Was tun bei Muskelkater?

Muskelkater-Mythen 00:55 Min. Verfügbar bis 27.02.2025

Marathon

Was tun bei Muskelkater?

Von Claudia Kracht

Muskelkater äußert sich durch Schmerzen bei aktiver oder passiver Muskelbewegung. Auch Druckempfindlichkeit und gelegentlich sogar Schwellungen der Muskulatur treten besonders nach ungewohnter körperlicher Betätigung auf. Häufig setzen die Beschwerden erst nach 24 Stunden ein und können etwa zwei bis vier Tage anhalten.

Ursachen des Muskelkaters

Elektromikroskopische Untersuchungen zeigen: Durch Überlastung entstandene Mikrorisse führen zu veränderten Druck- und Durchblutungsverhältnissen im Muskelgewebe.

Wenn Wasser in die geschädigten Fasern eindringt, entstehen Schwellungen (Ödeme), die für den Schmerz verantwortlich sind. Die Annahme, Muskelkater werde durch eine Anhäufung von Stoffwechselprodukten (Milchsäure) verursacht, gilt heute als widerlegt.

Vermeiden und Lindern des Muskelkaters

Am besten ist es, den Muskelkater von vornherein zu vermeiden. Deshalb muss aber niemand auf Bewegung oder Sport verzichten. Zur Vorbeugung gegen Muskelkater sollte man sich gründlich aufwärmen und die Belastung langsam steigern. Das Trainingsprogramm sollte dem individuellen Trainingsstand angepasst sein. Ist dennoch ein Muskelkater eingetreten, kann das Training bei geringen Beschwerden fortgesetzt werden. Allerdings sind dann kürzere und weniger belastende Einheiten gefragt.

Bei stärkeren Beschwerden helfen dosierte Dehn- und Bewegungsübungen. Auch leichte Radtouren können die Schmerzen lindern. In jedem Fall sollte man die Muskulatur warm halten. Von unverändertem Training wird dringend abgeraten. Massagen können die vorliegenden Schädigungen und Beschwerden verstärken. Sie sollten erst nach Abklingen des Muskelkaters erfolgen. Entspannungsbäder und Saunagänge können dagegen helfen.

Eine Frau dehnt ihr Bein

Gründliches Aufwärmen beugt Muskelkater vor

Weiterführende Infos

Stand: 03.06.2019, 10:12

Darstellung: