Was tun bei Muskelkater?

Eine Frau dehnt ihr Bein

Marathon

Was tun bei Muskelkater?

Von Claudia Kracht

Wer mehr trainiert hat als üblich, merkt oft am nächsten Tag: Der Muskelkater ist da. Und mit ihm leichte bis mittlere Schmerzen, manchmal sogar Muskelschwellungen. Häufig setzen die Beschwerden nach 24 Stunden ein und können etwa zwei bis vier Tage anhalten.

Ursachen des Muskelkaters

Elektromikroskopische Untersuchungen zeigen: Durch Überlastung entstandene Mikrorisse führen zu veränderten Druck- und Durchblutungsverhältnissen im Muskelgewebe.

Wenn Wasser in die geschädigten Fasern eindringt, entstehen Schwellungen (Ödeme), die für den Schmerz verantwortlich sind. Die Annahme, Muskelkater werde durch eine Anhäufung von Stoffwechselprodukten (Milchsäure) verursacht, gilt heute als widerlegt.

Vermeiden und Lindern des Muskelkaters

Am besten ist es, den Muskelkater von vornherein zu vermeiden. Deshalb muss aber niemand auf Bewegung oder Sport verzichten. Zur Vorbeugung gegen Muskelkater sollte man sich gründlich aufwärmen und die Belastung langsam steigern. Das Trainingsprogramm sollte dem individuellen Trainingsstand angepasst sein.

Ist dennoch ein Muskelkater eingetreten, kann das Training bei geringen Beschwerden fortgesetzt werden. Allerdings sind dann kürzere und weniger belastende Einheiten gefragt.

Bei stärkeren Beschwerden helfen dosierte Dehn- und Bewegungsübungen. Auch leichte Radtouren können die Schmerzen lindern. In jedem Fall sollte man die Muskulatur warm halten. Von unverändertem Training wird dringend abgeraten.

Massagen können die vorliegenden Schädigungen und Beschwerden noch verstärken. Sie sollten erst nach Abklingen des Muskelkaters erfolgen. Entspannungsbäder und Saunagänge können dagegen helfen.

Muskelkater-Mythen 00:55 Min. Verfügbar bis 27.02.2025

WDR | Stand: 17.07.2020, 11:40

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