Pickelhaube

Pickelhaube mit bayrischem Staatswappen

Geschichte Preußens

Pickelhaube

Wer führte das urpreußische Sinnbild, die Pickelhaube, ein?

1842 führte König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) in der Armee einen Helm ein, der von seinem Aussehen her völlig neu war. Er war aus gepresstem Leder gefertigt, in das Metallverstärkungen eingearbeitet wurden. Sein Markenzeichen war die Metallspitze oben auf dem Helm.

Sie sollte Hiebe mit dem Gewehrkolben oder dem Säbel auf den Kopf seitlich ablenken, die im Nahkampf durchaus noch an der Tagesordnung waren. Von Preußen aus setzte sich das neue Design des Helmes auch in anderen Armeen deutscher Staaten durch.

Spätestens im Ersten Weltkrieg zeigte sich jedoch, dass die Zeit der Pickelhaube vorbei war. Denn die kämpfenden Soldaten in den Schützengräben waren eine leichte Zielscheibe für die gegnerischen Kugeln. Die Spitze des Helmes ragte oftmals aus der Deckung heraus. Die neue Waffentechnik machte die Pickelhaube zudem unbrauchbar. Das gepresste Leder war kein zuverlässiger Schutz mehr gegen Granatsplitter.

Doch die Bedeutung der Pickelhaube als urpreußisches Symbol hat sich bis heute gehalten. Sie steht sogar stellvertretend für alles Deutsche. Und auch in der deutschen Gebärdensprache hat die Pickelhaube nach wie vor eine Funktion. Der über der Stirn ausgestreckte, nach oben zeigende Zeigefinger symbolisiert die Pickelhaube und bedeutet übersetzt "deutsch" oder "Polizei".

Autorin: Sabine Kaufmann

Stand: 16.07.2018, 09:02

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