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Geschichte Preußens

Preußen – das ist noch immer ein Mythos deutscher Geschichte. Klischees von Gehorsam, Pflichterfüllung, Untertanengeist, Militarismus auf der einen sowie Toleranz und Religionsfreiheit auf der anderen Seite lassen sich damit verbinden. Aber auch historische Utensilien wie die Pickelhaube, Uniformen oder Tabakpfeifen bestimmen unsere Vorstellung von Preußen. Es sind aber vor allem die Denkmäler und Bauten wie der Berliner Dom, Schloss Sanssouci oder die Kirchen von Karl Schinkel, die als Zeugen preußischer Geschichte bis in die Gegenwart hineinreichen.

Die Federlithographie nach einer Zeichnung von Franz Skarbina (1849-1910) zeigt Friedrich den Großen im Rock der Potsdamer Garde. (Rechte: AKG)

König Friedrich II. - Inbegriff der preußischen Geschichte

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Die Anfänge des Königreichs Preußen

Was später Preußen genannt wurde, war zunächst nur ein geografischer Flickenteppich, bestehend aus dem Kurfürstentum der Mark Brandenburg, dem Herzogtum Preußen rund um Königsberg sowie einzelner Gebiete rund um Kleve und Ravensberg im Westen des Reiches. Kurfürst Friedrich III. (1657-1713) war der erste, der diesem zusammenhanglosen Territorium den Namen Königreich Preußen gab. Der ehrgeizige Fürst machte sich im Winter 1701 auf den Weg nach Königsberg, um sich dort selbst als Friedrich I. zum "König in Preußen" zu krönen. Doch es war ihm noch nicht erlaubt, sich "König von Preußen" zu nennen, da Teile Preußens noch unter polnischer Hoheit standen.

Karte von Preußen 1618 (Rechte: SWR)

Karte von Preußen 1618

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Nach ersten Widerständen der europäischen Monarchen gewöhnte man sich mit der Zeit daran, vom Königreich Preußen zu sprechen. Parallel zu den von Erfolg gekrönten machtpolitischen Bestrebungen hatten bereits die kurfürstlichen Vorgänger des neuen preußischen Königs mit einer erfolgreichen Einwanderungspolitik begonnen, die Friedrich I. nun fortsetzte. Das Kernland Brandenburg war durch den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) stark verwüstet worden, die Einwohnerzahl hatte sich durch Seuchen und Hungersnöte halbiert. Dem neuen König gelang es wie seinen Vorfahren, ethnische und religiös verfolgte Minderheiten aus anderen europäischen Regionen ins Land zu holen. Als Lockmittel erhielten die Zugewanderten unter anderem eine mehrjährige Steuerbefreiung, freie Bauplätze und kostenloses Material für den Häuserbau. Vor allem aber sicherte der preußische Staat ihnen Religionsfreiheit zu. Die Einwanderungswelle dauerte noch bis weit in das 18. Jahrhundert hinein an.

Friedrich II. bei Kunersdorf, Farbdruck nach Richard Knoetel (Rechte: AKG)

Schlacht bei Kunersdorf 1759

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Auf dem Weg zur europäischen Großmacht

Zum machtpolitischen Rückgrat Preußens wurde das Militär. Besonders König Friedrich Wilhelm I. (1688-1740), der den Beinamen "Soldatenkönig" erhielt, begann mit einer umfassenden, den Staat beherrschenden Armeereform. Er führte die Wehrpflicht ein, vergrößerte die Armee und verschärfte den Drill und die Disziplin unter den Soldaten. Seine militärische Besessenheit, die Kunst und Kultur ausbluten ließ, verkörperte der Aufbau seines persönlichen Regiments, der "Langen Kerls". Obwohl König Friedrich Wilhelm I. pedantisch auf das Geld schaute, verschleuderte er für seine "Langen Kerls" ein Vermögen. Trotz der militärischen Aufrüstung führte der König zusammen mit Dänemark und Sachsen nur einen einzigen Krieg gegen Karl XII. von Schweden, der das Territorium Preußens nach Norden und zur Ostsee erweiterte.

Erst sein Sohn Friedrich II. (1712-1786), der in der Jugend als feinsinniger und aufgeklärter Kronprinz galt, führte als König viele zermürbende und verlustreiche Kriege. Seine Hauptgegnerin war Maria Theresia, die Erzherzogin von Österreich. Im Winter 1740 griff Friedrich II. zum ersten Mal Schlesien an. Ein Großteil der österreichischen Provinz wurde ihm nach zwei Jahren im Berliner Frieden zugesprochen. Insgesamt führte Friedrich II. viele Kriege, die Preußen große Gebietsgewinne sicherten. Doch damit nicht genug. In der ersten polnischen Teilung von 1772, bei der Russland, Österreich und Preußen das polnische Königreich unter sich aufteilten, konnte er weite Teile Westpreußens, das Verbindungsstück zwischen Brandenburg und Königsberg, besetzen. Damit gelang es ihm, das zersprenkelte Staatsterritorium weiter zusammenzuführen. Fortan durfte er auch den Titel "König von Preußen" führen. Aus dem einstigen Flickenteppich war eine ernst zu nehmende Großmacht inmitten Europas geworden.

Kupferstich von Karl August von Hardenberg. (Rechte: AKG)

Karl August von Hardenberg reformierte die Verwaltung

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Territoriale Ausdehnung und Reichsgründung

Unter Friedrich II. hatte Preußen zwar viel Territorium dazu gewonnen, seine weiteste Ausdehnung erhielt es aber erst unter seinen Nachfolgern. Der ersten polnischen Teilung folgten unter König Friedrich Wilhelm II. (1744-1797) zwei weitere. Preußen konnte sich die polnischen Städte und Gebiete Warschau, Danzig, Posen, Thorn und Zentralpolen einverleiben. Es verfügte nun über ein so großes Staatsgebiet wie nie zuvor in seiner Geschichte. Außer seinen territorialen Zugewinnen tat sich Friedrich Wilhelm II. vor allem durch die Einführung des "Allgemeinen Preußischen Landrechts" hervor, das allen Bürgen eine zivil- und strafrechtliche Sicherheit gewährte.

Im weiteren Verlauf der Geschichte waren es wieder Kriege, die Preußens Vormachtstellung in Mitteleuropa festigten. Das Ende der Napoleonischen Kriege durch den Wiener Kongress im Jahr 1815 sorgte für eine territoriale Neuordnung des Kontinents. Der Zugewinn der polnischen Gebiete wurde einerseits bekräftigt, andererseits kamen im Westen neue Landstriche hinzu: Westfalen und das Rheinland wurden nun preußisch.

Innenpolitisch war der Beginn des 19. Jahrhunderts durch viele Reformen geprägt. Verwaltung, Regierung, Landwirtschaft und Heer wurden neu strukturiert. Von großer Bedeutung waren die Gewerbefreiheit und die Bildungsreform, die Wilhelm von Humboldt in die Wege leitete. Er forderte die Freiheit von Forschung und Lehre ein, die das Universitätssystem bis heute prägt. Nach dem Wiener Kongress machte sich auf der anderen Seite jedoch auch eine restriktive Politik gegenüber nationalen und liberalen Bestrebungen breit.

Nachdem sich Preußen durch die Gebiete im Westen territorial gefestigt hatte, konnte es im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts seine Vormachtstellung behaupten und seinen größten Konkurrenten Österreich in der Schlacht von Königgrätz 1866 erfolgreich ausschalten. Fünf Jahre später wurde Preußen zum Motor der deutschen Reichsgründung. Der preußische König Wilhelm I. wurde 1871 zum deutschen Kaiser gekrönt. Der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck wurde deutscher Reichskanzler. Damit wurde Preußen Teil des neu gegründeten Deutschen Reiches.

Sabine Kaufmann, Stand vom 28.12.2010
Sendung: Ostpreußen - Spurensuche in einem Land der Widersprüche, 28.12.2010

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Bildcollage zum Thema Preußen (Rechte: AKG/SWR)

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