Die Fujita-Skala

Tornado und Blitz

Tornados

Die Fujita-Skala

Aufgrund der extremen Windgeschwindigkeiten wurde für Tornados eine eigene Skala zur Klassifizierung entwickelt: die Fujita-Skala. Benannt ist sie nach dem bekanntesten Tornadoforscher der USA, Dr. Ted Fujita.

Je nach Windgeschwindigkeit wird der Wirbelsturm von F0 bis F5 eingestuft. Die Skala reicht theoretisch bis F12, was einer Windgeschwindigkeit von mehr als 1000 Kilometern pro Stunde entspricht. Doch die maximale, bisher gemessene Geschwindigkeit eines Tornados liegt bei 510 Kilometern pro Stunde (F5).

Tornadoforscher glauben nicht an F6-Tornados oder noch höhere Windgeschwindigkeiten: Nach der Physik der Wolke seien maximal 600 Kilometer pro Stunde möglich. Soweit die Theorie. In der Praxis funktioniert die Einteilung nach Geschwindigkeit nicht, denn die kann nicht zuverlässig gemessen werden. Also wird der Schaden begutachtet und der Tornado danach eingestuft.

In den USA wird seit 2006 eine modifizierte Skala, die sogenannte EF-Skala (Enhanced Fujita Scale), verwendet.

F0 (<=117 km/h)

Leichte Schäden an Schornsteinen, abgebrochene Äste und Baumkronen, flach wurzelnde Bäume entwurzelt, Plakatwände umgeworfen.

F1 (117-180 km/h)

Wellblech oder Dachziegel abgehoben und Wohnmobile werden umgeworfen, fahrende PKW werden verschoben.

F2 (180-252 km/h)

Dächer werden als Ganzes abgedeckt, Wohnmobile werden vollständig zerstört, große Bäume werden entwurzelt, leichte Gegenstände werden zu gefährlichen Projektilen.

F3 (252-333 km/h)

Dächer und leichte Wände werden abgetragen, Züge entgleisen, Wald wird großteils entwurzelt, LKW werden umgeworfen oder verschoben.

F4 (333-419 km/h)

Holzhäuser mit schwacher Verankerung werden verschoben, PKW werden umgeworfen, schwere Gegenstände werden zu gefährlichen Projektilen.

F5 (>419 km/h)

Holzhäuser werden von ihren Fundamenten gerissen, weit verschoben und zerlegt.

Autor: Dirk Beppler

Stand: 07.09.2017, 14:00

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