Zeckenstiche

Ein Schild warnt an einem Waldweg vor besonders häufigem Zeckenvorkommen

Zecken und andere Blutsauger

Zeckenstiche

Von Hans Jürgen von der Burchard

Zecken können Krankheiten übertragen. Wir geben Tipps zur Vorbeugung und Behandlung.

Vorbeugung

Um Zeckenstichen vorzubeugen, sollte man hohes Gras, Gebüsch und Unterholz nach Möglichkeit meiden. Wer sich dennoch in den Lebensraum der Zecken wagt, sollte geschlossene Kleidung und feste Schuhe tragen.

Zecken bevorzugen gut durchblutete Hautpartien wie Kniekehlen, Armbeugen oder den Genitalbereich. Es empfiehlt sich daher, nach jedem Ausflug in die Natur den Körper auf Zecken abzusuchen.

Einen gewissen Schutz gegen die krabbelnden Plagegeister bieten Repellents (Insektenschutzmittel). Die chemischen Mittel werden auf die Haut aufgetragen und verderben den Blutsaugern den Appetit.

Schild mit der Aufschrift "Bitte nicht ins hohe Gras, erhöhte Zeckengefahr"

Beliebtes Jagdrevier der Zecken: hohes Gras

Behandlung

Sobald man eine Zecke entdeckt, sollte man sie sofort entfernen. Das senkt das Infektionsrisiko. Am besten eignen sich Zeckenzangen oder Zeckenkarten, die in Apotheken erhältlich sind.

Vorsicht! Der Körper der Zecke darf nicht gequetscht werden. Dadurch lässt sich vermeiden, dass zusätzlich Krankheitserreger in die Stichwunde eindringen.

Vom Einsatz von Klebstoff, Öl oder Alkohol ist dringend abzuraten. Darauf reagieren Zecken mit erhöhtem Speichelfluss. Dadurch steigt die Gefahr sich anzustecken.

Die Zecke kann zur Untersuchung an ein entsprechendes Institut geschickt werden. Dort können Spezialisten feststellen, ob ein Tier mit Borrelien infiziert ist. In Baden-Württemberg ist dafür zum Beispiel das Landesgesundheitsamt zuständig.

Zeckenzange

Mit einer Zeckenzange lassen sich die Blutsauger gut entfernen

Stand: 11.09.2018, 10:54

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