Westafrikanischer Riedfrosch

Wüsten

Wie kann ein Frosch in der Wüste überleben?

Der westafrikanische Kreideriedfrosch beherrscht einen besonderen Trick.

Von Siegfried Klaschka

Für Frösche ist Wasser eigentlich überlebenswichtig. In manchen Trockengebieten der Erde haben sich unter ihnen Spezialisten herausgebildet, die nahezu ohne Wasser auskommen können.

Der kleine Kreideriedfrosch (Hyperolius nitidulus), der in den trockenen Savannengebieten Westafrikas lebt, hat spektakuläre Fähigkeiten. Er kann seine Hautfarbe verändern und sich so vor der Aufheizung durch Sonnenstrahlen schützen.

Wenn er genug Feuchtigkeit besitzt, ist er braun. Bei langer Trockenheit stellt er dann auf Weiß um. So verliert er durch geringere Aufheizung weniger Wasser.

Außerdem befinden sich in seiner Haut Kristalle, die Sonnenstrahlung zusätzlich reflektieren. Bei Hitze kauert er sich eng zusammen und bewegt sich kaum – auch das schützt vor Wasserverlust.

Bekommt er Regentropfen ab, nimmt er das Wasser mit den orangefarbenen Schleimhäuten wie ein Schwamm auf. Danach macht er sofort wieder dicht.

Zweigeteiltes Bild: Links sitzt ein brauner Frosch an einem Halm, rechts der gleiche Frosch am Halm, aber in 'weiß'.

Der kleine Frosch stellt bei Trockenheit auf "Weiß" um

Quelle: SWR | Stand: 07.10.2019, 14:32 Uhr

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