Ein großes Staubknäuel

Staub

Staub vermeiden und entfernen

Staub findet sich fast überall, auch in der Wohnung. Wie lässt sich Staub wirkungsvoll etnfernen? Hier einige Tipps und Tricks.

Von Irina Fernandes

Staub vermeiden

Den Staub zu entfernen, kostet viel Zeit. Gibt es eine Möglichkeit, ihn erst gar nicht zum Zuge kommen zu lassen?

Solange man in keinem sterilen Reinraum leben will, den man nur in spezieller Kleidung und mit Mund- und Haarschutz durch Schleusen betreten kann, muss man sich mit den lästigen Staubkörnchen arrangieren. Doch gibt es ein paar Tricks, wie man den Staubanteil in der Wohnung so gering wie möglich halten kann.

Höhere Luftfeuchtigkeit

Eine höhere Luftfeuchtigkeit sorgt dafür, dass der Staub besser gebunden und eine rasche Ausbreitung verhindert wird. Ein feuchteres Raumklima erhält man beispielsweise durch kurzes Stoßlüften – langes Lüften bei gekipptem Fenster vergeudet nicht nur Energie, sondern lässt auch mehr Staub in die Wohnung. Besonders im Frühjahr ist dies zu vermeiden, da sich dann vermehrt Pollen in den Innenräumen absetzen.

Neben dem kurzen Lüften mit weit geöffneten Fenstern bieten sich während der kalten Jahreszeit Wasserschalen auf den Heizkörpern an: Auch sie sorgen durch die Verdunstung schnell für mehr Feuchtigkeit in der Luft. Helfen kann auch das Aufstellen von Zimmerpflanzen.

Eine Frau öffnet ein Fenster zum Lüften in einem Zimmer

Durch kurzes Stoßlüften dringt nicht so viel Staub in die Wohnung ein

Anti-Statik-Spray

Auf technischen Geräten aus Kunststoff – wie Fernseher, Stereoanlage, DVD-Player oder Computer – sammelt sich der Staub schneller als auf anderen Gegenständen. Denn Kunststoff ist oft elektrostatisch aufgeladen. Dadurch wird Staub wie ein Magnet angezogen.

Besprüht man ein Tuch mit einem sogenannten Anti-Statik-Spray und wischt damit über diese Geräte, so wird die statische Elektrizität abgeleitet und einer schnellen Wiederaufladung entgegengewirkt. Der Staub bleibt danach nicht mehr so schnell liegen.

Positiver Nebeneffekt: Staubpartikel können seltener in die Lüftungsöffnungen eindringen und diese verstopfen. Aber Vorsicht: Bevor man ein solches Spray benutzt, sollte man in der Produktbeschreibung nachlesen, ob es nicht die Oberflächen der Geräte beschädigt.

Verzicht auf Staubfänger

Am einfachsten macht man es sich, wenn man auf so genannte Staubfänger wie Deko-Artikel, Kissen und Kuscheltiere verzichtet oder ihre Anzahl zumindest reduziert. Denn darauf verfängt sich der Staub verstärkt, ebenso wie auf Teppichen und in Gardinen.

Staub entfernen

Auch wenn man sich noch so sehr bemüht, die eigene Wohnung mit möglichst wenigen Staubfängern auszustatten – irgendwo bleibt der Staub immer liegen, auch wenn man nur ein einziges Bücherregal besitzt.

Bevor man zur Tat schreitet, stellt sich jedoch eine grundsätzliche Frage: Zuerst Staub wischen oder saugen? Experten raten dazu, zuerst zu saugen: Damit vermeidet man, nach dem Wischen den auf dem Fußboden liegenden Staub durch das Saugen aufzuwirbeln. Dieser würde sich dann erneut auf den gerade erst gereinigten Oberflächen niederlassen und für doppelte Arbeit sorgen.

Hand hält Saugrohr eines Staubsaugers in der Hand

Erst saugen, dann Staub wischen

Auf das Staubtuch kommt es an

Beim Staubtuch scheiden sich die Geister: Manche Experten raten zu feuchten Staubtüchern, andere zu trockenen. Klar ist jedoch eines: Ein Staubtuch muss weich sein, damit es auch empfindliche Oberflächen nicht zerkratzt.

Wer sein Tuch anfeuchtet, kann sicher sein, dass die auf Möbeln abgelagerten Partikel durch die Feuchtigkeit gebunden werden und kein weiterer Staub aufgewirbelt wird. Zudem kann man damit eventuelle Flecken gleich mitentfernen.

Der Nachteil am feuchten Lappen: Er kann einen Schmierfilm hinterlassen, ein Nachwischen bedeutet doppelte Arbeit. Deshalb raten einige Experten zu einem trockenen Mikrofasertuch mit elektrostatischer Wirkung: Durch einmaliges Wischen werden die Staubkörnchen regelrecht angezogen und festgehalten, bis das Tuch im Freien ausgeschüttelt wird.

Hand mit gelbem Staubtuch

Ein Staubtuch muss vor allem weich sein

Geduld mit dem Pinsel

Wer sich nicht von seinen kleinen Staubfängern trennen konnte, muss oft etwas Geduld aufbringen: Kleinere Gegenstände wie Nippes oder Kakteen können vorsichtig mit einem Pinsel von den kleinen Partikeln befreit werden. Allerdings sollten auch seine Borsten schnell vom Staub befreit werden – damit dieser nicht weiter in der Wohnung verteilt wird.

Staubwedel oder Haartrockner?

Auch Staubwedel funktionieren durch das Prinzip der statischen Aufladung, weshalb der Staub an den Wedeln aus Federn oder Kunststoff haften bleibt. Das große Plus beim Staubwedel: Durch die lange, manchmal ausziehbare Stange, an der die Wedel angebracht sind, kommt man in entlegenere und höhere Ecken der Räume.

Wichtig ist hier, dass die Borsten nicht kratzig, sondern schön weich sind, um empfindliche Oberflächen oder Tapeten nicht zu beschädigen. Meist lassen sich auch Heizungen mit dem Staubwedel entstauben, sofern er einen biegsamen Stab besitzt.

Sollte der Schmutz im Heizkörper hartnäckiger festsitzen, kann ein Haartrockner Abhilfe schaffen: Hängt man ein feuchtes Tuch hinter die Heizung und pustet dann von vorne mit dem Fön in die Ritzen, so bleibt der gelöste Staub im Tuch hängen.

Mann mit Staubwedel putzt Fensterjalousie

Staub bleibt durch statische Aufladung am Wedel haften

Gardinen, Teppiche und Betten

Wer nicht auf Gardinen und Teppiche verzichten will, sollte sie mehrmals im Jahr waschen, da sich in ihnen Staub besonders hartnäckig sammelt. Auch Betten sind gute Staubfänger: Sie sollte man so oft wie möglich im Freien ausschütteln, um den Staub nicht in der Wohnung zu verteilen.

(Erstveröffentlichung 2011. Letzte Aktualisierung 18.03.2020)

Quelle: WDR

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