Tierische Helfer

Tierische Helfer

Spürnasen, Arbeitspferde und Jagdgehilfen

Extremer geht es kaum: Am 3. November 1957 startete die Hündin Laika (zu Deutsch "Kläffer") mit der sowjetischen Sputnik-2-Kapsel auf ihren Raumflug. Sie war das erste Lebewesen, das in einem künstlichen Satelliten die Erde umkreiste.

Von ihrem späteren Ruhm hatte Laika allerdings nichts: Nur fünf Stunden nach dem Start starb das Tier an Stress und den hohen Temperaturen in der Raumkapsel, die durch einen defekten Hitzeschild ausgelöst wurden. Trotzdem behauptete die sowjetische Regierung jahrelang, Laika sei erst am Ende der elftägigen Mission beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verstorben.

Keine Chance für Bargeld-Schmuggler: Mit ihrer feinen Nase erschnüffelt Hündin Dina am Frankfurter Flughafen verstecktes Geld in Gepäckstücken und Paketen. Ihre Herrchen vom Zoll haben sie dabei auf größere Geldmengen trainiert, damit sie nicht bei jedem Passagier-Portemonnaie anschlägt.

Bei Katastrophen wie dem Erdbeben in Haiti im Januar 2010 sind Spürhunde die wichtigsten Retter. Rund 160 tierische Helfer suchten dort unter den Trümmern nach verschütteten Menschen. Die hoch spezialisierten Hunde können selbst unter meterdicken Schuttschichten noch Menschen riechen. Doch die Arbeit ist auch anstrengend: Selbst die stärksten Schnüffler brauchen etwa alle 15 Minuten eine Pause.

Nicht nur auf der Erde, sondern auch darunter galten Pferde lange Zeit als zuverlässige Arbeitstiere. Ab etwa 1840 kamen Pferde regelmäßig in Bergstollen als Lasttiere zum Einsatz. Vor den Gefahren des Bergbaus waren sie allerdings genauso wenig gefeit wie ihre menschlichen Kumpel. Tausende Pferde starben bei Unfällen oder an Lungenkrankheiten. Das letzte Grubenpferd Deutschlands hieß Tobias und ging erst 1966 in Rente.

Bereits in der Antike gehörten berittene Streitkräfte zu jeder schlagkräftigen Armee. Was jedoch viele nicht wissen: Auch noch im Ersten und Zweiten Weltkrieg kam die Kavallerie zum Einsatz. Es wird geschätzt, dass zwischen 1914 und 1918 etwa 500.000 Pferde auf den Schlachtfeldern starben, also etwa ein Drittel der eingesetzten Tiere. Im Zweiten Weltkrieg zogen sogar 2,7 Millionen Pferde in die Schlacht, von denen etwa 1,8 Millionen die Kämpfe nicht überlebten.

Riesenhamsterratten haben eine besonders feine Nase. Deshalb werden sie als tierische Detektoren für Landminen zum Beispiel in Mosambik eingesetzt. Nach einem ausgedehnten Sprengstoff-Schnuppertraining werden die Nager an einem Geschirr über minenverseuchtes Gelände geführt. Sobald sie dabei etwas Verdächtiges riechen, scharren sie mit den Füßen.

Doch nicht nur Ratten werden zur Minensuche eingesetzt. In den USA arbeiten Forscher an einer Methode, die gewöhnliche Honigbienen als Minensucher trainiert. Den Insekten wird dabei beigebracht, den Geruch von Sprengstoff mit Nahrung zu verbinden und gezielt anzusteuern. Bereits nach zwei Tagen ist das Training abgeschlossen. Dort, wo sich die meisten Bienen anschließend niederlassen, finden Räumungsteams dann die Landminen.

Wie kann man der Taubenplage in großen Städten Herr werden? Man setzt auf die natürliche Konkurrenz: Immer häufiger werden zahme Falken, Bussarde oder Habichte eingesetzt, um die Stadtvögel das Fürchten zu lehren. Dabei schlagen die Greifvögel die Tauben allerdings nicht, sondern vertreiben sie lediglich aus dem Revier.

Stand: 15.08.2018, 10:00 Uhr

Darstellung: