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Die zehn wichtigsten Angelfischarten in Deutschland

Im Süßwasser lassen sich allein in Nordrhein-Westfalen weit über 30 Fischarten mit der Angel erbeuten, viele davon sind hervorragende Speisefische. Aber auch im Meer gibt es schmackhafte Fische. Hier eine Auswahl der beliebtesten Arten.

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Forelle

Dort wo die heimische Bachforelle (salmo trutta) noch selbst laichend ihren Bestand erhalten kann, ist ein Fluss noch in Ordnung. Leider ist dies durch Verschlammung und Begradigung der Gewässer nicht mehr oft möglich. Wer diesen herrlichen Fisch nur aus dem Geschäft oder dem Restaurant kennt, kann kaum glauben, dass er durchaus 1,10 Meter bei einem Gewicht von über 15 Kilogramm erreichen kann.

Gefangener Wels hängt zwischen zwei Anglern. (Rechte: dpa)

Ein Wels von 2,36 Metern Länge und 74 Kilogramm Gewicht

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Wels

Ursprünglich kam der europäische Wels (silurus glanis) in Osteuropa bis zur Elbe und im Donaugebiet vor. Inzwischen ist er auch im Einzugsgebiet des Rheins heimisch und wurde in viele Seen eingesetzt. Mit Längen von zwei bis drei Metern und einem Gewicht von über 80 Kilogramm ist er der Traum vieler Angler. Er ist ein Raubfisch, der eigentlich alles frisst, was in seine beeindruckende Mundhöhle passt. Dies können durchaus auch ausgewachsene Enten sein. Trotz der beeindruckenden Größe brauchen sich Schwimmer und Badegäste nicht zu ängstigen, Welse sind harmlos. Beim Schnorcheln kann man sich diesen scheuen, aber neugierigen Tieren bis auf Streichelentfernung nähern.

Ein Taucher beobachtet einen Hecht. (Rechte: WDR)

Hechte haben ab einer gewissen Größe keine natürlichen Feinde mehr

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Hecht

Hechte (esox lucius) sind durch ihren torpedoförmigen Körper mit weit hinten liegenden Flossen absolute Kurzstreckensprinter. Sie lauern in Pflanzenwäldern oder in versunkenen Bäumen auf vorbeischwimmende Beute. Bei möglichen Längen von über 1,50 Metern bei einem Gewicht von über 30 Kilogramm kann diese Beute bei großen Hechten ebenfalls sehr groß sein. Trotz der beeindruckenden Zähne sind auch Hechte keine Gefahr für Badegäste.

Ein gefangener Zander liegt am Ufer auf Steinen. Hinter ihm kniet der Angler, die Angel in der Hand. (Rechte: dpa)

Ein Zander aus der Oder

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Zander

Der Zander (sander lucioperca), auch Hechtbarsch genannt, kam wie der Wels früher nur in der Elbe und weiter östlich vor. Heute ebenfalls im Rheingebiet und durch Besatz in vielen Seen. Als die Seen durch Überdüngung und Algenwuchs immer trüber wurden, sollte er den zurückgehenden Hechtbestand ersetzen. Als hervorragender Speisefisch erreicht der Zander Längen bis 1,20 Metern bei einem Gewicht von bis zu 20 Kilogramm.

Gefangener Flussbarsch über Eisloch. (Rechte: dpa)

Flussbarsche lassen sich auch unter dem Eis erbeuten

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Flussbarsch

Der Flussbarsch (perca fluvialis) kommt überall in West- und Osteuropa vor. In vielen Seen gehört er zu den häufigsten Fischen. Gigantische Schwärme von Jungbarschen ernähren nicht nur die großen Barsche, sondern auch alle anderen Raubfische eines Gewässers während des Jahres. Wirklich große Exemplare sind selten, aber mit 60 Zentimetern Länge bei 3,5 Kilogramm sind sie schon beeindruckende Räuber und hervorragende Speisefische. Beim Schnorcheln oder Tauchen lassen sich mitunter Trupps mittelgroßer Barsche beobachten, die, Wolfsrudeln ähnlich, koordiniert Jungfischschwärme zusammentreiben und dadurch sehr erfolgreich jagen.

Angler hält einen großen Karpfen. (Rechte: dpa)

Große Karpfen werden auch "Wasserschweine" genannt

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Karpfen

Schon die Römer züchteten den ursprünglich aus dem Einzugsgebiet des Kaspischen Meeres stammenden Karpfen (cyprinus carpio). Er kommt in hiesigen Gewässern sowohl als längliche Wildform mit vollständigem Schuppenkleid vor als auch in seinen Zuchtformen bis zum schuppenlosen Lederkarpfen. Völlig ausgewachsen erreicht er bei 1,20 Metern Länge ein beeindruckendes Gewicht von über 50 Kilogramm.

Barbe unter Wasser. (Rechte: Mauritius)

Die Barbe spürt mit ihren Bartfäden Grundtiere auf

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Barbe

Die Barbe (barbus barbus) sieht man oft in Flüssen, wenn sie sich am Grund um die Längsachse dreht und ihr goldschimmernder Bauch aufblinkt. Sie nimmt ihre Nahrung vom Grund auf und gilt als wilder, ausdauernder Kämpfer an der Angel. An der Fliegenrute kann sie bei einer Länge von über 80 Zentimetern und einem Gewicht über acht Kilogramm für Probleme sorgen.

Aal im Aquarium. (Rechte: dpa)

Der Bestand der Aale nimmt immer mehr ab

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Aal

Der Aal (anguilla anguilla) laicht in der Sargassosee westlich der Karibikinseln. Seine Larven treiben mit dem Golfstrom an unsere Küsten und steigen in die Flüsse auf. Nach zehn bis zwölf Jahren wandern die erwachsenen Tiere dann wieder zur Sargassosee um zu laichen. Aale, die in Seen keine Möglichkeit haben zurückzuwandern, können bis zu 1,50 Meter lang und circa acht Kilogramm schwer werden.

Dorsch im Aquarium. (Rechte: Mauritius)

Kleine Dorsche werden oft von der kommerziellen Fischerei gefangen

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Dorsch (Kabeljau)

Der Dorsch (gadus morrhua) ist wohl der beliebteste Fisch unserer Küsten. Er wird etwa 1,50 Meter lang, bei über 35 Kilogramm Gewicht. Dorsche gelten als hervorragende Speisefische. Darum hat die Berufsfischerei über viele Jahre Raubbau an den Beständen geübt, so dass der Dorsch derzeit kaum gefischt werden darf.

Makrelenschwarm von unten fotografiert. Die Sonne scheint durch die Wasseroberfläche. (Rechte: Mauritius)

Schwärme wie dieser sind der Grund für Massenfänge von Makrelen

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Makrele

Die Makrele (scomber scombrus) ist nicht wegen ihrer Rekordgrößen beliebt. Sie wird bis 60 Zentimeter lang und 2,5 Kilogramm schwer. Da sie in großen Schwärmen vorkommt, sind wahre Massenfänge möglich. Mitunter beißen gleich mehrere Makrelen auf die mit Natur- oder Kunstködern versehene Angel.

Vladimir Rydl, Stand vom 01.06.2009

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