Mobilität von morgen

Mobilität von morgen

Was kommt nach dem Auto?

Elektroauto "Tesla Roadster" mit geöffneter Motorhaube.

Das Öl wird knapp, dem Elektroauto gehört die Zukunft. So sehen es viele Experten voraus. Allerdings: Noch sind die Kosten hoch und die Reichweiten aufgrund geringer Speicherkapazitäten der Batterien niedrig. 2017 fuhren gerade mal 34.000 Elektroautos auf den deutschen Straßen.

Das Öl wird knapp, dem Elektroauto gehört die Zukunft. So sehen es viele Experten voraus. Allerdings: Noch sind die Kosten hoch und die Reichweiten aufgrund geringer Speicherkapazitäten der Batterien niedrig. 2017 fuhren gerade mal 34.000 Elektroautos auf den deutschen Straßen.

Erfolg versprechender scheinen da Hybridautos zu sein, die schon seit Ende der 1990er Jahre in Serie produziert werden. Sie kombinieren einen Verbrennungs- mit einem Elektromotor. Elektromotoren sind aber nicht automatisch umweltfreundlich. Zwar stoßen sie kein Kohlendioxid aus. Aber wenn der Strom dafür aus Kohlekraftwerken stammt, hat sich die Umweltbilanz nicht verbessert.

Auch Motorräder fahren inzwischen elektrisch. Schon bald sollen das nicht nur kleine Flitzer sein, sondern auch richtig schwere Maschinen wie diese Harley Davidson, die 2010 präsentiert wurde. 2019 will die Kultmarke mit einem Elektromotorrad in Serie gehen..

Bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell ist der Segway, der 2001 vorgestellt wurde. Experten sahen in dem Elektroroller damals das Fortbewegungsmittel der Zukunft und prophezeiten Milliardenumsätze. In Deutschland hatten die Roller bis 2009 keine Betriebserlaubnis. Ob sich der Segway in Zukunft durchsetzt? Bis dato ist er eher Spaß-Accessoire als Fortbewegungsmittel.

Wie wäre es damit, den Individualverkehr in die Luft zu verlegen? Schließlich hat man dort eher selten mit Staus zu kämpfen. Das geht zum Beispiel mit dem Flyke, einem Liegefahrrad mit Motor und Gleitschirm. Allerdings ist das Ultraleichtflugzeug mit 11.000 Euro nicht gerade billig. Und man braucht eine Sportpilotenlizenz, um es fliegen zu dürfen.

Ähnlich ist das Problem bei Gyrokoptern – Hubschraubern, deren Rotor sich nur durch den Fahrtwind dreht. Sie sind zwar sehr leicht, störungsarm und leicht zu bedienen. Doch auch hier schrecken die benötigte Fluglizenz und die relativ hohen Kosten viele Verkehrsteilnehmer ab. Obwohl der Gyrokopter bereits 1923 entwickelt wurde, hat er sich bislang nicht durchsetzen können.

Die Zukunft, glauben Verkehrsforscher, gehört den öffentlichen Verkehrsmitteln. Zumindest in den Städten. Schon jetzt wird dort immer weniger Auto gefahren. 2013 verfügten in Berlin knapp 53 Prozent der Haushalte über kein Auto. Und in den großen Metropolen, etwa in Tokio und New York, geht der Trend bei vielen jungen Menschen zur Demotorisierung.

Statt des eigenen Autos nutzen immer mehr Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel. Umso besser natürlich, wenn diese emissionsfrei betrieben werden, wie dieser Bus, der mittels einer Brennstoffzelle Wasserstoff zum Antrieb nutzt.

Natürlich wird es auch in Zukunft Situationen geben, in denen man ein Auto braucht. Aber muss es denn das eigene sein? Carsharing wird immer populärer, 2017 hatten sich schon 1,7 Millionen Deutsche bei einem dieser Dienste registriert. Die Buchung per Handy oder Internet wird immer einfacher, die Kosten immer geringer. Und auch die Umwelt freut sich: Ein Car-Sharing-Auto ersetzt in der Stadt acht bis zehn Privatwagen.

Und auch bei Fahrrädern geht der Trend zum Leihfahrrad. Gerade für Urlauber und Besucher können sie eine sinnvolle Alternative zum Taxi oder der Bahn sein. Vorausgesetzt, die Abhol- und Rückgabestationen sind großflächig über die Stadt verteilt.

Ohnehin scheint aus dem ältesten Fortbewegungsmittel gerade das modernste zu werden. Angesichts verstopfter Städte schwingen sich immer mehr Menschen auf das Fahrrad und treten in die Pedale. Eine überaus praktische, gesunde und günstige Art der Fortbewegung, die Umwelt wird dabei auch geschont. Ein Aspekt, der in Zukunft wichtiger denn je sein wird.

Stand: 11.07.2018, 08:59 Uhr

Darstellung: