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Der Urknall

Der griechische Philosoph Aristoteles war der Ansicht, dass die Welt schon ewig existieren würde und auch nie untergehen könnte. Die Anhänger unterschiedlicher Religionen glaubten dagegen daran, dass eine höhere Macht das Universum zu einem bestimmten Zeitpunkt geschaffen hat. Seit Menschen über ihr Woher und Wohin nachdenken, haben sie zahllose solche Lehren entwickelt. Sie haben eines gemeinsam: Sie lassen sich nicht endgültig beweisen, aber meist auch nicht widerlegen.

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Auch die moderne Wissenschaft kann ihre Antworten liefern. Letzten Endes weiß bis heute niemand, warum das Universum zu existieren begann, was vor diesem Beginn war, ob es ein Ende geben und was nach diesem Ende sein wird. Bei diesen Fragen wird auch Wissenschaft zu bloßer Spekulation und endet in Glaubenslehren.

Mit dem Urknall begann die Entwicklung des Universums. Zwar kann niemand sagen, was den Urknall auslöste, doch vom Moment des ersten kosmologischen Entwicklungsschrittes an wirken die Naturgesetze und bestimmen den weiteren Verlauf der Geschichte. Die meisten Forscher nehmen an, dass der Urknall vor rund 15 Milliarden Jahren stattfand. Das Universum war unendlich heiß und unendlich dicht – ein Zustand, der sich menschlicher Vorstellung entzieht. Dann liefen in unglaublich kleinen Zeiteinheiten gigantische Prozesse ab: Das Universum dehnte sich in kürzester Zeit extrem schnell aus, es kühlte ab und es bildeten sich die verschiedenen Kräfte (wie die Gravitation) und die unterschiedlichen Elementarteilchen. Aus Quarks, winzigen Elementarpartikeln, bildeten sich größere Einheiten: Protonen und Neutronen, die Bausteine künftiger Atomkerne.

Eine Explosion im Weltall aus der Brocken fliegen als Sinnbild für den 'Urknall' mit dem unser Universum begann. (Rechte: mauritius images)

Mit dem Urknall begann die Entwicklung des Universums

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Wenige Minuten nach dem Urknall war der Kosmos noch eine Milliarde Grad heiß und setzte sich schon aus Teilchen wie Protonen oder Neutronen zusammen. In der folgenden halben Stunde entstanden dann einfache Atomkerne – Wasserstoff und Helium. Dann vergingen 300 000 Jahre bis das Universum auf rund 3000 Grad abgekühlt war. Von da an konnten sich weitere Atome bilden, die Grundbausteine von Himmelskörpern und Galaxien.

Vielleicht wird die Theorie des Urknalls im Laufe der Zeit, wenn es weitere Erkenntnisfortschritte gibt, noch modifiziert. Bisher stellt sie das Standardmodell der Forscher dar. Was aber hinter all den Entwicklungsszenarien und Modellen steht, bleibt wohl ein Geheimnis, dem man sich nur philosophisch nähern kann.

Siegfried Klaschka, Stand vom 22.02.2011
Sendung: Blick ins All - Die Rätsel des Universums, 09.05.2011

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