• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Entstehung der Steinkohle

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Länder & Leute
  • Nordrhein-Westfalen
  • Steinkohlebergbau
  • Entstehung der Steinkohle

Entstehung der Steinkohle

Riesige Sümpfe, tiefe Moore, undurchdringlicher Urwald, gigantische Bäume, die mehr als 100 Meter in den Himmel wuchsen. Dazwischen haushohe Farne, Halme, Gewächse und Sträucher, die bei tropischer Hitze, Dauerregen und hoher Luftfeuchtigkeit üppig gediehen: So sah es auf dem Gebiet des heutigen Deutschland vor rund 300 Millionen Jahren aus. Das war das Zeitalter, in dem die Steinkohle entstand - das Karbon (von lateinisch "carbo" = Kohle).

Unsere Videos können Sie mit dem Macromedia Flash-Player ab der Version 8.0 ansehen. Den neuesten Flash-Player können Sie beim Hersteller Adobe unter folgender Adresse kostenlos downloaden:
http://www.macromedia.com/go/getflashplayer_de

Die Entstehung der Steinkohle (3'03'')
Zur Video-Großansicht

Mehr zum Artikel

Steinkohlebergbau
Video
"Alter Mann"
Entstehung der Steinkohle
Arbeit unter Tage
Bergschäden

Vertorfen statt verfaulen

Unzählige Bäume und Farne starben im Laufe von Jahrmillionen ab, neue wuchsen. Es bildeten sich Humusschichten. Wo die abgestorbenen Pflanzen im Sumpf versanken, kam kaum Sauerstoff an die Pflanzenreste. Sie konnten hier nicht durch aerobe Bakterien - Bakterien, die Sauerstoff zum Leben brauchen - zersetzt werden. Darum verfaulten die abgestorbenen Pflanzen nicht einfach, sondern wurden zu Torf. Torf ist die erste Stufe im Prozess der sogenannten Inkohlung, der Verwandlung von Pflanzen in Kohle.

Baumhohe Farne und Tannen in einer Sumpflandschaft während der Entstehung der Steinkohle vor rund 300 Millionen Jahren. (Rechte: AKG)

Ein grüner Farnwald aus der Steinkohlenzeit

Vergrößern

Unter gewaltigem Druck

Sümpfe und Torf wurden später von Ozeanen überflutet, die große Mengen von Sand und Geröll mit sich führten. Im Laufe der Jahrtausende wiederholte sich dieser Prozess mehrfach: Mal lagerte sich Gestein ab, dann wieder abgestorbene Pflanzen. Der Druck der schweren Erdmassen nahm zu und presste das Wasser aus den Torfschichten. Im Zusammenspiel mit höheren Temperaturen und einem komplizierten biochemischen Prozess führte dies dazu, dass aus dem Torf zunächst Braunkohle wurde. Und als die Kohle immer tiefer sackte, Druck und Temperatur in Kilometertiefe immer weiter zunahmen, entstand aus Braunkohle letzten Endes Steinkohle.

Achtung: gefährliche Gase!

Die abgestorbene Vegetation war luftdicht verschlossen. Bei der Zersetzung dieser Pflanzenreste entwickelten sich Gase, die nicht in die Atmosphäre entweichen konnten und sich daher in der Kohle sammelten: Unter anderem Methan, Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, einige Stickoxide sowie Wasserstoff. Dieses "Grubengas" kann bei einer Konzentration zwischen fünf und 14 Prozent in der Luft explodieren. Die Bergmänner sprechen dann von einem "Schlagwetter", das sehr gefährlich werden kann. Deswegen wird heute im Bergbau bestens vorgesorgt. Gasmessgeräte überprüfen ständig die Luft-Konzentration. Falls Grubengas auftaucht, wird es abgesaugt, bevor überhaupt die Arbeit an den Kohleflözen beginnt. Angenehmer Nebeneffekt: Das abgesaugte Gas ist ein wertvoller Energieträger und kann in Heizkraftwerken zu Strom und Wärme umgewandelt werden.

Bewegte Zeiten in NRW

Vor rund 50 Millionen Jahren, im Zeitalter des Tertiär, trennte sich gerade Europa von Nordamerika. Der Rheingraben sank ab und verband die Nordsee mit dem Mittelmeer. Kontinentalplatten krachten aufeinander und falteten die Alpen auf. Vulkane spieen im heutigen Süddeutschland Feuer. Bewegte Zeiten also, auch auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen: Es bildete sich das rheinisch-westfälische Schiefergebirge, und die Steinkohle-Schichten, die vor Urzeiten entstanden waren, wurden zwischen Rhein, Ruhr und Lippe durch Erdverwerfungen emporgehoben. Dort lagen die Steinkohleflöze nun frei und warteten darauf, entdeckt und abgebaut zu werden.

Sechs Bergleute auf dem Weg nach Hause. Im Hintergrund ragt turmhoch das Fördergerüst der Zeche Lohberg in Dinslaken. (Rechte: dpa)

Bergleute vor der Schachtanlage Lohberg

Vergrößern

Jede Menge Kohle

Auch wenn in Deutschland bereits seit dem Mittelalter Steinkohle gefördert wird: Es ist noch immer jede Menge vorhanden. Für ganz Deutschland wurden 1998 die geologischen Vorräte an Steinkohle auf rund 230 Milliarden Tonnen geschätzt. Wegen der enormen Fördertiefen von mehr als 1000 Metern ist heimische Steinkohle inzwischen allerdings um ein Vielfaches teurer als Importkohle, etwa aus Polen oder Südafrika.

Claudia Kracht, Stand vom 01.06.2009
Sendung: Das Ruhrgebiet - Kulturhauptstadt 2010, 31.10.2006

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Nordrhein-Westfalen. (Rechte: WDR)

Nordrhein-Westfalen


  • Industrialisierung
  • Rhein
  • Geschichte der Dialekte
  • Teutoburger Wald
  • Stahl

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/laender_leute/nordrhein_westfalen/steinkohlebergbau/entstehung_steinkohle.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2010

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.