7 Tipps, um Antibiotika richtig einzunehmen

Animation: Mann nimmt Antibiotikum ein.

Resistente Keime

7 Tipps, um Antibiotika richtig einzunehmen

Von Angelika Wörthmüller

Warum Sie ein Antibiotikum nicht mit einem Glas Milch runterspülen sollten und warum Sie heutzutage nicht immer die ganze Packung Antibiotikum aufbrauchen müssen.

Tipp 1: Nicht mit Milch schlucken

Milchprodukte hemmen die Aufnahme von Antibiotika im Körper. Also sollten Sie die Medikamente nicht mit einem Glas Milch, sondern mit Wasser schlucken. Etwa vier Stunden später können Sie dann wieder Milch oder Joghurt genießen.

Tipp 2: Hände weg von Grapefruits

Sauer macht lustig und Grapefruitsaft ist gesund. Aber er sollte nicht zusammen mit Antibiotika getrunken werden. Die Frucht verstärkt die Wirkung von Antibiotika und erhöht dadurch das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen.

Tipp 3: Auf Alkohol verzichten

Wenn Ihr Körper mit einer Infektion kämpft, sollten Sie Ihre Leber nicht zusätzlich mit Alkohol belasten. Bei manchen Antibiotika verstärkt Alkohol außerdem die Nebenwirkungen; es können Kopfschmerzen und Herzrhythmusstörungen auftreten.

Tipp 4: Auf Wechselwirkungen achten

Wer regelmäßig Medikamente schluckt, sollte sich vor Wechselwirkungen in Acht nehmen. Magensäurehemmer und Kalziumpräparate schwächen die Wirksamkeit von Antibiotika, pflanzliche Mittel können diese verstärken. Andere Medikamente also erst einige Stunden nach den Antibiotika einnehmen oder den Arzt fragen!

Tipp 5: Besser Kondom als Pille

Wer ein Antibiotikum einnimmt, kann sich nicht mehr voll und ganz auf die Wirkung der Anti-Babypille verlassen. Das Medikament kann die Wirkung der Pille beeinträchtigen. Deshalb: Nutzen Sie zur Verhütung besser Kondome, bis Sie keine Antibiotika mehr einnehmen.

Tipp 6: Nur so lange, wie der Arzt empfiehlt

Lange Zeit hieß es, dass immer die gesamte Packung aufgebraucht werden muss, auch wenn es gesundheitlich schon vorher besser ging. Inzwischen ist bekannt: Je nach Infektion variiert die sinnvolle Dauer der Einnahme. Folgen Sie also der Anweisung des Arztes, und nehmen Sie Antibiotika nicht länger ein als nötig.

Tipp 7: Besser zu Schmalspektrum-Antibiotika greifen

Schmalspektrum-Antibiotika wirken nur gegen eine kleine Zahl spezifischer Erreger, Breitspektrum-Antibiotika gegen eine möglichst weitgefächerte Anzahl. Fragen Sie Ihren Arzt, ob ein Schmalspektrum-Antibiotikum ausreicht. Mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, macht keinen Sinn.

Stand: 13.06.2019, 11:00

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