Sie ist zwischen 10 und 70 Kilometer stark und bis heute ein äußerst fragiles Gebilde: Vergleicht man die Erde mit einer Apfelsine, entspräche deren Haut etwa der Dicke der Erdkruste. Wir sitzen also buchstäblich auf einem "heißen Eisen", denn nur relativ knapp unter der Erdoberfläche brodelt es gewaltig und Vulkanausbrüche belegen das immer wieder.

Der blaue Planet aus dem Weltraum fotografiert. (Rechte: NASA)

Vor 4,2 Milliarden Jahren entstehen allmählich die Ozeane

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Die Kontinente entstehen

4,2 Milliarden Jahre vor unserer Zeit hat sich die Erdoberfläche auf weniger als 100 Grad Celsius abgekühlt. Vulkane stoßen Wasserdampf aus, der kondensiert und sich in Kuhlen und Senken als Wasser sammelt. Auch Kometen mit ihrem Eis liefern Wasser und allmählich entsteht ein Ozean: das Urmeer. Jetzt kommt ein Wasserkreislauf aus Verdunstung und Niederschlägen in Gang. Wind und Temperaturwechsel erodieren festes Gestein, dass sich an anderer Stelle wieder anlagert und neues Gestein bildet. Aus diesem viele Millionen Jahre dauernden Prozess gehen später die Kontinente hervor. Vor etwa 4 Milliarden Jahren zerbricht die Erdschale in einzelne Platten, die sich bewegen, und mit anderen Platten kollidieren oder sich verhaken: die Kontinentaldrift beginnt. Auch heute noch sind die Kontinentalplatten durch die Kräfte im Erdmantel in Bewegung. Dabei bauen sich Spannungen auf, die sich von Zeit zu Zeit in Erdbeben entladen. Durch den Zusammenstoß der Platten türmten sich Gebirge auf und vor 2,5 Milliarden Jahren bildete sich der erste Superkontinent, eine "Rieseninsel" am Äquator. Wissenschaftler vermuten, dass sich solche Superkontinente periodisch, etwa alle 500 bis 700 Millionen Jahre bilden. Vor 150 Millionen Jahren bricht "Pangaea", der letzte Superkontinent, in zwei Teile auseinander: in "Laurasia" und "Gondwana". Aus diesen Platten bilden sich die heutigen Kontinente. Vor hundert Millionen Jahren zerbricht Laurasia in Nordamerika und Eurasien. Gondwana zerfällt in fünf Teile: Südamerika, Afrika, Indien, Australien und Antarktis. Vor 50 Millionen Jahren kollidiert Indien mit Asien. Durch die ungeheuren Kräfte des Zusammenstoßes türmt sich der gewaltige Himalaja auf. Nord- und Südamerika nähern sich an, die Antarktis und Australien sind isoliert.

Harald Brenner, Stand vom 01.06.2009

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Collage aus Bildmotiven zum Thema Mond (Rechte: dpa)

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