Frankfurter Paulskirche

Planet Wissen 00:43 Min. Verfügbar bis 21.05.2029 WDR Von ZDF/Terra X/Faber Courtial/Jörg Courtial/CC BY-SA 4.0, https://terraxplaincommons.zdf.de

Deutsche Revolution

Die ersten demokratischen Wahlen 1848

Von Claudia Friedrich

Bei der Deutschen Revolution 1848/49 versuchte das Volk, die große Macht der adeligen Herrscher zu verringern und sich mehr Mitspracherechte zu erkämpfen. Im Frühjahr 1848 fanden die ersten demokratischen Wahlen in den deutschen Gebieten statt.

Die Stimmberechtigten mussten mindestens 25 Jahre alt und männlich sein. Sie konnten sich für einzelne Kandidaten entscheiden – Parteien, wie wir sie heute kennen, gab es noch nicht.

Während der Arbeit in der Nationalversammlung bildeten sich dann so genannte Fraktionen oder Klubs von Politikern. Die Bandbreite der Fraktionen reichte von den königstreuen Rechten und Konservativen über liberale Gruppen bis hin zu den demokratischen Linken. Die "Frankfurter Casinogesellschaft" etwa bildete sich im Juni 1848. Sie vertrat eine liberale Politik und sprach sich für die konstitutionelle Monarchie aus – also eine Staatsform mit Kaiser oder König an der Spitze, dessen Macht allerdings durch eine Verfassung geregelt wird.

Wahlversammlung des Berliner Politischen Clubs in Zelten (1848)

Wahlversammlung in Berlin (1848)

Diese Auffassung vertrat auch Heinrich von Gagern, Präsident der Nationalversammlung und damals einer der bekanntesten Politiker. Auf der anderen Seite standen die linken Demokraten, angeführt von den badischen Rechtsanwälten Gustav Struve und Friedrich Hecker.

Auch Robert Blum gehörte dazu, einer der bekanntesten deutschen Demokraten des 19. Jahrhunderts. Ihre Fraktion befürwortete eine Republik, die Monarchie wollten sie abschaffen. Doch die liberale Mehrheit entschied sich gegen die Positionen der Linken.

(Erstveröffentlichung 2024. Letzte Aktualisierung 02.04.2024)

FACHBERATUNG

Dr. Björn Onken, Akademischer Rat, Lehrstuhl Didaktik der Geschichte, Universität Duisburg-Essen

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Quelle: WDR

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