Hamburg

Hamburg

Der größte Hafen Deutschlands

Ein Verladeterminal mit Hunderten von Containern in der Dämmerung.

Der Hamburger Hafen ist nach Rotterdam der zweitgrößte Containerhafen Europas. Für die Millionen Tonnen an Waren, die jedes Jahr hier umgeschlagen werden, wurden ab den 1970er Jahren riesige neue Verladeterminals gebaut. Die ursprünglichen Flächen in Innenstadtnähe reichten nicht mehr aus und waren für die Containerlogistik nicht geeignet. Damit begann ein riesiger Umstrukturierungsprozess im gesamten Hafengebiet.

Der Hamburger Hafen ist nach Rotterdam der zweitgrößte Containerhafen Europas. Für die Millionen Tonnen an Waren, die jedes Jahr hier umgeschlagen werden, wurden ab den 1970er Jahren riesige neue Verladeterminals gebaut. Die ursprünglichen Flächen in Innenstadtnähe reichten nicht mehr aus und waren für die Containerlogistik nicht geeignet. Damit begann ein riesiger Umstrukturierungsprozess im gesamten Hafengebiet.

Weithin sichtbar ist die 1974 eingeweihte Köhlbrandbrücke schnell zu einem der prägnantesten Wahrzeichen für den Hamburger Hafen geworden. Die Brücke ist hauptsächlich für den Logistikverkehr bestimmt, doch durch den stetig steigenden Gütertransport ist sie an den Wochentagen zumeist hoffnungslos überlastet.

Die alte Fischauktionshalle in Hamburg-Altona war bei ihrer Eröffnung 1894 ein Schmuckstück im Hafen. Durch Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und die mangelhafte Instandsetzung in der Nachkriegszeit drohte sie in den 70er Jahren zu verfallen. Umfangreiche Restaurierungsarbeiten in den 1980er Jahren lassen sie heute wieder in altem Glanz erstrahlen. Fische werden in dem Gebäude allerdings nicht mehr gehandelt, es dient größtenteils als Veranstaltungsort von Werbe- und PR-Events.

Die Sankt-Pauli-Landungsbrücken gelten als das Herz des Hafens. Die grauen Tuffstein-Gebäude entstanden 1909, als noch die großen Kreuzfahrtschiffe der Hamburger Reedereien hier anlegten. Auch heute geht es an den schwimmenden Pontons noch lebhaft zu. Elbfähren, große Hafenrundfahrtschiffe und kleine Barkassen warten auf ihre Gäste.

Der 1911 eröffnete Alte Elbtunnel galt als herausragendes technisches Meisterwerk seiner Zeit. Der 426,5 Meter lange Tunnel zwischen den Sankt-Pauli-Landungsbrücken und dem südlich gelegenen Steinwerder wurde einst gebaut, um den zunehmenden Fährverkehr auf der Elbe in den Griff zu bekommen. Heute steht der Alte Elbtunnel unter Denkmalschutz und wird immer noch als öffentlicher Verkehrsweg genutzt, wenn auch für Autos kostenpflichtig.

Direkt an den Landungsbrücken beginnt der wahrscheinlich bekannteste Stadtteil Hamburgs an: Sankt Pauli. Neben den Tanzsälen, Schankwirtschaften und Theatern etablierten sich hier seit dem 19. Jahrhundert vor allem die berüchtigten Bordelle. Der Unterwelt-Mythos von Sankt Pauli wird nach wie vor kräftig geschürt, und sei es nur, um zahlreiche Schaulustige aus aller Welt anzulocken.

In den 1980er Jahren waren die besetzten Häuser der Hafenstraße fast ebenso berüchtigt wie Sankt Pauli. Zwölf leerstehende Häuser, die der Stadt gehörten, wurden kurzerhand von jungen Leuten besetzt, um sich selbst dort dauerhaft einzurichten. Nach jahrelangen, teilweise gewalttätigen Kämpfen gab die Stadt 1995 klein bei und legalisierte schließlich die Wohnungen.

Ende des 20. Jahrhunderts haben die alten Hafenanlagen südlich der Speicherstadt ausgedient. Sie werden als Warenumschlagsplatz nicht mehr benötigt, da für den wachsenden Containerverkehr neue weitläufige Terminals gebaut wurden. Seit 2003 entsteht nun auf der riesigen Fläche von 155 Hektar eine neue, hoch moderne Stadt: die HafenCity. Bis 2025 sollen hier Wohnungen für 12.000 Menschen, Büros mit 40.000 Arbeitsplätzen sowie Freizeit-, Gastronomie- und Kultureinrichtungen entstehen. Eine Spielwiese für renommierte Architekten aus aller Welt.

Neben all den Neubauten in der Hafencity kann der Besucher in der in direkter Nachbarschaft liegenden Speicherstadt noch nachvollziehen, wie der Hamburger Hafen einst ausgesehen hat. Die unter Denkmalschutz stehenden Lagerhäuser wurden nach dem Zweiten Weltkrieg originalgetreu wieder aufgebaut. Als Gewürz-, Kaffee- oder Teelagerstätten der großen Handelskontore haben die Häuser ausgedient. Dafür beherbergen sie heute zahlreiche Museen und andere kulturelle Einrichtungen.

An vielen Stellen im Hamburger Hafen haben Vereine und Stiftungen historische Schiffe instandgesetzt, um sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zu den bekanntesten zählen der Stückgutfrachter "Cap San Diego", der als Museumsschiff genutzt wird, oder das historische Feuerschiff im City Sporthafen, das als Hotel, Restaurant und Veranstaltungsort dient.

Stand: 22.09.2017, 11:00 Uhr

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