Ungeliebte Nachbarn - Tipps gegen Schnecken im Garten
Im Kampf gegen die schädlichen Wegschnecken übersehen Gartenbesitzer, dass keineswegs alle Schnecken, die auf ihren Pflanzen kriechen, Schäden verursachen. Manche der Gehäuseschnecken fressen gar kein gesundes Pflanzengewebe, sondern sind auf abgestorbene oder erkrankte Pflanzenteile spezialisiert. Sie schützen mitunter sogar die Pflanzen vor Pilz- und Bakterieninfektionen, indem sie Krankheitsherde schneller beseitigen als der Gärtner selbst. Es kann sich also lohnen, selektiv gegen Schneckenbefall vorzugehen und nicht gleich die Giftkeule anzuwenden. Denn die tötet nicht nur unschädliche Schneckenarten gleich mit, sondern auch sehr seltene, dem Aussterben nahe.
Morgens gießen
Es gibt eine einfache Möglichkeit, Schneckenfraß zu reduzieren, zumindest im warmen Sommer. Schnecken lieben es feucht und dunkel. Gießt man abends, fördert man ihr Wohlbefinden während des Nachtmahls. Gießt man morgens, trocknet die Oberfläche bis zum Abend ab und den Schnecken wird die Fortbewegung erschwert. Zusätzlich sollte man den natürlichen Feinden der Schnecken den Aufenthalt im Garten möglichst angenehm machen. Igel und Kröten lieben die eiweißreiche Kost der Nacktschnecken und helfen dadurch bei der Bekämpfung.
Enten zur Schneckenjagd
Ist der Garten nicht zu klein und der Zugang für Igel und Kröte nicht möglich, bieten sich fleißige Helfer an: die indischen Laufenten. Diese Art ist verrückt nach Schnecken und lässt im Gegensatz zu einheimischen Enten selbst zarte Salatblättchen normalerweise in Frieden. Allerdings ist die dauerhafte Haltung dieser Tiere sehr aufwändig. Man kann sie aber für den Einsatz im heimischen Garten mieten.
Wer der Schnecken überhaupt nicht mehr Herr wird, kann auch überlegen, ob er nicht eine andere Strategie anwendet. Es gibt viele sehr schöne Pflanzen, die von allen Schnecken verschmäht werden. Pflanzt man die, reduziert sich das Problem von selbst.
Vladimir Rydl, Stand vom 01.06.2009







