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Frau steht vor dem Spiegel und cremt sich ein

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Ob Stress, trockene Heizungsluft, die Klimaanlage oder Sonne – unsere Haut ist vielen Einflüssen ausgesetzt und die machen ihr manchmal ganz schön zu schaffen. Also sollten wir sie etwas unterstützen. Eine gute Creme pflegt und schützt die Haut. Aber nur so lange wir sie regelmäßig verwenden. Denn der positive Effekt hält nur etwa drei Tage an. Kosmetik kann immer nur eine Unterstützung sein.

Die Pflege für den richtigen Hauttyp

Wasserphase, Fettphase, Emulgator – das sind die Grundbestandteile einer jeden Creme. Man unterscheidet dabei Creme und Salbe. Das Geheimnis liegt im Mischungsverhältnis. Die Creme ist eine Öl-in-Wasser-Emulsion, also mehr Wasser als Öl. Auf dieser Basis bekommt man eine leichte Feuchtigkeitscreme. Dagegen besteht die Salbe aus Wasser in Öl und ist somit reichhaltiger.

Bei einer eher fettigen Haut ist die Feuchtigkeitscreme besser geeignet, bei der trockenen Haut dagegen die Creme mit dem höheren Fettgehalt. Die Fettschicht verhindert, dass die Feuchtigkeit nicht gleich wieder verdunstet.

Dazu muss man sich nur einmal vorstellen, wie runzelig und ausgelaugt unsere Haut aussieht, wenn wir lange gebadet haben. Obwohl sie Wasser satt bekommen hat, ist sie hinterher trockener als vorher.

Was braucht die Haut?

Eine ganz einfache Creme lässt sich leicht selbst herstellen. Sie pflegt die Haut, indem sie für eine Regulierung des Feuchtigkeitsgehaltes sorgt. Solange unsere Haut keine Probleme und größere Ansprüche hat, reicht das vollkommen aus. Genau genommen ist das eine sehr junge, jugendliche Haut. Vorausgesetzt allerdings, sie hat keine Akne.

Was die Haut braucht, ist altersabhängig. In der Pubertät nimmt der Fettgehalt der Haut dramatisch zu, was auch die Entstehung von Akne begünstigt. Danach wird die Haut kontinuierlich trockener. Altershaut ist bei jedem trocken und dürstet nach Feuchtigkeit. Also ist hier eher die reichhaltige Creme gefragt.

Die brauchen wir auch im Winter. Draußen ist es dann feucht-kalt und in den Räumen ist die Heizungsluft sehr trocken. Dieser Wechsel strapaziert unsere sensible Hülle. Die Haut trocknet stärker aus.

Dazu kommt, dass bei einer sehr wasserhaltigen Creme die Gefahr besteht, dass die Feuchtigkeit auf der Haut im Winter draußen regelrecht gefrieren kann. Zu dieser Jahreszeit ist also mehr Fettanteil in der Creme wichtig.

Jede Haut ist anders und braucht entsprechend auch eine andere Pflege. Der Hauttyp und die entsprechende Pflege lassen sich leicht bestimmen. Hier können der Hautarzt oder die Kosmetikerin helfen.

Schwieriger wird es bei der Frage, welches Produkt letztlich das richtige ist. Genau genommen ist diese Frage auch gar nicht zu beantworten. Trotz der Eingrenzung des Hauttyps muss sich der Verbraucher weitestgehend allein im Dschungel des Überangebotes von kosmetischen Produkten zurechtfinden.

Das ist ungefähr so, als wenn Sie die Empfehlung beherzigen möchten, jeden Tag mindestens zwei Liter zu trinken: Letztlich ist es aber eine ganz persönliche Entscheidung, ob das lieber Wasser, Tee, Apfelsaft oder etwas anderes ist. Je nach Geschmack eben. Empfehlenswert ist es, erst einmal ein Muster zu kaufen und das Gefühl der Creme auf der Haut zu testen.

Sollte unsere Haut eine Pflege nicht vertragen, ist das kein Grund zur Panik. Es gibt genug Ausweichmöglichkeiten. Wer verschiedene Cremes nicht verträgt, sollte untersuchen, ob ein bestimmter Grundbestandteil die Ursache sein kann. Der Hautarzt kann dann gefragt sein, wenn es Probleme mit der Pflege gibt und auch die Kosmetikerin nicht helfen kann.

Symbolbild: Frau trinkt aus einer Wasserflasche in der Sonne

Jeden Tag zwei Liter trinken ist wichtig

Mehr Hilfe für reifere Haut

Das Motto "viel hilft viel" ist für die Haut nicht unbedingt angebracht. Oft ist zu viel des Guten wirklich zu viel. Man kann die Haut auch überpflegen. Sie ist dann meist überfettet, da sie zu viel, zu häufig und zu reichhaltig gepflegt wurde. Ein Zeichen dafür ist ein glänzender Teint. Dann sollte man lieber etwas sparsamer mit der Creme umgehen.

Auch ist die Pflege eine Frage des Alters. Mit Mitte Zwanzig macht es wenig Sinn, seine Haut mit teuren Anti-Aging Produkten zu bombardieren. Im Alter zwischen 20 und 30 Jahren macht ein guter Lichtschutz Sinn. Zwischen 30 und 40 Jahren können Radikalfänger wie Vitamin C dazukommen.

Für die Altersklasse zwischen 40 und 50, bei der sich Knitterfältchen bemerkbar machen, bietet die Kosmetikindustrie Präparate mit Vitamin A-Säure. Für die Haut ab 50 plus gibt es Pflegeprodukte, die mit Phytoöstrogenen angereichert sind. Die Industrie ist erfinderisch.

Auszeit für Haut und Seele

Eine fachmännische Behandlung bei der Kosmetikerin ist nicht nur erfrischend für die Haut, sie ist auch gleichzeitig eine Streicheleinheit für die Seele. Wenn es der Geldbeutel erlaubt, kann man sich durchaus alle drei bis vier Wochen verwöhnen lassen. So lange braucht die Haut etwa, bis sie sich erneuert.

Im Rahmen einer Kur, wenn man die Haut mit einem bestimmten Stoff richtig sättigen will, können es auch ein bis zwei Behandlungen wöchentlich sein. Im übrigen gibt es noch die apparative Kosmetik.

Mit Hilfe von Ultraschall zum Beispiel können Stoffe tief in die Haut eingeschleust werden. Aber auch normale Peelings sind eine gute Stimulation für die Haut. Sie sollen abgestorbene Hautpartikel abrubbeln. Die Haut nimmt danach Pflegecremes besser auf. Das ist auch sehr gut bei Akne.

Aber es kommt auf das richtige Maß und die Art des Peelings an. Hier bestimmt die Körnchengröße den "Schmirgeleffekt". Das individuelle Maß ist wichtig, je nach Empfindlichkeit der Haut. Also dosiert anwenden und keinesfalls täglich peelen. Die Reparaturmechanismen der Haut sollen gefördert und gefordert werden, aber nicht überfordert. Einmal in der Woche peelen ist genug.

Eine Frau mit Gesichtsmaske.

Streicheleinheit für die Seele

Autorin: Andrea Wengel

Weiterführende Infos

Stand: 16.01.2018, 09:13

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