Heilpilze

Heilpilze

Von Cora Richter

Pilze mit heilender Wirkung? Klinische Studien fehlen…

Birkenporling an einem Baum.

Birkenporling (Piptoporus betulinus)
Der Birkenporling lebt parasitär auf Birken. Junge Pilze sind im Prinzip essbar, aber bitter. In der Steinzeit gehörte der Birkenporling in jede gute Hausapotheke. Er wurde auch bei Ötzi gefunden. Birkenporlingen enthalten sogenannte Triterpene, daher wird ihnen eine entzündungshemmende, antibiotische Wirkung nachgesagt.

Birkenporling (Piptoporus betulinus)
Der Birkenporling lebt parasitär auf Birken. Junge Pilze sind im Prinzip essbar, aber bitter. In der Steinzeit gehörte der Birkenporling in jede gute Hausapotheke. Er wurde auch bei Ötzi gefunden. Birkenporlingen enthalten sogenannte Triterpene, daher wird ihnen eine entzündungshemmende, antibiotische Wirkung nachgesagt.

Glänzender Lackporling (Ganoderma lucidum)
Der Glänzende Lackporling ernährt sich über abgestorbenes, organisches Material, ist oft an Eichen oder anderen Laubgehölzen zu finden. Auch der Glänzende Lackporling enthält Triterpene, wirkt entzündungshemmend, wird in Asien in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bei Immunschwäche, Schlafstörungen oder auch therapiebegleitend bei Krebserkrankungen genutzt. Nachweise beziehungsweise Studien zur Wirkung gibt es nicht.

Schmetterlingstramete (Trametes versicolor)
Die Schmetterlingstramete ist ebenfalls eine holzbewohnende Pilzart. Ein sogenannter saprobiontischer Parasit, der sich von morschem Holz ernährt. Die Schmetterlingstramete kommt auch bei uns häufig vor. Man sagt ihren Inhaltstoffen Wirkungen bei Immunschwäche und Leberfunktionsstörungen nach. Auch hier gibt es keine Wirkungsnachweise über klinische Studien.

Igel-Stachelbart (Hericium erinaceus)
Der Igel-Stachelbart ist selten, lebt als Wundparasit auf älteren Laubbäumen, meist Eichen oder Buchen. Er wird manchmal auch Pom-Pom blanc genannt und ist essbar. Der Geschmack erinnert an Kalbs- oder Geflügelfleisch. In der TCM wird er bei Magen- und Atembeschwerden, Nervenleiden und geschwächtem Immunsystem eingesetzt. Klinische Studien gibt es nicht.

Shiitake (Lentinula edodes)
Als Heilpilze am bekanntesten sind bei uns die Shiitake-Pilze. Sie können auch kultiviert werden. Shiitake enthalten als Wirkstoff "Lentinan", das in Japan schon seit den 1980er Jahren zur begleitenden Therapie von Magenkrebs zugelassen ist. "Lenthionin" wirkt antibiotisch. Shiitake-Pilze werden in der TCM bei Immunschwäche, Ängsten, Unruhe oder Schlafstörungen eingesetzt.

Austern-Seitling (Pleurotus ostreatus)
Bekannt und gern gegessen werden bei uns Austern-Saitlinge. Sie leben hauptsächlich an Laubgehölzen, können aber auch kultiviert werden. Sie gehören weltweit zu den drei wichtigsten Kulturpilzen. Sie enthalten viele B-Vitamine, Folsäure, Vitamin C und auch Vitamin D. Austern-Seitlinge haben kaum Kalorien und werden gerne bei Problemen mit Übergewicht empfohlen.

Stand: 28.03.2019, 11:00 Uhr

Darstellung: