Beatles

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Von Kerstin Hilt

Aus Jungs werden Stars

Portrait von John Lennon als Kind in Liverpool

John Lennon wird 1940 geboren, während des Zweiten Weltkriegs. Seinen zweiten Vornamen "Winston" hat er dem damaligen Premierminister Winston Churchill zu verdanken. Die Eltern trennen sich 1946, und so wächst der Sohn eines Matrosen bei seiner Tante in einem Liverpooler Vorort auf. Zur Mutter hat er bis ins Teenageralter wenig Kontakt, dann teilen sie ihre Leidenschaft für Musik, bis sie 1958 stirbt. Seinen Vater sieht Lennon erst als erwachsener Mann wieder.

John Lennon wird 1940 geboren, während des Zweiten Weltkriegs. Seinen zweiten Vornamen "Winston" hat er dem damaligen Premierminister Winston Churchill zu verdanken. Die Eltern trennen sich 1946, und so wächst der Sohn eines Matrosen bei seiner Tante in einem Liverpooler Vorort auf. Zur Mutter hat er bis ins Teenageralter wenig Kontakt, dann teilen sie ihre Leidenschaft für Musik, bis sie 1958 stirbt. Seinen Vater sieht Lennon erst als erwachsener Mann wieder.

Paul McCartney hat schon zu Schulzeiten den Schalk im Nacken und vertieft sich lieber in ein Comic-Heftchen, als brav für den Schulfotografen zu posieren. Der 1942 geborene McCartney wächst in einer typisch englischen Mittelschichtfamilie auf und besucht dieselbe Schule wie George Harrison, wo er übrigens auch Deutsch lernt.

Ringo Starr (unten links), Drummer der Beatles, der im wahren Leben Richard Starkey heißt, wird 1940 geboren und wächst im Liverpooler Hafenviertel auf. Ringos Eltern lassen sich scheiden, als er gerade drei Jahre alt ist. Während seiner Schulzeit ist Ringo oft krank. Er verlässt die Schule schließlich ohne Abschluss.

George Harrison ist der jüngste Beatle. Er wird 1943 als Kind eines Busfahrers geboren und wächst in einem harmonischen Elternhaus auf. Harrison und McCartney lernen sich im Schulbus kennen, entdecken ihre gemeinsame Leidenschaft für Musik und freunden sich an. McCartney holt Harrison in die Band, als dieser nicht mal volljährig ist.

Yoko Ono heißt die Frau an Lennons Seite, die jedermann im Gedächtnis ist. Doch vor ihr gab es schon eine andere. Seine erste Frau Cynthia lernt Lennon an der Liverpooler Kunstakademie kennen und heiratet sie 1962. 1963 kommt Sohn Julian auf die Welt. Die Ehe wird geheim gehalten, da Beatles-Manager Epstein einen Popularitätsverlust bei den weiblichen Fans befürchtet. 1964 kommt die Presse dahinter, doch die Fans bleiben ihrem John weiterhin treu.

McCartneys Ehefrau Linda holt den Ex-Beatle nach der Trennung der Band aus seiner Depression heraus. Sie hat die Idee einer gemeinsamen Band. So musiziert das Ehepaar von 1971 bis 1981 in der Gruppe "Wings", die 1973 mit der Single "Live And Let Die" ihren Durchbruch feiert. Das James-Bond-Titellied wird für den Oscar nominiert. McCartneys Frau Linda stirbt 1998 an Brustkrebs.

In Indien entdeckt George Harrison seine Leidenschaft für die Sitar, ein indisches Saiteninstrument. Gemeinsam mit seinem Sitar-Lehrer, dem indischen Komponisten und Musiker Ravi Shankar, organisiert er 1971 das "Concert for Bangladesh" im New Yorker Madison Square Garden, um Geld für die Flüchtlinge des Bangladesch-Krieges zu sammeln.

"Free As A Bird" ist eine unvollendete Komposition von John Lennon, die er in den 1970ern auf einer Kassette einspielte. Mitte der 1990er vollenden die drei noch lebenden Beatles den Song und arrangieren ihn mit Lennons Kassetten-Aufnahme im Studio. Sie berichten, dass sie sich bei der Studioarbeit vorstellten, Lennon sei in den Urlaub gefahren und hätte ihnen die Vollendung von "Free As A Bird" übertragen.

Olivia ist George Harrisons zweite Ehefrau. Sie engagiert sich seit den 1990er Jahren gemeinsam mit den anderen Beatles-Frauen in der Stiftung "Romanian Angel Appeal" für in Armut lebende rumänische Kinder. Außerdem verwaltet sie nach Georges Tod 2001 seinen musikalischen Nachlass.

Mitte der 1970er Jahre gerät Ringo in seine schwerste Krise: Er wird alkoholabhängig, seine erste Ehefrau Maureen verlässt ihn, und der Erfolg seiner Solokarriere lässt nach. An diesem Tiefpunkt lernt er die Schauspielerin Barbara Bach kennen und heiratet sie 1981. Die innige Beziehung zu seiner zweiten Ehefrau hat mit dazu beigetragen, dass Ringo bis heute musikalisch aktiv ist und dafür in Hollywood mit einem Stern ausgezeichnet wurde.

Auf seiner Tournee 2009/2010 spielte Paul McCartney wieder Beatles-Songs. Er, der 1970 das Ende der Band erklärte und dies jahrelang bereute, betont heute, die Auflösung sei richtig gewesen. Denn nur so konnte der Mythos der Beatles nie angekratzt werden.

Stand: 05.02.2020, 15:40 Uhr

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