Heimische Schmetterlingsarten

Heimische Schmetterlingsarten

Von Jakob Schiffer

Im Frühling und Sommer fliegen sie durch unsere Gärten: Schmetterlinge. Doch welche Arten findet man in Deutschland und wie kann man sie bestimmen?

ein Admiral auf einer violetten Blüte

Der Admiral gehört zur Familie der Tagfalter. Den Namen hat er seinem markanten Muster zu verdanken, das an eine Uniform erinnert: Die Flügeloberseite ist dunkelbraun gefärbt und hat einen breiten roten Streifen in der Mitte und am hinteren Außenrand. An der Spitze des Flügels ist sie weiß gepunktet. Die Unterseite der Flügel ist mit braunen, roten, schwarzen und violetten Flächen gemustert. Der Admiral kommt ursprünglich aus Südeuropa und verbrachte einst nur die Sommer in Mitteleuropa. Inzwischen hat sich hierzulande jedoch eine eigene Population ausgebildet und der Falter lässt sich in Deutschland sogar auch im Winter beobachten.

Der Admiral gehört zur Familie der Tagfalter. Den Namen hat er seinem markanten Muster zu verdanken, das an eine Uniform erinnert: Die Flügeloberseite ist dunkelbraun gefärbt und hat einen breiten roten Streifen in der Mitte und am hinteren Außenrand. An der Spitze des Flügels ist sie weiß gepunktet. Die Unterseite der Flügel ist mit braunen, roten, schwarzen und violetten Flächen gemustert. Der Admiral kommt ursprünglich aus Südeuropa und verbrachte einst nur die Sommer in Mitteleuropa. Inzwischen hat sich hierzulande jedoch eine eigene Population ausgebildet und der Falter lässt sich in Deutschland sogar auch im Winter beobachten.

Mit seinen weißen, leicht transparenten Flügeln gilt der Baum-Weißling als einer der schönsten Tagfalter. Ein weiteres Schönheitsmerkmal sind die schwarzen Adern. Sie durchkreuzen die Flügel und sind vor allem bei Männchen sehr ausgeprägt. Auch bei Weibchen kommen die Adern vor, sind aber ein wenig blasser. Bei der Wahl seines Lebensraums ist der Falter wenig wählerisch. Am häufigsten findet man ihn an halboffenen, sonnigen Standorten mit ein wenig Gebüsch. Neben dem Baum-Weißling leben in Deutschland auch einige andere Arten aus der Familie der Weißlinge. Die meisten Schmetterlinge dieser Gruppe erkennt man an ihrer weißen Grundfärbung – daher auch der Name.

Auch der Aurorafalter gehört zu den Weißlingen. Besonders die Weibchen kann man leicht mit anderen Schmetterlingen der Familie verwechseln. Ihre Flügeloberseite ist weiß mit einem schwarzen Punkt in der Mitte und schwarz-gefärbten Flügelspitzen. Bei männlichen Exemplaren fällt die Unterscheidung deutlich leichter. Zusätzlich zu den Merkmalen des Weibchens, sind ihre Vorderflügel zur Hälfte orange gefärbt. Möchte man den Aurorafalter unabhängig vom Geschlecht von anderen Arten abgrenzen, muss man sich die Unterseite der Hinterflügel anschauen. Hier findet man auf weißem Untergrund sowohl gelbliche Flecken, als auch Grau- und Grüntöne. In Deutschland kann man den Schmetterling vor allem im April und Mai beobachten. Dann sind die Männchen auf der Suche nach einem Weibchen zur Paarung.

Den Brombeerzipfelfalter (auch grüner Zipfelfalter genannt) kann man schnell übersehen: Mit seinen leuchtend grünen Flügelunterseiten ist er zwischen Blättern gut getarnt. Die Oberseite des Flügels ist braun. Die zeigt der Falter allerdings so gut wie nie, Allerdings zeigt der Falter sie so gut wie nie, da er seine Flügel im Sitzen meist zusammenklappt. Bei der Auswahl der Pflanzen für die Eiablage ist der Brombeerzipfelfalter nicht besonders wählerisch. Die Raupen des Schmetterlings fressen die Blätter von verschiedensten Pflanzenarten. Umso bedenklicher ist es, dass der Bestand seit Jahren stark zurückgeht. Darauf machte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) aufmerksam und ernannte ihn zum Schmetterling des Jahres 2020. Grund dafür ist die Veränderung der deutschen Forstwirtschaft. Unter anderem dunklere Wälder und zugewachsene Moore nehmen dem Falter immer mehr seines natürlichen Lebensraums.

Das Taubenschwänzchen gehört zur Gruppe der Nachtfalter, ist aber tagaktiv. Der Schmetterling wird aufgrund seines Flugstils häufig mit dem Kolibri verwechselt. Durch schnelle, kurze Flügelschläge kann er vor der Pflanze in der Luft stehen bleiben und den Nektar mit seinem drei Zentimeter langen Rüssel aufsaugen. Das hat den Vorteil, dass er nicht auf der Pflanze landen muss und so immer genügend Abstand zu potentiellen Fressfeinden hält. Auch sein schwarzgrauer Körper ähnelt dem eines Vogels. Die verlängerten Schuppen auf dem Rücken erinnern an ein Federkleid. Neben dem markanten Körper erkennt man das Taubenschwänzchen auch an seinen graubraunen Flügeln und den zwei markanten Fühlern.

Der Zitronenfalter ist einer der langlebigsten Tagfalter Europas. Insgesamt zehn bis elf Monate dauert das Leben des Schmetterlings. Um so lange durchzuhalten, legt er in seinem Leben zwei Ruhephasen ein: Die Winter- und die Sommerstarre. Direkt nach der Geburt Ende Juni zieht er sich meist unter ein Blatt zurück und verbringt dort die heiße Sommerzeit. Ist er aktiv, kann man den Falter leicht erkennen. Die Männchen fallen mit ihren leuchtend gelben Flügeln sofort auf, bei den blasseren Weibchen muss man schon etwas genauer hinschauen. Der Falter gehört trotz seiner Farbe übrigens zur Familie der Weißlinge. Eine weitere Besonderheit: Der Zitronenfalter verbringt die Winterstarre nahezu ungeschützt. Während sich andere Schmetterlingsarten Höhlen oder ähnliche warme Plätze suchen, überwintert der Zitronenfalter zum Beispiel unter einem Blatt. Das ist nur möglich, weil das Insekt sein eigenes Frostschutzmittel hat. Durch den Stoff Glycerin gefriert die Körperflüssigkeit des Falters nicht und er kann Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius aushalten.

Die vier großen, bunten Augen auf der Flügeloberseite des Tagpfauenfalters sind nicht nur schön anzusehen, sondern haben für das Insekt auch einen praktischen Zweck: Sie sollen Fressfeinde abschrecken. Durch die Augen soll der Feind denken, dass ihn ein großes Tier anschaut. Ist der Schmetterling nicht in Gefahr, klappt er seine Flügel meist zusammen, sodass die braune Unterseite zum Vorschein kommt. Die dient der Tarnung und lässt den Schmetterling aussehen wie ein vertrocknetes Blatt. Generell ist der Tagpfauenfalter in Deutschland weit verbreitet. Das liegt vor allem an seiner Futterpflanze. Die Raupen ernähren sich ausschließlich von der ebenfalls weit verbreiteten Brennnessel.

Mit seiner gelb-schwarzen Musterung und einer Flügelspannweite von bis zu acht Zentimetern gilt der Schwalbenschwanz als einer der schönsten und größten Schmetterlinge Europas. Besonders auffällig ist der kleine schwarze Zipfel und der rote Fleck am Hinterflügel. Außerdem erkennt man ihn an seinem gleitenden Flug. In den 1970er und 1980er-Jahren war der Schwalbenschwanz kurz vor dem Aussterben. Da heute weniger Umweltgifte eingesetzt werden, hat sich die Population mittlerweile wieder erholt. Um das zu feiern, ernannte ihn der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) 2006 zum Schmetterling des Jahres. Wer den Schwalbenschwanz in seinem Garten beobachten möchte, pflanzt am besten Dill, Fenchel oder Möhre. Auf diesen Pflanzen legen die Weibchen am liebsten ihre Eier ab.

Seinen Namen verdankt der C-Falter einer kleinen Zeichnung auf der Flügelunterseite. Neben der generellen Musterung mit verschiedenen Brauntönen findet sich dort ein kleiner weißer Strich, der die Form eines C hat. Die Oberseite der Flügel ist orange und hat schwarze, gelbe und braune Flecken. Außerdem sind die Flügel an den Seiten gezackt. Den C-Falter findet man meist an Waldwegen und -rändern.

Beim Hauhechel-Bläuling gibt es einen großen Unterschied zwischen dem Aussehen von Männchen und Weibchen. Während auf der Flügeloberseite der männlichen Schmetterlinge ein kräftiges blau zu sehen ist (siehe Bild), haben die Weibchen eine braune Flügeloberseite mit kleinen Blauanteilen und orangenen Flecken am Außenrand des Hinterflügels. Wie so oft ist die Unterseite der Flügel aber geschlechtsunabhängig: Der Grundton der Fläche ist graubraun. Darauf findet man schwarze Punkte mit weißer Umrandung und außen eine Reihe von orangenen Flecken. In Deutschland kann man den Hauhechel-Bläuling von Ende April bis September beobachten.

Stand: 11.12.2020, 11:43 Uhr

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