Schutzmaßnahmen gegen die Malaria

Ein Tigermoskito sitzt auf einem weißlackierten Gitter.

Malaria

Schutzmaßnahmen gegen die Malaria

Von Sine Maier-Bode

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 800 Menschen an Malaria. Oft steckt dahinter nur Nachlässigkeit. Wer möchte schon an Krankheiten denken, wenn er zur Erholung in die Ferne reist? Doch mit Malaria ist nicht zu spaßen.

Gefährliches Fieber

Wer an Malaria erkrankt, bekommt hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen. Die Anzeichen machen sich meist nach etwa zwei Wochen bemerkbar, es kann aber auch kürzer oder länger dauern. Auslöser für die Krankheitssymptome sind Parasiten, die die roten Blutkörperchen befallen.

Bei der gefährlichsten Form der Malaria, der Malaria tropica, kann die Sauerstoffversorgung des Gewebes vollkommen behindert werden. Die Parasiten greifen in kürzester Zeit alle Organe an, auch das Gehirn, und der Patient stirbt nach wenigen Tagen.

Ob ein Patient an Malaria erkrankt ist, lässt sich durch einen Bluttest nachweisen. Wer nach einem Tropenaufenthalt Fieber bemerkt, sollte deshalb sofort einen Arzt aufsuchen, am besten einen Tropenmediziner. Das gilt auch für die Reisenden, die sich vorbeugend gegen Malaria geschützt haben, denn in einigen Regionen gibt es Mücken, die gegen die Medikamente resistent sind.

Zudem kann das Fieber auch andere Krankheiten zur Ursache haben. Deshalb gilt: Bis zu einem Jahr nach einem Tropenaufenthalt sollte man seinen Arzt davon in Kenntnis setzen.

Elektronenmikroskopaufnahme einer Stechmücke aus der Gattung der Anopheles, welche Malaria übertragen

Anopheles-Mücken übertragen den Malaria-Erreger

Vorbeugende Maßnahmen

Wer eine Reise in die Tropen plant, sollte sich vorher informieren, wann und wo Malaria verstärkt auftritt. Dies erfährt man am besten bei einem Tropenmediziner. Ein Besuch dort ist vor allem auch dann notwendig, wenn man außer einer Malariaprophylaxe auch noch anderen Krankheiten vorbeugen will und Impfungen braucht. Erste Informationen gibt es aber auch auf einigen sehr guten Internetseiten der Tropeninstitute.

Medikamente, die gegen Malaria vorbeugen sollen, müssen in der Regel einige Tage vor und einige Tage nach dem Urlaub eingenommen werden. Da einige der Medikamente Nebenwirkungen zeigen, sollte man vorher mit dem Arzt besprechen, welche Medikamente für das spezielle Reiseziel und den einzelnen Reisenden sinnvoll sind.

Für besondere Fälle, insbesondere bei Last-Minute-Touristen, kann der Arzt auch ein Notfall-Medikament für den Fall verschreiben, dass der Reisende erkrankt und kein Arzt in der Nähe zu finden ist.

Reiseapotheke mit verschiedenen Medikamenten, unter anderem gegen Mückenstiche.

Reiseapotheke

Mückenschutz

Jeder, der in die Tropen fährt, sollte sich vor Mückenstichen schützen, denn über Mücken werden zahlreiche Krankheiten übertragen. Zudem gibt es inzwischen einige Regionen, in denen Resistenzen gegen die geläufigen Malaria-Medikamente auftauchen. Besonders aber Last-Minute-Reisende, die nicht rechtzeitig die Chemoprophylaxe einnehmen, sollten hierbei nicht nachlässig sein.

Die einfachste Form, sich vor Mücken zu schützen, ist schützende Kleidung vor allem während der Dämmerung. Freiliegende Körperbereiche sollten zusätzlich mit einem Mückenschutz (so genannten Repellents) eingerieben werden.

Da die Malaria übertragenden Anopheles-Mücken vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs sind, empfiehlt sich für die Nacht ein Moskitonetz, das am besten vorher mit einem Insektizid imprägniert wurde.

Frau schläft unter Mückennetz

Vor Mücken geschützt

Stand: 11.09.2018, 10:33

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