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Arten - Orangen und Co.

Beinahe unüberschaubar ist die Artenvielfalt der zur Gattung Zitrus gehörenden Früchte. In den 150 Gattungen dieser Familie zählt man rund 1600 Arten. Der Übersichtlichkeit halber ordnet man jedoch alle Zitrusfrüchte in vier große Gruppen ein: Orangen, Mandarinen, Grapefruits und Zitronen. Hier die wichtigsten Vertreter:

Verschiedene Zitrusfrüchte zu einer Pyramide gestapelt. (Rechte: mauritius)

Große Artenvielfalt

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Orangen:

Unter den rund 400 Orangensorten haben sich im kommerziellen Anbau nur etwa 15 Sorten als wirtschaftlich bedeutsam durchgesetzt. Der Handel unterscheidet die Früchte nach der Färbung des Fruchtfleisches in Blondorangen, Halbblut- und Blutorangen. Große Bedeutung haben bei den Blondorangen die Navels – neben anderen Unterarten wie Valencia Late oder Salustiana. Navels sind kernlos, saftig, aromatisch und leicht zu schälen. Halbblutorangen erkennt man an der unregelmäßig gefärbten gelb-rötlichen Schale und am unterschiedlich rötlichen Fruchtfleisch. Den Namen Blutorangen verdienen nur Früchte, deren Schale und Fruchtfleisch gleichmäßig tiefrot gefärbt sind. Eine bitterschmeckende Verwandte der Orange ist die Pomeranze. In vorigen Jahrhunderten war der Goldapfel (citrus aurantium) eine beliebte Zierfrucht in den Orangerien vieler Schlösser. Heute werden die großwüchsigen Früchte vor allem zu Orangenkonfitüre und Marmelade verarbeitet. Als kleine Schwester der Pomeranze gilt die schwachwüchsige Bergamotte. Zwar ist ihr Fleisch nicht genießbar, aus ihrer Schale wird aber das Bergamottöl hergestellt.

Zitronen:

Sie sind saftig und so sauer, dass sie nicht wie anderes Obst essbar sind. Ihr Vitamin C-reicher Saft ist aber ein bewährtes Hausmittel gegen Erkältungen und eine beliebte Zutat für Speisen und Getränke; die geriebene Schale von unbehandelten Zitronen wird gern als Gewürz, zum Beispiel als Backaroma verwendet. Die bekanntesten Zitronensorten sind die saftreiche Primofiori mit einem kleinen Nippel am Fruchtende, sowie die größere und rundlichere, aber saftärmere Verna. An ihrer grünen, dünnen Schale sind die kleinen, runden und fast kernlosen Limetten zu erkennen. Die sehr saftigen Früchte sind unverzichtbarer Bestandteil von Cocktails wie dem Mojito oder der Caipirinha.

Grapefruits:

Die Grapefruit ist eine Kreuzung aus der Pampelmuse und der Orange. Während die aus Asien stammende Pampelmuse sich durch ihre dünne gelbe Schale und den herben Geschmack auszeichnet, ist die Grapefruit umhüllt von einer gelben Schale mit rosa Schimmer. Übersetzt heißt Grapefruit Traubenfrucht – die Früchte wachsen so eng wie Trauben. Sie schmecken säuerlich bitter und wenig süß. Wichtige Grapefruit-Sorten sind die weißfleischige Marsh Grapefruit sowie die rosafarbenen Ruby Red und Star Red. Eine weitere, in Deutschland immer beliebter werdende Kreuzung aus Grapefruit und Pampelmuse ist die große, gelbgrünliche und birnenförmige Pomelo. Sie misst im Durchmesser zehn bis 30 Zentimeter und kann bis zu sechs Kilo wiegen.

Mandarinen:

Wegen ihres süßen Geschmacks und ihrer leicht zu lösenden Schale – daher heißt die Mandarine auch Easy Peeler – ist sie als Zwischenmahlzeit sehr beliebt. Bekannteste Mandarinensorte ist die Clementine, die viel Fruchtzucker und wenig Säure enthält. Etwas säuerlicher im Geschmack ist die Satsuma.

Beatrix von Kalben, Stand vom 01.06.2009
Sendung: Zitrusfrüchte - Vitaminschub aus dem Süden, 27.03.2008

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