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Warum heißt das Eisbein "Eisbein"?

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Eisbein ist einer der Klassiker der deutschen Küche. Wenn man das Fleisch betrachtet, bevor es gegart und mit Sauerkraut garniert auf dem Teller dampft, dann weiß man, woher es seinen Namen hat: Die feste weiße Fettschicht umgibt das Fleisch und sieht sehr nach Schnee und Eis aus. Oder kommt die Bezeichnung doch daher, dass man das fette Haxenstück traditionell erst isst, wenn es draußen kalt ist - nach dem ersten Frost?

Nahaufnahme von einem rohen Eisbein. (Rechte: wellenreiter.tv/WDR)

Das Fleisch sitzt beim Eisbein unter einer dicken Fettschicht

Vergrößern

"Zum Eislauf geeigneter Knochen"

Um den Namen "Eisbein" ranken sich viele Gerüchte. Wahr ist, dass unsere Vorfahren ständig auf Wanderschaft waren - ohne so etwas wie feste Schuhe an den Füßen. Vor allem in kalten Regionen suchten sie nach einem Mittel, um vereiste und verschneite Strecken zu überwinden. Die Röhrenknochen, an denen das Beinfleisch der erlegten Tiere hing, eigneten sich hervorragend für diesen Zweck. Sie haben nämlich eine Hohlform und sind sehr stabil. Die Menschen bohrten Löcher in den Knochen und befestigten sie mit Sehnen an ihren Füßen. Sehr viel später wurde dieses Modell verfeinert, der Knochen durch Metallkufen ersetzt. Aber noch heute heißen Schlittschuhe auf Schwedisch "isläggor" - "Eisbeine" und auf Norwegisch fast genauso, nämlich "islegg". Der Name eines unserer Leibgerichte bedeutet also "zum Eislauf geeigneter Knochen".

Alessandro Nasini/Ulrike Vosberg, Stand vom 10.01.2012

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Bildcollage zum Thema Lebensmittel (Rechte: WDR)

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