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Monets Garten - Touristenmagnet in Giverny

Eine Menge Anregungen für die Gestaltung des eigenen Paradieses bietet der Garten des französischen Impressionisten Claude Monet. Im Jahr 1890 zog Monet aufs Land nahe Paris. In Giverny baute er sich seine Welt als Mikrokosmos nach - einen Garten mit üppigen Blumenbeeten und einer faszinierenden Wasserlandschaft. Heute ist der Garten, der den Landschaftsmaler Monet in seiner zweiten Schaffenshälfte besonders zu den berühmten Seerosen-Bildern inspirierte, ein Touristenmagnet.

Portraätgemälde von Claude Monet mit Pfeife beim Zeitung lesen. (Rechte: AKG)

Claude Monet liebte seinen Garten

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Zum Malen angelegte Naturszenerie

In Giverny wurde neben dem Malen der Ausbau des Gartens zu Monets zweiter großer Leidenschaft. Beides war eng miteinander verknüpft, denn seinem immer kunstvoller gestalteten Anwesen verdankte Monet in den letzten Jahrzehnten seines Lebens die hauptsächlichen Bildsujets. Dieser Garten war nicht nur ein Refugium, sondern auch ein Labor: Monet gestaltete den Garten so, dass von ihm die Inspiration für die Bilder ausging, die er dann malte. Bilder, die bereits in seinem Kopf existierten, wurden von ihm konsequent im Garten umgesetzt. Das durch wiederholte Zukäufe und Umgestaltungen vergrößerte und verschönerte Grundstück war zweigeteilt: zum einen das Wohnhaus mit dem sich anschließenden Blumengarten und zum anderen der große Wassergarten jenseits einer das Grundstück durchquerenden Eisenbahnlinie.

In einem dicht bewachsenen Garten steht ein Wohnhaus mit Spitzdach. Auch das Haus ist mit Pflanzen bewachsen. (Rechte: dpa)

Mitten im Garten liegt das Haus des Malers

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Bei der Gartengestaltung hat Monet nichts dem Zufall überlassen: Sechs angestellte Gärtner halfen ihm bei der Umsetzung seiner Ideen. Es entstanden systematische Beete, die vom Frühjahr bis zum Spätherbst immer wieder neu blühten. Er arrangierte Zwiebelgewächse, Stauden und Einjahresblumen und schaffte Plätze für Ruhe. Der Mittelpunkt des Wassergartens ist der künstlich angelegte Seerosenteich und die darüber führende japanische Brücke.

Das Ölgemälde zeigt einen Garten mit einer Brücke, die sich in einem Teich spiegelt. Blau- und Rottöne dominieren das Bild. (Rechte: AKG)

Monets japanische Brücke

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Die Seerosen-Bilder - ein Gartenmotiv in Serie

Monet interessierte sich für das Atmosphärische, die subjektive Empfindung der Realität, die augenblickliche Stimmung. Wichtig war ihm die Unmittelbarkeit seiner Wahrnehmung. Paul Cézanne fasste Monets Stil treffend zusammen: "Monet ist ein Auge, das wunderbarste Auge, seit es Maler gibt." Monet liebte das Wasser und das Spiel der Reflexe auf seiner bewegten Oberfläche, die Spiegelungen des Lichts, das Flimmern einer sich beständig verändernden Atmosphäre; das wechselnde Wetter gab ihm hundertfach Anregung.
Seit 1897 widmete sich Monet immer wieder den Wasserrosen, schuf rund 100 Variationen in immer wieder anderen Lichtstimmungen - ein Gartenmotiv in Serie. Der Teich und die Seerosen verdrängten alle anderen Motive, von 1912, dem Jahr, in dem bei Monet der graue Star diagnostiziert wurde, bis zu seinem Tod im Jahr 1926, wurden sie zum fast einzigen Thema seiner Malerei. Er hatte hier sein Lebensmotiv in unendlichen Variationen vor sich: Die Seerosenbilder lassen das Glück des Malers ahnen, seiner schwindenden Sehkraft immer wieder Bilder einer werdenden und vergehenden und damit unfassbaren Wirklichkeit abzuringen.

Touristenmagnet

Heute ist der Garten in Giverny, der eine Stunde entfernt von Paris liegt und zum Department L'Eure en Normandie gehört, für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein Hauch von Fin de Siècle schwebt durch die Räume des alten Hauses. Eine Unterführung führt heute zu den berühmten Wassergärten, das Grundstück ist immer noch zerschnitten.

Natalie Muntermann, Stand vom 01.06.2009

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Collage aus Gartenzaun, Blume und Baum. (Rechte: WDR)

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