Beuteltiere

Beuteltiere

Vielfalt der Arten

Ein Baumkängurujunges klettert vor seiner Mutter auf einem Ast

Dass manche Kängurus auch auf Bäumen leben, versetzt Beobachter immer wieder in Erstaunen. Sieben verschiedene Arten von Baumkängurus leben in den Wäldern von Neuguinea und Australien. Gegenüber ihren am Boden lebenden Verwandten haben sie kürzere Hinterbeine und lange, gebogene Krallen. Zusammen mit ihrem Schwanz als Balancierstab sind sie perfekt für das Klettern und Springen in luftigen Höhen ausgerüstet.

Dass manche Kängurus auch auf Bäumen leben, versetzt Beobachter immer wieder in Erstaunen. Sieben verschiedene Arten von Baumkängurus leben in den Wäldern von Neuguinea und Australien. Gegenüber ihren am Boden lebenden Verwandten haben sie kürzere Hinterbeine und lange, gebogene Krallen. Zusammen mit ihrem Schwanz als Balancierstab sind sie perfekt für das Klettern und Springen in luftigen Höhen ausgerüstet.

An den Anblick eines australischen Beutelmulls muss man sich erst gewöhnen. Sein Körper ist walzenförmig. Seine Augen haben sich zurückgebildet und sind von Muskulatur und Haut überzogen. Am vorderen Ende seines Kopfes befindet sich ein verhörntes Nasenschild. Ein optimaler Schutz beim Graben, denn der Beutelmull ist das australische Gegenstück unseres europäischen Maulwurfs.

Bis zu 20 Stunden schlafen Koalas am Tag. Ihnen geht schnell die Puste aus, da sie sich ausschließlich von den nährstoffarmen Blättern bestimmter Eukalyptusbäume ernähren. Da die Tiere kein zusätzliches Wasser benötigen, nannten die Aborigines sie "Koala", übersetzt "Trinkt nicht".

Nach nur 13 Tagen Tragezeit kommen die unterentwickelten Jungen des Nordopossums, des einzigen Beuteltiers Nordamerikas, zur Welt. Selbstständig finden sie ihren Weg in den Beutel der Mutter. Saugt eines der nur zehn Millimeter großen und 0,13 Gramm schweren Jungen an einer der Zitzen, schwillt diese im Mund an und kann nicht mehr losgelassen werden.

Im Alter von 60 Tagen verlassen die Jungen des Nordopossums zum ersten Mal den Beutel ihrer Mutter. Nach Belieben können sie nun weiterhin an der Zitze trinken oder sich von ihr lösen. Die Mutter trägt sie ab dann ständig auf dem Rücken umher.

Je nach Absprunghöhe kann ein Kurzkopfgleitbeutler bis zu 60 Meter weit durch die Luft gleiten. Eine dünne, behaarte Flugmembran spannt sich von den Handgelenken bis zu den Knöcheln. Kurzkopfbeutler, auch Sugar Glider genannt, werden in Europa immer häufiger als exotische Haustiere gehalten.

Es gibt auch Winzlinge in der Verwandtschaft der Kängurus. Das Bürstenkänguru wird höchstens so groß wie ein wildes Kaninchen. Das zu den Rattenkängurus zählende Tier war früher in Australien weit verbreitet. Heute ist es in vielen Gebieten ausgerottet.

Der Kaninchennasenbeutler, von den Australiern Bilby genannt, ist so groß wie eine europäische Hausratte. Da er wie ein Hase in unterirdischen Bauten lebt, kamen Umweltschützer auf die Idee, einen Osterbilby anstelle eines Osterhasen gesellschaftlich zu verankern. Inzwischen stehen beide Schokoladenvarianten Seite an Seite in den Supermarktregalen. Dass Osterbilbys immer begehrter werden, liegt auch an der Unbeliebtheit der europäischen Wildkaninchen. Mitte des 18. Jahrhunderts zur Jagd eingeschleppt, sind sie in Australien zur Plage geworden.

Der Tüpfelbeutelmarder ist etwas kleiner als der europäische Steinmarder. Bei der Nahrungsbeschaffung ist der Räuber nicht sehr wählerisch, dafür aber umso kräftiger und hartnäckiger. Als der australische Naturforscher David Fleay Schafsköpfe als Köder auslegte, zerrte der Tüpfelbeutelmarder diese 800 Meter weit zu seinem Fressplatz.

Langer dünner Schwanz und das Halten von Winterschlaf: Diesen Merkmalen verdankt der Dünnschwanz-Schlafbeutler seinen Namen. Das mausgroße Tier lebt in australischen Wäldern. Einige Exemplare leben in Baumhöhlen, die sie mit Blättern auskleiden. Andere mögen es nicht so hoch und bauen sich mit Ästen und Laub ihr Nest auf den Boden.

Stand: 22.08.2018, 13:57 Uhr

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