Trendsportarten

Trendsportarten

Zu Wasser, zu Lande, in der Luft

Junger Mann führt Sprung mit Skateboard durch

Ein Trend, der 40 Jahre anhält? Klingt seltsam, ist aber möglich: Das Skateboardfahren wird seit Ende der 1970er Jahre von jeder Generation neu entdeckt.

Ein Trend, der 40 Jahre anhält? Klingt seltsam, ist aber möglich: Das Skateboardfahren wird seit Ende der 1970er Jahre von jeder Generation neu entdeckt.

Und es gibt immer wieder neue Varianten: So ist derzeit das Fahren mit Longboards sehr beliebt. Diese Boards sind länger, stabiler, bieten mehr Halt und sind weniger für Tricks, sondern mehr für die Fortbewegung gedacht – auch auf längeren Strecken.

Als ab Mitte der 1980er Jahre immer mehr Snowboards auf den Pisten auftauchten, schüttelten traditionelle Skifahrer nur den Kopf. Dieser alberne Trend würde sich bald wieder erledigt haben. Sie lagen falsch: Inzwischen ist Snowboarden weltweit akzeptiert und vom Nischen- zum Massensport geworden.

Zum Beachvolleyballspielen braucht man Strand, Sand und Sonne? Das war vielleicht früher so. Inzwischen hat sich der einstige Schönwetterspaß, der vor allem in Kalifornien und Brasilien betrieben wurde, vom Trend zur Olympia-Sportart gemausert und wird in fast allen Ländern der Welt gespielt. Auch in Deutschland. Und wie: Mit Laura Ludwig und Kira Walkenhorst wurden 2016 sogar zum ersten Mal Beachvolleyballerinnen zur Mannschaft des Jahres gewählt.

Auch wenn das Ziel das Gleiche ist: Mit dem traditionellen Bergsteigen hat Free Climbing wenig zu tun. Das "free" bezieht sich übrigens nur auf Kletterhilfen wie zum Beispiel Leitern, Seile, Haken oder Schlingen: Die dürfen beim Free Climbing nicht zur Fortbewegung genutzt werden. Als Sicherungen sind sie jedoch erlaubt.

Parkour ist eine moderne Mischung aus Turnen und Fortbewegung. Man holt Schwung, springt, fällt, zieht sich hoch – nur eben nicht in einer Turnhalle, sondern mitten in der Stadt. Als "Geräte" dienen Vorsprünge, Geländer, Mauern und Treppen.

Das Segel ist beim Kitesurfen nicht am Brett montiert, sondern wie ein Drachen (Englisch: "kite") an einer Leine, die zwischen 20 und 30 Meter lang ist. So kann man spektakuläre Sprünge wagen und bis zu 20 Sekunden lang durch die Luft fliegen.

Fitness-Studios haben einen großen Nachteil: Sie sind oft nur funktional, manche sogar stickig und schmuddelig. Deshalb gehen immer mehr Menschen für ihr Fitness-Programm vor die Tür. Hier kann man unter Anleitung Kraft, Beweglichkeit und allgemeine Fitness steigern. Und dabei auch noch frische Luft schnappen.

Zum Bouncen braucht man gebogene Stelzen mit Federn aus Metall oder Fiberglas. Die sorgen dafür, dass man sich meterhoch in die Luft katapultieren kann. Wer geübt ist, kriegt dann sogar Salti, Schrauben und Überschläge hin.

Beim Stand Up Paddling steht man auf einer Art Surfbrett und bewegt sich mit einem langen Stechpaddel durchs Wasser. Das geht auf dem Meer genauso wie auf Seen und Flüssen. Neben der gemütlichen Ausflugsvariante gibt es auch Wettrennen und sogar Stehpaddler, die sich ins Wildwasser wagen.

Im Gegensatz zum Balancieren auf dem straff gespannten Hochseil hängt das Seil beim Slacklining meist lose (Englisch: "slack") durch. Dennoch sind dieselben Fähigkeiten gefragt: Balance, Konzentration und Koordination.

Zumba, Crossfit oder Piloxing (eine Mischung aus Pilates und Boxen): Immer mehr Trendsportarten sind clever konzipierte Geschäftsmodelle. Wer Kurse anbieten will, muss eine Lizenz an den Erfinder oder Rechteinhaber zahlen, und auch die Ausbildung zum Trainer kostet ordentlich Geld.

Stand: 09.10.2018, 09:31 Uhr

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