Giftig oder ungiftig?

Giftig oder ungiftig?

Von Cora Richter

Giftig oder ungiftig? Manche Pilze sehen sich sehr ähnlich!

Schaf-Champignons auf einer Wiese.

Schafchampignon (Agaricus arvensis)
Dieser Schafchampignon ist essbar. Es gibt bei uns circa. 60 Champignon-Arten. Sie leben in unseren Wäldern von totem organischen Material, werden daher als Saprobioten bezeichnet. Sie wachsen unabhängig von Bäumen.

Schafchampignon (Agaricus arvensis)
Dieser Schafchampignon ist essbar. Es gibt bei uns circa. 60 Champignon-Arten. Sie leben in unseren Wäldern von totem organischen Material, werden daher als Saprobioten bezeichnet. Sie wachsen unabhängig von Bäumen.

Kegelhütiger Knollenblätterpilz (Aminita virosa)
Der kegelhütige Knollenblätterpilz gehört wie alle Knollenblätterpilze zu den sogenannten Mykorrhizapilzen, das heißt: Sie leben in Symbiose mit Bäumen und sind daher in deren unmittelbarer Umgebung zu finden. Der Genuss von Knollenblätterpilzen kann tödlich enden. Schon nach wenigen Tagen kommt es zum Organversagen. Knollenblätterpilze haben am unteren Stil einen Wulst und immer reinweisse Lamellen unter dem Hut. Essbare Champignons haben unter dem Hut dagegen schon jung cremefarbene, dann rosafarbene und schließlich schokoladenbraune Lamellen (siehe auch Schafchampignon).

Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius)
Der echte Pfifferling ist essbar und gehört zu unseren beliebtesten Speisepilzen. Er ist gut erkennbar anhand der intensiv orange-gelblichen Färbung, der knackigen Konsistenz (im frischen Zustand) sowie der unter dem Hut befindlichen Leisten. Diese kann man beim echten Pfifferling nicht ablösen.

Falscher Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca)
Der falsche Pfifferling ist giftig. In Form, Größe und Färbung variabel anzufinden. Er besitzt unter dem Hut gegabelte Lamellen, die man leicht ablösen kann. Der falsche Pfifferling ist in vielen Varianten zu finden. Größe, Form und Farbe können unterschiedlich ausgeprägt sein. Er besitzt unter dem Hut auf jeden Fall gegabelte Lamellen, die sich leicht ablösen. Der echte Pfiffeling dagegen (Bild davor) besitzt unter dem Hut Leistenlamellen, die sich nicht ablösen lassen.  

Gift-Häubling, (Galerina marginata)
Der Gift-Häubling wird oft auch Nadelholz-Häubling genannt, obwohl er auch Laubholz besiedelt. Er wird oft mit dem gemeinen Stockschwämmchen verwechselt. Der Gift-Häubling enthält Amatoxine, ähnlich wie der grüne Knollenblätterpilz. 100 bis 150 Gramm Frischpilze können tödlich wirken. Das Gift schädigt die Leber. Die Stiloberfläche beim Gifth-Häubling ist silbrig überfasert.

Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) - essbar
Das Gemeine Stockschwämmchen ist schmackhaft und essbar. Es wächst auf Laub– und Nadelbäumen. Besiedelt morsches Holz. Stockschwämmchen kommen überall in Deutschland vor. Eindeutiges Merkmal: die Stieloberfläche – beim Stockschwämmchen ist sie raufaserig bis feinschuppig aufgerissen. Der wichtigste Unterschied zwischen beiden Pilzen ist die Stiloberfläche. Beim Gift-Häubling ist sie silbrig überfasert, beim Stockschwämmchen dagegen raufaserig bis feinschuppig aufgerissen. Achtung: Die giftige Art kann durchaus zwischen der essbaren Art stehen! 

Pantherpilz ( Amanita pantherina)
Der Pantherpilz gehört zu den Wustlingsverwandten. Typisch hier der mit weißen Flocken besetzte, mausgraue Hut mit auffallend hellen Hüllresten. Außerdem kann man eine berandete Knolle (man sagt "Bergsteigersöckchen" oder "blumentopfartig") erkennen. Die Pantherpilze gehören zu den Mykorrhizapilzen, leben im Umfeld von Laub- und Nadelbäumen. Der Giftpilz ruft Rauschzustände hervor, aber Krampfanfälle bis hin zu Atemlähmungen und kann daher tödlich sein.

Perlpilz ( Amanita rubescens)
Der essbare Perlpilz, auch Fleischchampignon genannt, lebt oft in Symbiose mit Fichten oder Rotbuchen, kommt in Laub- und Nadelwäldern vor. Er kann – je nach Witterung – auch in unterschiedlichen Farbvarianten / Erscheinungsformen vorliegen. Verletzte Pilzbereiche färben sich rosarot bis rötlich.

Links:  der giftige Pantherpilz ( Amanita pantherina)
Rechts: der essbare Perlpilz (Amanita rubescens)
Wichtigste Unterschiede: Der Perlpilz hat einen orange- bis rotbräunlichen Hut, der ganze Pilz färbt sich vor allem im Alter und an Fraßstellen rötlich und hat zudem eine einfache, unberandete Knolle und eine oberseits gestreifte Manschette. Der Pantherpilz dagegen hat einen mausgrauen, allenfalls graubraunen Hut mit auffallend hellen Hüllresten (von der Gesamthülle), eine berandete Knolle (man sagt "Bergsteigersöckchen" oder "blumentopfartig") und eine oberseits NICHT gestreifte, recht kurze Manschette. 

Kastanienbrauner Schirmling (Lepiota castanea)
Der kastanienbraune Schirmling ist giftig und unbekömmlich, gehört zur Familie der Champignonverwandten. Er wächst auf Erde, Baum- und Pflanzenresten, ernährt sich von abgestorbenem organischen Material.

Parasol (Macrolepiota procera)
Der Parasol oder Gemeine Riesenschirmling gehört zur Familie der Champignonverwandten. Der Pilz ist essbar, der Hut gilt als schmackhaft. Der Parasol wurde 2017 zum Speisepilz des Jahres gekürt. Typisch seine charakteristische Form – ein großer schirmartiger Hut auf einem langen, dünnen Stil. Der Name Parasol "Sonnenschirm" leitet sich vom italienischen "para il sol" ab. 

Links:  der giftige kastanienbraune Schirmling (Lepiota castanea)
Rechts: der essbare Parasol (Macrolepiota procera)
Wichtiger Unterschied: Der essbare Parasol besitzt einen verschiebbaren, relativ dicken, wattig- weichen Stielring sowie eine genatterte Stieloberfläche, das heißt eine alternierende Hell-Dunkel-Musterung. Wenn der Pilz aber klein und der Stielring nicht verschiebbar ist, die Stieloberfläche auch nicht genattert ist, ist höchste Vorsicht geboten: Es könnte sich dann um einen Doppelgänger entweder aus der gleichen Gattung oder aus der Gattung der Schirmlinge (Lepiota) handeln, die unbekömmlich oder im schlimmsten Fall tödlich giftig sein können.

Stand: 28.03.2019, 09:00 Uhr

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