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Amerikanischer Schwarzbär

Der Amerikanische Schwarzbär lebt in Nordamerika - dort bevölkert er die Wälder und Flussläufe von Alaska über Kanada bis nach Florida und Mexiko. Die mittelgroßen Bären mit den kräftigen Krallen wurden früher stark bejagt. Ihre Lebensräume vernichtete der Mensch, um Acker- und Siedlungsfläche zu gewinnen. Teilweise waren die Bestände des "Baribal", wie der Amerikanische Schwarzbär auch genannt wird, stark dezimiert. Inzwischen sind die Schwarzbären aber wieder sehr zahlreich vertreten und gelten als die häufigste Großbärenart.

Ein Amerikanischer Schwarzbär am Wasser. (Rechte: Mauritius)

In Nordamerika weit verbreitet

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Speiseplan

Größe und Gewicht des Baribal können je nach geografischer Lage und Ernährung sehr unterschiedlich sein. Die Männchen erreichen im Durchschnitt ein Gewicht von 120 Kilogramm. Es gibt jedoch, abhängig von der Nahrung, durchaus auch Schwergewichtler von mehr als 300 Kilogramm. Amerikanische Schwarzbären ernähren sich überwiegend von Gräsern, Beeren, Nüssen und Insekten. In Gegenden mit entsprechendem Angebot fressen die anpassungsfähigen Tiere aber auch Vogeleier, Bienenhonig, Mäuse, Lachse, Hirsch- und Elchkälber sowie Aas.

Besonders intelligent

Amerikanische Schwarzbären gelten als besonders intelligent und neugierig. Normalerweise meiden sie den Menschen, denn der ist neben Wolf und Braunbär ihr gefährlichster Feind. In den Nationalparks und Schutzgebieten aber lernen die Baribals, dass Menschen Futter mitbringen. So plündern sie Abfälle, fressen Essensreste und lassen sich auch gerne füttern. Das ist eigentlich strengstens verboten, weil sich die Tiere an die regelmäßige Fütterung gewöhnen können. Bleibt sie dann aus, reagieren die Bären aggressiv und können Menschen angreifen.

Ein junger Schwarzbär im Gras (Rechte: Mauritius)

Die Jungbären bleiben rund anderthalb Jahre bei ihrer Mutter

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Winziger Nachwuchs

Schwarzbären sind gute Kletterer und können sich lange auf Bäumen aufhalten. Ältere Tiere tun dies jedoch nur im Fall einer drohenden Gefahr. Typisch sind auch die Baummarkierungen: Mit Zähnen und Klauen hinterlassen die Tiere tiefe Kratzspuren in der Rinde. Bislang ist der Sinn dieses Verhaltens noch unklar, man vermutet hinter diesen tierischen Zeichen die Reviermarkierung oder eine Art Orientierungshilfe. Von Juni bis August treffen sich die Männchen und Weibchen zur Paarung. Im Januar bringt dann die Bärin zwei bis drei Junge in einem gut geschützten Winterquartier zur Welt. Der Nachwuchs ist bei der Geburt fast nackt und wiegt nur 220 bis 290 Gramm. Die Jungtiere bleiben eineinhalb Jahre bei ihrer Mutter, bis sie selbstständig sind.

Nicht alle Schwarzbären sind schwarz

Wie ihr Name schon sagt: Schwarzbären besitzen ein schwarzes Fell, zumindest ist dies die vorherrschende Farbe im Osten Amerikas. In Richtung Westen werden die Bären jedoch immer heller, ihre Fellfärbung kann schokoladenbraun, honiggelb oder auch rötlichbraun - zum Beispiel bei den so genannten Zimtbären - sein. Hin und wieder kommen sogar weiße und cremfarbene Tiere vor. Sie gehören zu den Kermode- oder Geisterbären, einer in Kanada lebenden Unterart. Etwa zehn Prozent dieser Unterart ist durch eine sehr helle Fellfärbung gekennzeichnet.

Die biologische Funktion der Farbvarianten ist noch nicht eindeutig geklärt. Wissenschaftler vermuten einen Vorteil beim Kampf ums Überleben. So sind schwarze Bären in dichten dunklen Wäldern besser getarnt, während in den offeneren, lichten Bereichen der Vorgebirge heller gefärbte Exemplare besser zurechtkommen.

die Schwarzweiß-Zeichnung zeigt Roosevelt im Vordergrund mit einem Gewehr und ablehnender Geste. Im Hintergrund hält ein anderer Mann einen kleinen Bären fest. (Rechte: Margarete Steiff GmbH, Giengen)

Karikatur der Washington Post vom 16.11.1902

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Schwarzer Teddybär

Für die Geburt des legendären "Teddybären" ist angeblich ein junger Schwarzbär verantwortlich: US-Präsident Theodore Roosevelt soll im Jahr 1902 bei einer Jagd auf Schwarzbären in Mississippi kein einziger Bär begegnet sein. Daraufhin fingen ihm seine Begleiter ein Jungtier und banden es an einen Baum. Doch der Präsident weigerte sich, auf den wehrlosen Bären zu schießen.

In der amerikanischen Tageszeitung "Washington Post" erschien eine Meldung über die erfolglose Bärenjagd des Präsidenten, begleitet von einer inzwischen weltberühmten Karikatur. Dies inspirierte angeblich einen Spielzeugfabrikanten dazu, Plüschbären herzustellen, die den Spitznamen Roosevelts erhielten: Teddy.

Susanne Wagner, Stand vom 25.04.2012
Sendung: Bären, Wölfe und Biber - Misstrauisch beäugte Rückkehrer, 26.04.2012

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