Deutschlands höchster Wolkenkratzer

Das Dach des Commerbank Towers aus der Nähe im Abendlicht. Auf der Fassade prangt das gelbe Commerzbank-Logo.

Wolkenkratzer

Deutschlands höchster Wolkenkratzer

Bis zur Dachkante misst der Commerzbank-Tower in Frankfurt 259 Meter und ist damit Deutschlands höchstes Gebäude. Im europäischen Vergleich dagegen gibt es inzwischen auch höhere Wolkenkratzer.

Zuerst übertraf 2003 der Triumph-Palace in Moskau den Commerzbank-Turm um fünf Meter und seit 2017 ist der Federazija, ebenfalls in Moskau, mit 374 Metern Europas höchster Wolkenkratzer nach struktureller Höhe (Dachoberkante). Doch schon bald könnte ihm der Lakhta Center in Sankt Petersburg den Titel mit 462 Metern Höhe abspenstig machen.

Der höchste Punkt der Commerzbank-Zentrale liegt bei exakt 300,10 Metern. Dies wurde nachträglich durch die Installation einer Flugsicherungslampe auf der Antennenspitze (299 Meter) erreicht. Für die Öffentlichkeit gibt es einmal im Monat Führungen, die aber meistens schnell ausgebucht sind.

Wasserkühlung und Turmgärten

Die Kühlung des Gebäudes erfolgt statt mithilfe der üblichen Klimatechnik über einen Wasserkreislauf, der die Decken kühlt. Die Fenster lassen sich normalerweise öffnen; die Frischluft zirkuliert zwischen gläsernen Doppelfassaden. Das Hochhaus steht auf 111 Stahlbetonpfählen, die bis zu 48,5 Meter tief im Boden verankert sind.

Commerzbank-Tower in Frankfurt am Main.

Commerzbank-Tower in Frankfurt am Main

Neun Turmgärten gliedern den Innenraum; jeweils drei sind nach Osten, Süden oder Westen ausgerichtet. Jeder Himmelsrichtung ist ein verbindendes botanisches Thema zugeordnet (asiatische, mediterrane und nordamerikanische Pflanzen).

Das Gebäude ist eine Stahlkonstruktion. Sie ist um circa ein Drittel leichter als Konstruktionen aus Stahlbeton, die in Deutschland bevorzugt werden. Sicherheitstechnisch sind beide Konstruktionsarten heute gleichwertig.

Autor: Immo Sennewald

Stand: 27.02.2018, 13:00

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