Hermann Benjes und die Benjeshecke
Einfache Idee
Die besondere Erfindung der Benjeshecke, die auf einer Idee seines Bruders Heinrich Benjes beruht, ist nichts anderes, als Schnittholz weiterzuverarbeiten, indem es aufgeschichtet und mit ringsherum typischen Heckenpflanzen versehen wird, um dann wieder zu einer neuen Hecke zu erwachen. Bei einem Platzbedarf von zirka drei bis fünf Metern Breite und einer unbegrenzten Länge entwickelt sich dieser "Wall" auf natürliche Weise im Lauf von vier bis fünf Jahren zu einer standortgemäßen Naturhecke.
Nutzen für Tier und Mensch
Hermann Benjes sah im Schnittabfall wertvolle Biomasse und erkannte in der Hecke als Landschaftsform den wichtigen Lebensraum, den sie bedeutet. Denn in ihr steckt ein reichhaltiges Angebot für eine Vielzahl an Tieren, ob es das vermodernde Laub am Heckenboden ist, das den Schnecken Unterschlupf bietet, oder zahlreiche Vogelarten, die in Hecken brüten. Hermann Benjes verwies immer wieder auf die Vorteile des Baus derartiger Hecken als Naturerlebnis für Jugend- und Kindergruppen. Zudem fällt das Baumaterial in Form von Schnittgut in jeder Gemeinde in reichlichen Mengen an.
Klassiker des Naturschutzes
Zur Idee der Benjeshecke kommt Hermann Benjes tiefe Überzeugung, dass aktiver Naturschutz auch gesellschaftliche Veränderungen nach sich zieht. Er stellt in seinem humorvollen Werk "Die Vernetzung von Lebensräumen mit Benjeshecken" den Sinn dieser ganz und gar einfach anzulegenden Naturhecke vor. Zudem ist dieser Klassiker reich mit seinen Thesen zu Naturschutz und Tierschutz bestückt, über die es sich lohnt nachzudenken, fordern sie doch zu einer radikalen Umkehr auf: Weg von der Naturzerstörung, hin zu ökologisch verantwortlichem Handeln.
Almut Röhrl, Stand vom 01.06.2009




