Ludwig XIV.

Von Lothar Nickels (SWR)

Der Sonnenkönig und sein Hofstaat

Marquise de Montespan war fast zwei Jahrzehnte eine der Hauptmätressen des Königs.

Diane Francoise Marquise de Montespan. Eine begehrte Schönheit ihrer Zeit. Ludwig XIV. war so von der Kammerfrau der Königin angetan, dass er eigenhändig ihre Scheidung auf den Weg brachte. Sie war fast zwei Jahrzehnte eine der Hauptmätressen des Königs.

Diane Francoise Marquise de Montespan. Eine begehrte Schönheit ihrer Zeit. Ludwig XIV. war so von der Kammerfrau der Königin angetan, dass er eigenhändig ihre Scheidung auf den Weg brachte. Sie war fast zwei Jahrzehnte eine der Hauptmätressen des Königs.

Gesehen und gesehen werden. Die höfische Gesellschaft bei einem Ball des Königs. Hier gab die Etikette den Ton an. Sie regelte den sozialen Umgang im Barock.

Kardinal Jules Mazarin leitete bis zu seinem Tod die Regierungsgeschäfte am königlichen Hofe. Von ihm erlernte Ludwig XIV. das Regierungshandwerk. Als der junge König mit 22 Jahren sein Amt antrat, verkündete er selbstbewusst: "Ab jetzt entscheide ich."

Ludwig XIV. schätzte die Gesellschaft kreativer Menschen. Künstler – gleich welchen Gebietes – waren ihm stets willkommen. Er förderte sie wie kaum ein anderer Staatsmann. Hier empfängt der König den Komödiendichter Jean Baptiste Molière.

Bei der Wahl seiner Gattin Maria Theresia stand für den König nicht die Liebe im Vordergrund. Ludwig wählte die Tochter des spanischen Königs Philipp IV., weil diese Verbindung große Vorteile für sein Land brachte. Sein Liebesglück fand er bei zahlreichen Mätressen. Königin Maria Theresia musste sich mit den Liebschaften ihres Mannes abfinden.

Der junge Ludwig in seiner Krönungsrobe. Sein Vater starb früh und so wurde Ludwig mit fünf Jahren König von Frankreich. Die Aufgaben eines Königs nahm er aber erst mit 22 wahr. Bis dahin hatte er Minister, die sich um die Geschicke seines Landes kümmerten. Allen voran Kardinal Mazarin.

Der Sonnenkönig, wie man ihn sich vorstellt: Ludwig XIV. in eleganter Pose und prächtigem königlichen Gewand. Typisch auch seine Haarpracht – eine Allongeperücke, bei der die Locken etwa schulterlang vom Mittelscheitel herabfallen.

Frontalansicht auf den monumentalen Prachtbau des Königs. Schloss Versailles war offizieller Königssitz und Beleg für die Verschwendungssucht Ludwigs. In seiner längsten Ausdehnung hatte es mehr als einen halben Kilometer und eine Grundfläche von 60.000 . Nie zuvor war etwas so Gewaltiges von Menschenhand erschaffen worden.

Sie schaffte den Sprung von der Mätresse zur Königsfrau: Marquise de Maintenon kam ursprünglich als Kindermädchen an den Hof. Nach dem Tod der Königin wurde sie die Frau, von der es heißt, Ludwig habe sie nie betrogen.

Das Grand Trianon – ein Lustschloss, gelegen im Versailler Schlossgarten. Hierher zog sich Ludwig zurück, wenn er privat sein wollte. Dieser königliche Ort der Zerstreuung wird auch "Palast der Blumen" genannt. Die erfahrensten Gärtner und Landschaftsbauer der Barockzeit pfanzten und pflegten kunstvoll und genau nach Plan Meere von Blumen.

"The Minuet under the Oak Tree" (zu Deutsch: "Das Menuett unter der Eiche") ist der Titel dieses Gemäldes von Francois Watteau. Der Gesellschaftstanz gehörte fest zum höfischen Ritual in der Zeit des Barock. Ganz besonders das Menuett. Neben dem selbstverständlichen Beherrschen der Schritte war es wichtig, stets zu lächeln und Haltung zu bewahren.

Stand: 31.03.2020, 17:00 Uhr

Darstellung: