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9. November

Der "9. November" ist ein "deutsches" Datum geworden, denn mit ihm verbinden sich entscheidende Ereignisse der neueren deutschen Geschichte, sowohl positive wie negative. Noch heute sind sie immer wieder Thema historischer Forschung und emotionaler Auseinandersetzung.

Mehr zum Artikel

Novemberpogrome
Adolf Eichmann
Tagebuch der Hertha Nathorff
Herschel Grynszpan
Der Attentäter
9. November
Schicksalstag
Wissensfrage
Literatur & Co

9. November 1918: November-Revolution

Kaiser Wilhelm II. dankt ab, der SPD-Führer Philipp Scheidemann ruft aus einem Fenster des Berliner Reichstags die Republik aus. Die Weimarer Republik löst das Deutsche Kaiserreich ab und versucht unter schwierigsten Bedingungen, die Folgen des verlorenen Ersten Weltkrieges zu mildern. Der Tag geht als positiver Umbruch in die Geschichte ein. Doch die Weimarer Republikn wird nur gut 14 Jahre bestehen, ehe sie von den Nationalsozialisten zerstört wird.

Adolf Hitler steht in Uniform neben einer Hakenkreuzfahne, die ein weiterer uniformierter Mann hält. Mit der rechten Hand umklammert Hitler den Stoff der Fahne. (Rechte: dpa)

1923 scheitert Hitlers Griff zur Macht noch

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9. November 1923: Hitler-Putsch

Nur fünf Jahre später, am 9. November 1923, versucht Adolf Hitler von Bayern aus die Reichsregierung in Berlin und damit die Weimarer Demokratie zu stürzen. Vergeblich - der Hitler-Putsch schlägt fehl. Es dauert noch gut zehn Jahre, ehe die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kommen.

9. November 1938: Pogrome

In der Nacht zum 10. November 1938 stecken die Nazis in ganz Deutschland Synagogen in Brand, demolieren jüdische Geschäfte und Wohnungen und verprügeln und ermorden jüdische Menschen, die sich zur Wehr setzen. Die Novemberpogrome gelten als eine der dunkelsten Stunden deutscher Geschichte.

Berlin: 9. November: Ohne große Vorankündigung werden am Abend des 9. November 1989 die Grenzübergangsstellen von Ost- nach Westberlin geöffnet. Mit Jubel werden die Menschen aus der DDR, wie hier in der Invalidenstraße, von den Westberlinern begrüßt. (Rechte: dpa)

Jubel am Grenzübergang Invalidenstraße

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9. November 1989 - die Mauer fällt

Der 9. November symbolisiert die Freiheitshoffnungen der Deutschen, aber auch die Verbrechen der Nazis im Dritten Reich. 1989 markiert er einen weiteren Wendepunkt in der deutschen Geschichte: Die plötzliche Öffnung der Mauer ist die entscheidende Zäsur der "Wende". Nach 40 Jahren, in denen an der innerdeutschen Grenze faktisch zwei deutsche Staaten und zwei Weltsysteme einander feindlich gegenüberstanden, ist plötzlich die Chance der Wiedervereinigung greifbar nahe.

Szenen an der Berliner Mauer: Menschenmassen vor und auf der Mauer. Dahinter: das Brandenburger Tor. (Rechte: dpa)

Der 9. November 1989 bleibt unvergesslich

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Günter Schabowski, Sekretär des Zentralkomitees für Öffentlichkeit, hält am 9. November 1989 eine Pressekonferenz aus Anlass der Unruhen und Fluchtbewegungen aus der DDR. Um 18 Uhr 57 teilt er den verblüfften Journalisten fast beiläufig mit, dass alle DDR-Grenzen zur Bundesrepublik und nach West-Berlin geöffnet würden. Das ist eine ungeheure Sensation. Nicht einmal die Grenztruppen wissen Bescheid. Die Nachricht verbreitet sich in Sekundenschnelle, noch in derselben Nacht stürmen Hunderttausende über die Grenze. Die Soldaten sind von dem Ansturm völlig überrumpelt, wissen nicht, wie sie reagieren sollen. Niemand hätte das in diesem Jahrhundert für möglich gehalten. 28 Jahre nach dem Mauerbau feiern die wieder vereinten Berliner das größte Volksfest in der Geschichte der Stadt. Die Mauer ist gefallen.

Natalie Muntermann, Stand vom 01.06.2009

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Bildcollage zum Thema Drittes Reich (Rechte: dpa)

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