Bilder vom Mars

Bilder vom Mars

Leben wir bald auf dem Mars?

Krater mit gefrorenem Wasser.

Im Februar 2005 nahm die hochauflösende Stereokamera HRSC auf der Sonde Mars Express der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) dieses sensationelle Foto auf. In einem Einschlagkrater eines Meteors ist deutlich gefrorenes Wasser zu erkennen. Auch an der Stelle des Kraterrandes, der der Sonne weniger zugewendet ist, befindet sich Eis. Wasser gilt als ein wichtiger Hinweis für mögliches Leben auf dem Mars.

Im Februar 2005 nahm die hochauflösende Stereokamera HRSC auf der Sonde Mars Express der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) dieses sensationelle Foto auf. In einem Einschlagkrater eines Meteors ist deutlich gefrorenes Wasser zu erkennen. Auch an der Stelle des Kraterrandes, der der Sonne weniger zugewendet ist, befindet sich Eis. Wasser gilt als ein wichtiger Hinweis für mögliches Leben auf dem Mars.

Wie auf der Erde gibt es auch auf dem Mars Eis an den Polkappen. Auf dem roten Planeten ist das Eis aus Wasser jedoch meistens mit einer Schicht gefrorenen Kohlendioxids (Trockeneis) überzogen. Im Wechsel der Jahreszeiten, die es auch auf dem Mars gibt, schmilzt das Trockeneis und das Eis aus Wasser wird für kurze Zeit sichtbar.

Aus dieser Perspektive der ESA-Sonde Mars Express wirkt das Flusssystem Kasei Valles überschaubar. Es stellt jedoch in seiner Größe alles in den Schatten, was wir auf der Erde kennen. Die Schluchten sind bis zu 2900 Kilometer tief und das ausgetrocknete Flussbett ist bis zu 500 Kilometer breit. Im Vergleich die Rekordhalter der Erde: Der Grand Canyon ist 1800 Meter tief und die Flussmündung des Rio de la Plata bis zu 220 Kilometer breit.

Das Wasser des Flusssystems Kasei Valles hat auf der Oberfläche des Mars Spuren hinterlassen. Die ovale Struktur in der unteren Bildmitte stammt wahrscheinlich von einem flachwinkligen Meteoreinschlag.

Auch der Wind formt die Marslandschaft. In einem Krater hat er eine sichelförmige Düne zusammengetragen. Der dunkle Dünensand umfasst eine Fläche von 7 mal 12 Kilometern.

Auch die Oberfläche des Höhenzugs Eumenides Dorsum ist vom Wind ausgeformt. Feine Sandpartikel wurden, ähnlich einem Sandstrahlgebläse, über die Marsoberfläche geblasen. So entstand diese bizarre Landschaft.

Phobos ist einer der beiden Monde, die unseren Nachbarplaneten umkreisen. Obwohl er der Größere ist, misst er doch nur einen Bruchteil unseres Erdmondes. Wissenschaftler vermuten, dass Phobos ursprünglich als Asteroid im Weltall unterwegs war. Als er in die Nähe des Mars kam, fing ihn dessen Anziehungskraft ein. Seitdem umkreist er den roten Planeten auf dessen Umlaufbahn.

Der Durchmesser des Nicholson-Kraters misst etwa 100 Kilometer. Seine Erhebung in der Mitte ist drei Kilometer hoch und von der Fläche mehr als doppelt so groß wie Berlin.

Noch ist unklar, ob die Erhebung im Nicholson-Krater aus Lava aus dem Mars-Inneren besteht. Denn auch Winde könnten das Material von außen hinein geblasen haben. Die deutlich sichtbaren Rinnen wurden durch Wasser und Wind ausgeformt.

Diese Oberflächenstrukturen auf der Elysium-Ebene gleichen denen von Packeis auf der Erde. Wissenschaftler gehen deshalb davon aus, dass es sich um einen gefrorenen See von der Größe der Nordsee handelt. Überlagert ist das Eis heute von einer staubigen Schicht, hauptsächlich aus Vulkanasche. Diese könnte verhindert haben, dass das Wasser, wie anderswo auf dem Mars, verdunstete und ins Weltall entwich.

Stand: 27.08.2018, 09:14 Uhr

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