Internet für Einsteiger

Eine Frau surft im Internet.

Internet

Internet für Einsteiger

In Zeiten von Smartphones, Tablets und Laptops ist das Internet allgegenwärtig. Hier kaufen wir ein, lesen Nachrichten und erledigen unsere Bankgeschäfte.

Ein weltweites Netzwerk

Das Internet ist ein weltweites Computernetzwerk, das es uns ermöglicht zu jeder Zeit an nahezu jedem Ort Informationen abzurufen. Über das Internet ist es theoretisch möglich sich mit jedem beliebigen Computer auf der Welt zu verbinden, sofern auch dieser einen Internetanschluss besitzt.

Dieses große Netzwerk besteht aus vielen einzelnen Netzwerken. Zuhause nutzt man das Netzwerk des Providers, also einer Dienstleistungsfirma, die dem User einen Zugang zum Internet bereitstellt. Zu den Internetprovidern in Deutschland zählen unter anderem die Deutsche Telekom, Vodafone oder Unitymedia.

Neben dem frei zugänglichen Internet gibt es auch Netzwerke, die nur bestimmten Usern vorbehalten sind. Im firmeneigenen Intranet werden den Mitarbeitern Informationen zur Verfügung gestellt, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Vor allem für größere Unternehmen, Institutionen und Behörden ist das oft der einfachste Weg interne Entwicklungen und Neuigkeiten schnell für jeden Mitarbeiter zugänglich zu machen.

So funktioniert das Internet

Die Wörter World Wide Web und Internet werden häufig synonym verwendet. Genau genommen ist das falsch. Das Internet selbst bildet nur das Grundgerüst. Es liefert die Infrastruktur, mittels der dem User verschiedene Dienste zur Verfügung gestellt werden können.

Einer dieser Dienste ist das World Wide Web. Mit einem Internetbrowser, wie etwa Firefox, Chrome oder dem Internetexplorer, können Webseiten dargestellt werden. Diese Webseiten liegen auf Servern und sind von dort jederzeit abrufbar.

Wer sich die Planet-Wissen-Webseite ansehen will, muss in die Adresszeile des Browsers den Namen der Seite: http://www.planet-wissen.de eintippen. Das Kürzel http steht dabei für "Hyper Text Transfer Protocol" und bildet den Übertragungsstandard des WWW.

HTTP arbeitet nach dem Frage-Antwort-Prinzip. Der Computer des Nutzers stellt eine Anfrage nach einer Seite an den Server des Providers. Der Provider schickt die Anfrage weiter über Knotenpunkte im Netz, die den genauen Weg zu dem Standort der Webseite vermitteln.

Irgendwann trifft die Anfrage auf den Zielserver, auf dem die angeforderten Daten liegen und die von dort aus zurückgeschickt werden. Der Internetnutzer kann dann die angewählte Internetseite betrachten.

Ein Server ist ein Speicher, auf dem Inhalte von Webseiten, E-Mails oder Dateien abgelegt sind. Zusätzlich ist dort ein Programm installiert, dass es erlaubt, auf die Daten des Servers zuzugreifen. Suchmaschinen, zum Beispiel Google, Yahoo oder Fireball können so die Inhalte von Webseiten durchforsten und die gewünschten Informationen, die der User in die Suchmaske eingegeben hat, herausfiltern.

Das Internet zu Hause einrichten

Um sich zu Hause mit dem Internet verbinden zu können, benötigt man ein Modem, das per Kabel an den Telefon- oder Kabelanschluss angeschlossen wird. Die meisten Internetprovider liefern bei Vertragsabschluss ein DSL-Modem direkt mit. Mit DSL (Digital Subscriber Line) bekommt man derzeit die schnellste Übertragungsrate – bis zu 1000 Megabit pro Sekunde – und damit die schnellste Internetverbindung.

Ältere Systeme wie ISDN (Integrated Service Digital Network) oder das analoge Modem bieten dagegen nur eine mittlere bis langsame Surfgeschwindigkeit.

Der PC wird entweder per LAN-Kabel oder WLAN mit dem Modem verbunden. Über WLAN (Wireless Local Area Network) ist die kabellose, über Funk gesteuerte Verbindung mit dem Internet möglich. In vielen Cafés, an Flughäfen, Universitäten und Bahnhöfen gibt es inzwischen WLAN-Netze, die jeder frei benutzen kann. Über diese Hotspots kann man mit seinem Tablet, Smartphone oder Laptop ganz bequem im Internet surfen – ohne, dass zusätzliche Kosten entstehen.

WLAN-Schild in einem Bahnhof

Ein öffentlicher WLAN-Hotspot

Ist kein öffentliches WLAN-Netz vorhanden, nutzte das Smartphone lange UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), inzwischen ist der neue Standard LTE (Long Term Evolution). Mit LTE ist es möglich, sich an jedem beliebigen Ort über den nächsten Mobilfunkmasten mit dem Internet zu verbinden.

Sicherheit im Netz

Ob Online-Banking, Auktionen oder das Lastminute-Geschenk – im Internet kann man viele Dinge ganz bequem von zu Hause aus erledigen. Online-Shops bieten nahezu alles an, was man zum täglichen Leben braucht. Möbel, Kleidung, Elektrogeräte und sogar Lebensmittel kann man hier bestellen.

Und sogar den Weg in die Videothek kann man sich sparen. Über spezielle Plattformen kann man sich Filme ausleihen oder streamen. Ebenfalls zum Download angeboten werden zum Beispiel Computerprogramme, Grafiken, Musikdateien oder auch Zugfahrkarten und Flugtickets.

Doch wer im Internet surft, sollte seinen Computer und sein Netzwerk schützen. Je nach dem, auf welchen Seiten man unterwegs ist, fängt man sich schnell einen Virus oder Trojaner ein. Diese Programme, Malware genannt, installieren sich selbstständig auf dem PC – meist, ohne, dass man etwas davon mitbekommt. Sie spionieren Passwörter aus, durchstöbern private Dateien oder legen das gesamte System lahm.

Daher ist es wichtig, seinen Computer mit aktuellen Virenprogrammen auszustatten und regelmäßig auf schädliche Software zu untersuchen.

Online-Shopping-Seite.

Viele kaufen im Internet ein

Funknetzwerke sollte man ebenfalls direkt am Router verschlüsseln. Die gängigste Methode ist die WPA2-Verschlüsselung (Wi-Fi Protected Access). Diese Maßnahme verhindert, dass sich Unbefugte Zugang zum Netzwerk verschaffen und auf private Daten zugreifen.

Autoren: Wiebke Ziegler/Gregor Delvaux de Fenffe

Stand: 31.01.2018, 09:43

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