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Gibt es auch giftige Vögel?

Ja, nicht nur Schlangen oder Spinnen, sondern auch Vögel können giftig sein. Allerdings scheint sich die Giftigkeit in erster Linie auf einige wenige Vogel-Arten zu beschränken, die in den Regenwäldern Neuguineas leben. So sind etwa die Pitohuis - knapp 25 Zentimeter große, rot-braun-schwarz gefiederte Vögel - giftig. Entdeckt wurde ihr Gift erst im Jahre 1990. Als ein Biologe durch den Schnabelhieb eines Pitohuis verletzt wurde und die Wunde ableckte, verspürte der Wissenschaftler ein Brennen im Mund, Lippen und Zunge wurden pelzig.

Bild eines Pitohui mit orangebraun und schwarz gefärbtem Gefieder. (Rechte: SWR)

Hübsch und giftig: der Pitohui aus Neuguinea

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Die Analyse ergab, dass Federn, Haut und Muskulatur der Pitohuis ein Toxin enthalten, das dem Gift von kolumbianischen Pfeilgiftfröschen ähnelt. Die Biologen konnten bei allen "Giftvögeln" erhebliche Unterschiede in der Konzentration der Toxine nachweisen - sogar innerhalb einer Art. Sie vermuten daher, dass die Tiere die Giftstoffe aus der Umwelt aufnehmen. Möglicherweise wandeln die Vögel Bestandteile ihrer Nahrung, die vor allem aus Insekten oder Früchten besteht, zu Toxinen um.

Neben den Pitohuis sollen auch andere Vögel in Neuguinea giftig sein. Die Einheimischen bezeichnen den Pitohui als "Abfallvogel": sie essen sein Fleisch nicht, weil es bitter schmeckt und bei Verzehr "schlimmer als Chilischoten" brennt. Ferner gelten sogar Wachteln in bestimmten Regionen und zu bestimmten Jahreszeiten als mäßig giftige Mahlzeit. Man vermutet, dass die Vögel während ihres Zuges Samen von Giftpflanzen fressen und auf diese Weise deren Inhaltsstoffe in ihrem Körper speichern. Bislang ist die Giftigkeit bei Vögeln allerdings nur wenig erforscht.

Eingerollt liegt eine Kreuzotter im Sand und lauert auf Gefahr. (Rechte: dpa)

Kreuzottern sind sehr scheue Tiere

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Welches ist die gefährlichste heimische Giftschlange?

Die Kreuzotter mit dem auffälligen Zickzackmuster auf dem Rücken bekommt man nur selten zu Gesicht. Das scheue Tier steht unter Artenschutz und ist in seinem Bestand bedroht. Am ehesten trifft man Kreuzottern auf abgelegen Wegen, auf denen sie sich gerne sonnen. Der Biss ist für gesunde Erwachsene normalerweise nicht tödlich, sollte aber in jedem Fall vom Arzt behandelt werden. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Kindern und älteren Erwachsenen kann das Gift aber in seltenen Fällen lebensbedrohend sein.

Kreuzottern sind vor allem in Nord-, Mittel- und Osteuropa verbreitet. Sie bevorzugen kühlere Lebensräume mit hoher Luftfeuchtigkeit, besonders Moore, Sümpfe aber auch Bergwiesen, Wald- und Feldraine. Eine ausgewachsene Kreuzotter wird bis zu 80 Zentimeter lang.

Das Gift der Aspisviper ist noch etwas stärker als das der Kreuzotter, aber auch ihr Biss ist für einen gesunden Menschen nicht tödlich. Die Aspisviper ist äußerst Wärme liebend und kommt in Deutschland inzwischen nur noch vereinzelt im Südschwarzwald vor.

Susanne Wagner, Stand vom 01.03.2011

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Bildcollage zum Thema Tierisches (Rechte: dpa)

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